Sonntagsführungen mit FM-Anlage

Ein neues inklusives Angebot im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Inklusion ist für die LWL-Museen eine Selbstverständlichkeit. Deshalb freut es uns, berichten zu können, dass wir unser Angebot erweitert haben. Ab dem 27.05.18 können Besucherinnen und Besucher des LWL-Freilichtmuseums Hagen, die ein Hörgerät oder Cochlear-Implantat (CI) verwenden, mithilfe einer mobilen Induktionsanlage an unseren Sonntagsführungen teilhaben.

An jedem Sonntag der Museumssaison um 14 Uhr startet eine kostenlose offene Führung. Die Themen wechseln wöchentlich.

Ein Empfangsgerät mit Halsringschleife kann ganz bequem im Museumsshop hinter der Kasse entliehen werden. Für die Ausleihe sollte der Personalausweis oder Führerschein mitgebracht werden.

Interessierte Besucherinnen und Besucher sollten auch Folgendes beachten: Nehmen Sie das Gerät direkt am Eingang mit. Bis zu den wechselnden Treffpunkten laufen Sie zum Teil noch gute 30 Minuten.

 

Die Empfangsgeräte sind mit einer Halsringschleife ausgestattet. Im Hörgerät sollte die T-Spule aktiviert sein. Ob Ihr Hörgerät über eine T-Spule verfügt oder diese noch aktiviert werden muss, ist beim Hörgerätehersteller zu erfragen. Es stehen 10 Empfangsgeräte zur Verfügung.

Call for Papers

Neue Blicke auf Altbekanntes – ein Update für Handwerk und Gewerbe im Museum

Museen gehen aus unterschiedlichen Gründen auf „Spurensuche“ zu ihren Beständen. Hierfür bietet die Digitalisierung für die Archivüberlieferung und andere Quellen verbesserte Recherchemöglichkeiten, die zu Gründungszeiten der meisten Museen noch nicht zur Verfügung standen.

Im Werkstattgespräch am 30.10. möchten wir uns über Ansätze und Erfahrungen bei der Neubetrachtung von musealen Sammlungen und Dauerausstellungen austauschen. Mit theoretischen Überlegungen und praktischen Beispielen soll die Diskussion angeregt werden. Mehr Informationen...

Bulldog und Co. erobern Museum

An die 250 historische Ackerschlepper, Dieselrösser, Bulldogs und Unimogs, treffen sich am Dienstag, 1. Mai.

Durch das gesamte Museum tuckern die alten Traktoren der verschiedenen Hersteller. „Die Freunde alter Schlepper kommen hier voll auf ihre Kosten. Es werden bekannte Namen wie H. Lanz, Hanomag, Porsche, MAN, Deutz und Unimog vertreten sein. Aber auch unbekanntere Marken wie der Bautz, der seit 1969 zu Claas gehört, Hürlimann aus der Schweiz und ein Holder-Traktor bekannt vor allem für seinen Einsatz im Wein- und Obstanbau stellen sich vor“, verspricht Wolfgang Theuer, erster Vorsitzender der H. Lanz-Freunde Ruhrgebiet e.V. . Für interessierte Besucher gibt es genügend Gelegenheiten zum Fachsimpeln und Schauen.

Die Treckerbesitzer erzählen gerne von ihren Modellen, wie sie ihren Trecker restauriert haben und in Schuss halten. Höhepunkt des Tages ist um 15 Uhr die Präsentation.  Viele Traktoren fahren einzeln vor, der Fachmann Hermann von Grebe  präsentiert sie und erklärt die jeweiligen Besonderheiten des Modells. So erfahren die Besucher jede Menge Details über die verschiedenen Traktortypen, Bauarten und so manches Anekdötchen.

 

Auch die praktische Arbeit mit Maschinen kommt nicht zu kurz. Ein Traktorist bringt Arbeitsgeräte aus dem heimischen Maschinenpark mit: Auf dem Platz vor der Gelbgießerei werden Holzstämme mit unterschiedlichen Geräten bearbeitet. Der  Antrieb eines Treckers setzt Maschinen in Gang, zum Beispiel einen Holzspalter oder eine Säge.

Technikgeschichte:

Bekannt unter den Trecker-Oldtimern ist die Marke H. Lanz. Die Firma Heinrich Lanz Aktiengesellschaft mit ihrem Stammsitz in Mannheim beschäftigte sich seit den 1880er Jahren mit Landmaschinentechnik.

Sie entwickelte eine motorgetriebene Maschine, die die Lokomobile ablöste, die damals die Dreschwerke in der Landwirtschaft betrieben. 1921 kam H. Lanz als erstes Unternehmen der Welt mit einem Rohölschlepper auf den Markt, dem legendären „Lanz-Bulldog“. Den kuriosen Namen bekam er durch die Ähnlichkeit mit dem Gesicht eine Bulldogge. Die ersten Lanz-Bulldogs hatten acht oder zwölf PS, später stockte man die Motoren bis 55 PS auf. Insgesamt wurden bis in die 1950er Jahre 25.000 Stück gebaut.

