Sergej Jensen Sergej Jensen, Untitled, 2010, Foto: Hanna Neander

Sergej Jensen

Von klassischer Malerei kann bei Sergej Jensen keine Rede sein. Mit großer Raffinesse und feinem Humor unterwandert er die traditionellen Vorstellungen und Erwartungen des Betrachters. So verwendet er neben Leinwänden auch andere Textilien als Bildträger, etwa Jute, Tischdecken oder Mischgewebe. Die Farben werden oft schon durch den jeweiligen Stoff bestimmt. Sergej Jensen nimmt mit seinen Eingriffen Abstand vom Bild des Künstlers als Genie. Stattdessen räumt er auch dem Zufall seinen Platz ein. Bei aller Freiheit im Umgang mit der Gattung spürt man aber auch Sergej Jensens große Kenntnis der Malereigeschichte und so lassen sich zahlreiche Bezüge ziehen, zum Beispiel zu Sigmar Polke,  Morris Louis oder Simon Hantaï.

Sergej Jensen wurde 1973 in Maglegaard in Dänemark geboren. Sein Studium führte ihn an die Städelschule in Frankfurt am Main. 2009 hatte Sergej Jensen eine große Einzelausstellung in den Kunst-Werken in Berlin. Sergej Jensen lebt und arbeitet in Berlin.