Beispiele aus unseren historischen Bildsammlungen

Hier finden Sie Kurzinformationen zu einigen ausgewählten Sammlungen unseres historischen Bildbestandes. Die Links führen Sie direkt zur jeweiligen Bildpräsentation in unserer Online-Bilddatenbank oder auf weitere Textquellen zur Sammlung.

Eine Übersicht aller Bildbände finden Sie in unserem Westfalen-Medien Shop.

Slg. LVA - Wohnungsnot und Sozialer Wohnungsbau

 Motive

Notwohnungen in Barackenlagern und Waggonsiedlungen, marode Häuserzeilen in städtischen Armenvierteln, verfallende Fachwerkhäuser auf dem Lande, schimmelige Wohn- und Schlafkammern, beengte Einraumwohnungen kinderreicher Familien, Wohnblöcke und Siedlungen des frühen sozialen Wohnungsbaus, Siedlungsbau der 1950er und 1960er Jahre.

Entstehungszeitraum
1920er Jahre, 1950er Jahre

Umfang
200 Bilder, digitalisiert von Papierabzügen aus dem Originalbestand der DRV, Zentralarchiv Nordhrein-Wetsfalen

Bedeutung
Die Bildsammlung der LVA - Landesversicherungsanstalt Westfalen dokumentiert die Wohnungsnot und die krankmachenden Wohnbedingungen armer Bevölkerungsschichten in den Industriestädten und Dörfern Westfalens; ferner zeigt sie Beispiele des beginnenden Sozialwohnungsbaus in den 1920er Jahren und des konzertierten Sozialsiedlungsbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. 

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Slg. Helmut Orwat

Motive
Städte des Ruhrgebiets, Schwerpunkt Castrop-Rauxel, Zechen, Zechenkolonien, Arbeitswelt, Freizeit, Menschen im Alltag, Kinder, Prominente der Region.

Entstehungszeitraum
Schwerpunkt 1950er bis 1970er Jahre

Umfang
160 Digitalisate Schwarzweiss

Bedeutung
Helmut Orwart, geboren 1938 in Castrop-Rauxel, seit 1962 freier Fotograf und bis 2000 Pressefotograf für die Dortmunder Ruhr-Nachrichten, verfasst heute Bildbände und Fotokalender über das Ruhrgebiet. Aus 50 Jahren fotografischer Arbeit entstand nicht nur eine dichte Dokumentation der Industrielandschaft des "Reviers" als Arbeits- und Wohnumfeld, sondern auch ein authentisches Porträt seiner Bewohner - sei es "auf Schicht", bei Alltagsverrichtungen und in der Freizeit.
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Franz Dempewolff

Slg. Franz Dempewolff

Motive
Dörfer im Schmallenberger Sauerland, Dorfschulen, Klassenporträts, ländliches Arbeits- und Gesellschaftsleben, Familie Franz Dempewolff

Entstehungszeit
1912 bis 1940er Jahre

Umfang
 rd. 450 Bilder

Bedeutung
Visuelle Familienchronik und gesellschaftliches Kaleidoskop einer sauerländer Dorfgemeinschaft: Franz Dempewolff (1875-1953) war 35 Jahre Lehrer im sauerländischen Wormbach, passionierter Wanderer, Amateurfotograf und Ortschronist; er fotografierte mit gleicher Leidenschaft die Dörfer seiner Heimatregion, das öffentliche und private Gesellschaftsleben ihrer Bewohner und das Heranwachsen seiner neun Kinder.
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Richard Schirrmann

Slg. Richard Schirrmann

Motive
Schülerwanderfahrten, Jugendherbergen, Stadt- und Landschaftsbilder, Kinderferienlager Staumühle, Wanderführerausbildung, Verbandstätigkeit des Deutschen und Internationalen Jugendherbergswerkes, Soldatenleben an der Westfront des Ersten Weltkrieges, Familie Schirrmann.

Entstehungszeit
1910 bis 1950er Jahre

Umfang
rund 2.000 Bilder

Bedeutung
Die Bildsammlung dokumentiert den Lebensweg und das Lebenswerk des Lehrers und Gründers des Deutschen Jugendherbergswerkes Richard Schirrmann (1874-1961). Im Fokus stehen die Schüler- und Jugendwanderfahrten, die Richard Schirrmann während seiner Lehrerzeit in Altena als Teil der Jugendbildung initiierte und zahlreich durchführte, ferner der in den 1920er Jahren beginnende Bau von Jugendherbergen in ganz Westfalen. Weitere Teilbestände umfassen Familienbilder sowie Landschaftsbilder aus Schirrmanns Heimat Ostpreußen und dokumentieren seine Jahre als Soldat an der Westfront des Ersten Weltkrieges.
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Joseph Schäfer

Slg. Joseph Schäfer

Motive
Landschaften, Dörfer und Städtchen, Adelsbauten, Mühlen und Bauernhöfe im Vest Recklinghausen sowie zahlreiche Familienfotografien und Reisemotive aus anderen Landesteilen

Entstehungszeit
1900 bis 1920er Jahre

Umfang
rund 1.000 Bilder

Bedeutung
Die Überlieferung des Recklinghäuser Gymnasialdirektors Dr. Joseph Schäfer (1867-1938) bietet eine wertvolle Bestandsaufnahme der Region zwischen Emscher und Lippe, ist dabei aber keine Dokumentation der industriegeprägten Lebenswelt, sondern der landschaftlichen Schönheit. Außergewöhnlich ist ein kleiner Teilbestand, der den Arbeitseinsatz Recklinghäuser Frauen in den Kriegsjahren 1916-1918 zeigt.
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Bildband "Verlorene Paradiese" im Westfalen-Medien Shop.