„Immer wieder beeindruckend sind die genial einfach gebauten Maschinen, basierend auf einem Ein-Zylinder-Prinzip mit einem Glühkopfmotor. Das war ideal für die Landwirtschaft. Sie waren so konstruiert, dass sie früher in einfachen Dorfschmieden oder vom Bauern selbst mit Hammer und Meißel repariert werden konnten. Ein weiterer Vorteil des Bulldogs lag darin, dass er zuverlässiger als die empfindlichen benzingetriebenen Ackerschlepper war mit ihrem explosions-gefährdetem Treibstoff. Denn Dieselantrieb gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch nicht, und der Bulldog fuhr mit billigem Rohöl“, erklärt Bulldogbesitzer Wolfgang Theuer.

Eine erfrischende Ergänzung beim Treckertreffen bietet die Museumsbrauerei, die ihr Kellerbier anbietet und an diesem Tag einen neuen Sud braut. Natürlich sind wie immer viele der Museumswerkstätten in Betrieb und alle  Handwerker freuen sich auf die interessierten Besucher, um ihnen ihre Arbeit „live“ vorzuführen.

Ein „umgarnendes“ Wochenende - Kreatives rund um Nadel und Faden

Nadel und Faden stehen am kommenden Wochenende (14./15.4.) im Mittelpunkt der Textilveranstaltung „umGARNen“. Alle zwei Jahre bekommen, Freunde textiler Handwerke Schönes und Anspruchsvolles zu sehen.  Bei der Veranstaltung kann man Zuschauen, Mitmachen, Neues entdecken und Kaufen, aber es  gibt auch die Gelegenheit zum Fachsimpeln mit den Handwerkerinnen.

Von 11 Uhr bis 17.30 Uhr, am Sonntag bis 18 Uhr stellen über 30 „Gasthandwerker“ in den kleinen historischen Fachwerkhäusern und in Pavillons auf dem oberen Platz im Museum verschiedene traditionelle Handwerkstechniken vor,

die mit Nadel und Faden zu tun haben. Ob es sich um Weben, Spinnen, Filzen, Nähen, Sticken, Stricken oder Perlen aufziehen handelt, immer sind es traditionelle Handwerke. Früher waren viele davon eigenständige Handwerke, die dazu dienten, den Lebensunterhalt zu erarbeiten. Heute haben sich die unterschiedlichen Techniken meist zum entspannenden Zeitvertreib und Hobby entwickelt.

 

Ist ein Faden erst gesponnen, ist seine Nutzung fast unbegrenzt. Die Besucher können sich ansehen, was aus Naturfasern alles entstehen kann: dekorative Textilien für Zuhause, Strickwolle, Stickgarne, Knöpfe, Mode, Handtaschen, Stofftiere oder sogar Schmuck. Damit es nicht nur beim Schauen bleibt, stehen einige Mitmachaktionen für interessierte Handarbeiter auf dem Programm wie Klöppeln, Dekos basteln, Blaudrucken und einiges mehr. Jeder kann hier und da Hand anlegen und ausprobieren, um vieles im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.

Ist ein Faden erst gesponnen, ist seine Nutzung fast unbegrenzt. Die Besucher können sich ansehen, was aus Naturfasern alles entstehen kann: dekorative Textilien für Zuhause, Strickwolle, Stickgarne, Knöpfe, Mode, Handtaschen, Stofftiere oder sogar Schmuck. Damit es nicht nur beim Schauen bleibt, stehen einige Mitmachaktionen für interessierte Handarbeiter auf dem Programm wie Klöppeln, Dekos basteln, Blaudrucken und einiges mehr. Jeder kann hier und da Hand anlegen und ausprobieren, um vieles im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.

Auch einige vierbeinige Wollproduzenten mit ihrem Nachwuchs sind zu Gast. Wenn das Wetter es erfordert, den „Wintermantel“ endgültig auszuziehen, steht ein Schafscherer den Schafen hilfreich zur Seite.

Der Krämerladen, die Bäckerei und Kafferösterei mit dem frisch gerösteten Kaffee locken mit ihrem Angebot. Natürlich sind an diesem Wochenende wie an jedem Tag auch die historischen Werkstätten und Ausstellungen geöffnet, so dass die ganze Familie einen „umgarnenden“ Tag verbringen kann.

Außerdem findet am Samstag eine Naturführung und ein Fotokursus statt. Für die weniger an Textilien interessierten Besucher bietet sich am Sonntag die kostenlose Führung und Mitmachaktion sowie die Eröffnung der Schmuckausstellung „Meeresfrüchte“ an.