Zu Gast im Landesmuseum:

CHEN ZHEN. «RESIDENCE - RESONANCE - RESISTANCE»

21.06. - 21.09.2003

Diese Ausstellung des 1955 in China geborenen, ab 1986 in Paris lebenden und im Jahr 2000 verstorbenen Künstlers Chen Zhen bildet die erste größere Präsentation in Deutschland eines der Pioniere des offenen Werkes und Wegbereiters des Gedankens der "Hybride" und kulturellen Vielfalt in der Kunst.

Bekannt durch seine großen, international ausgestellten installativen Arbeiten, hatte Chen Zhen für das Centre de Création Contemporaine in Tours ein Ausstellungskonzept entworfen, das seine Auseinandersetzung mit den Kulturen der 5 Kontinente thematisiert.

Dafür hat er zwischen 1997 und 2000 in jeweils einem anderen Kontinent entstandene große Installationen zu neuem Leben erweckt und konzeptuell verbunden. Durch die neuarrangierte Zusammenstellung treten die Installationen in einen Dialog und vergegenwärtigen auf diese Weise Chen Zhens Idee einer "Transexpérience" – der Mobilität einer zeitgenössischen Welt "ohne kulturelle Heimat". Die Schau führt deutlich vor Augen, in welch hohem Maße Chen Zhen in seinen künstlerischen Positionen die Komplexität sozialer, interkultureller und gesellschaftspolitischer Themen miteinbezieht und verarbeitet.

Die in Münster gezeigte "Retrospektive", die dritte Station nach Tours und Mailand, ist eine Hommage an diesen wichtigen, früh verstorbenen Gegenwartskünstler. Flankierend zu den großen Installationen vereint sie über 40 Skizzen, bzw. Zeichnungen Chen Zhens.

Chen Zhen