Simon Hantai, Manteaux de la Vierge, m.a. 1, 1960 (Ausschnitt)
8.5.1999 - 8.8.1999

Simon Hantai.

Werke von

1960 bis 1995

Simon Hantai, geb. 1922 in Ungarn, lebt seit 1949 in Paris. Mit seinen "pliages" (in gefaltetem Zustand bemalte Leinwände) hatte er seit den 60er Jahren großen Einfluß auf die neuere französische Kunst (Buren, Viallat u.a.).

Die Ausstellung umfaßt etwa 40 meist großformatige Leinwände aus den Jahren 1960 - 1995. Die Farbausbreitung ohne Zentrum bewirkt eine irritierende Gleichwertigkeit von Farbe und Grund, von Planung und Formlosigkeit und von unpersönlicher Distanz und Sinnlichkeit. Hantai hatte mit großen Ausstellungen in Paris (Centre Pompidou 1976), Bordeaux (Capc 1981) und Venedig (Biennale, französischer Pavillon 1982) große Anerkennung erreicht, sich dann aber bis 1998 ganz aus dem Kunstbetrieb zurückgezogen. In Münster steht die Ausstellung in der Reihe der Untersuchungen zur Unmittelbarkeit der Bilderfahrung (A. Martin, Erben, Kelly, Fruhtrunk, Zaugg, Bishop, Mangold, Louis).