 

Savio

Slg. Julius Gaertner

Motive
Orts- und Landschaftsansichten aus Münster und dem Münsterland, aus Ostwestfalen und Warburg; Familienaufnahmen Julius Gaertner.

Entstehungszeit
Münster ab Mitte 19. Jh., Westfalen und Nachbarregionen 1900 bis 1930er Jahre

Umfang
rund 2.800 Bilder

Bedeutung
Der preußische Finanzbeamte und leidenschaftliche Hobbyfotograf Julius Gaertner schuf am Rande seiner Dienstreisen einen westfälischen Bildschatz, der typische Sehenswürdigkeiten genauso zeigt wie Unscheinbares und Alltägliches am Wegesrand. Heute fast verschwunden, hier aber noch lebendig: Das Stadtbild Münsters vor den fatalen Kriegszerstörungen.
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Johannes Weber

Slg. Johannes Weber

Motive
Dorfleben in Nottuln, Westmünsterland: Höfe und Werkstätten der Dorfbewohner, kirchliche Feste, Begräbnisse, Hochzeiten, Schützenfeste, Jubiläen und Einweihungen

Entstehungszeit
1940er Jahre

Umfang
rund 750 Bilder

Bedeutung
Der Amateurfotograf Johannes Weber (1904-1974), in seiner Wahlheimat Nottuln tätig als Prokurist in einer Strumpffabrik, fotografierte das Dorf - auch in stereoskopischen Aufnahmen -, die Dorfbewohner bei ihren Alltagsverrichtungen oder in der "Porträtecke" seines Wohnzimmern sowie das gesellschaftliche Leben im Ort.
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Ignaz Böckenhoff

Slg. Ignaz Böckenhoff

Motive
Dorfleben in der Gemeinde Raesfeld

Entstehungszeit
1930er bis 1970er Jahre

Umfang
rund 1.400 Bilder

Bedeutung
Ignaz Böckenhoff (1911-1994) hat über mehrere Jahrzehnte alles und jeden in seiner Heimatgemeinde Raesfeld vor die Linse gebracht. Besonders eindrucksvoll sind die vielen liebevollen Personenaufnahmen, die sehr authentisch wirken.Seine Bilder vermitteln Einsichten in untergegangene Lebenswelten auf dem Lande, aber auch die wechselhaften Zeitläufte der Geschichte des 20. Jahrhunderts.
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Bildband "Menschen vom Lande" im Westfalen-Medien-Shop"

 

Friedrich Hundt

Slg. Friedrich Hundt

Motive
Fotografie des 19. Jahrhunderts: Personen- und Familienporträts westfälischer Honoratioren und Adeliger, Porträts der Familie Hundt, Stadtbilder Münsters

Entstehungszeit
1840er bis 1880er Jahre

Umfang
rund 180 Bilder

Bedeutung
Die Sammlung dokumentiert die Anfänge der Fotografie in Westfalen. Der gelernte Knopfmacher Friedrich Hundt aus Iserlohn (1807-1887) eröffnete um 1840 sein Fotoatelier in Münster und gilt als Fotopionier Westfalens. Zunächst fertigte er mithilfe des Verfahrens der Daguerreotypie Porträts westfälischer Honoratioren und Adeliger sowie seiner Kinder und Enkel, später widmete er sich auch der Orts- und Architekturfotografie.
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MZA

Historische Schulbildreihen der Bildstelle Arnsberg

Motive
Ansichten westfälischer Dörfer und Städte aus den ersten drei Jahrezehnten des 20. Jahrhunderts, regionstypische Landschaften, Bergbau, Stahlindustrie, Textilindustrie, Handwerk, traditionelle und mechanisierte Landwirtschaft, Entwicklung des Verkehrs- und Flugverkehrswesens, Architektur, Kunstgeschichte, Religion, Sozial-, Wirtschafts- und politische Geschichte der Neuzeit, Kaiserreich, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg.

Entstehungszeit
Schwerpunkt 1920er und 1930er Jahre

Umfang
Rd. 5.500 Glasplatten schwarzweiss; weitere ca. 10.000 Glasplatten zu Unterrichtsthemen ohne landeskundlichen Bezug wurden unerschlossen archiviert.

Bedeutung
Historische Unterrichtsbildreihen zu allen Schulfächern aus dem Verleihbestand der ehemaligen Bezirksbildstelle Arnsberg, entstanden in der Frühzeit des westfälischen Bildstellenwesens. Ein Gutteil des Bildmaterials zur Landeskunde Westfalens wurde von Heinrich Genau (1883-1942), Gründer der Bildstelle, fotografiert.
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