Christoph Worringer

7. März - 30. Mai 2010

Eröffnung: 6. März, 18 Uhr

„Das, was ich male, ist eben nicht die Illusion von Wirklichkeit. Ich führe sie als solche auch nicht vor, sondern ich zeige ganz explizit: Das ist artifiziell. Das ist gemacht. Das ist nicht Wirklichkeit. Ich kann mich dem zwar geistig nähern, es ist aber noch nicht mal eine Nicht-Wirklichkeit [...]. Nur als Bild ist es wirklich." Christoph Worringer

Wie eingefroren erstarren die Figuren in ihren Bewegungen. Dicht gedrängt füllen sie das Bildfeld, umgeben von greifbaren Gegenständen und einem glasklaren und tiefelosen Raum. So nah sich die Personen und Dinge kommen, so fremd bleiben sie untereinander. Aus einem reichen Fundus der Kultur-, Kunst- und Zeitgeschichte, der Religion, Mythologie und Literatur schöpft Worringer seine eigene, unauslotbare Ikonografie und verdichtet sie zu einer ebenso realistischen wie irrealen und verstörenden Bildwelt. Kein symbolischer Sinn befreit die Figuren und Dinge aus ihrer kalten Isolation.

Der Katalog zur Ausstellung mit Texten von Hermann Arnhold, Erich Franz und Johannes Myssok sowie einem Gespräch von Raimund Stecker mit Christoph Worringer erscheint im Hatje Cantz Verlag. Er verfolgt erstmals die künstlerische Entwicklung Worringers von 2003 bis heute.