Auf dem Holzweg

Seit 2005 widmet das LWL-Freilichtmuseum Hagen der vielfältigen kulturellen und wirtschaftlichen Beziehung zwischen „Wald und Mensch“ eine eigene Themenroute. In der Handwerks- und Technikgeschichte spielt Holz als Baumaterial und Energieträger eine wichtige Rolle.

Im Lauf der Geschichte nutzten die Menschen den Wald auf vielfältige Weise: Bauern brauchten ihn für das Vieh, Häuser, Schiffe und viele Dinge des täglichen Bedarfs wurden aus Holz gefertigt. Bis zur Industrialisierung standen Kohlenmeiler und Eisenhütten im Wald. Aber auch heute noch ist Holz ein zentrales Wirtschaftsgut – mit allen daraus entstehenden ökologischen Problemen.

Die Themenroute lädt ein, einige Werkstätten, Anlagen und Ausstellungen des LWL-Freilichtmuseums Hagen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: Wie hängen sie mit der historischen Waldnutzung zusammen, welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Mensch und Wald?

Zur Themenroute „Wald und Mensch“ ist ein Begleitbuch erschienen, das im Museumsshop erhältlich ist.
Grafische Darstellung des Themenrundgangs "Auf dem Holzweg"

Wenn Sie mit der Computermaus über die Nummer fahren, sehen Sie ein Foto der Werkstatt oder des Betriebes und wenn Sie die Nummern anklicken, erhalten Sie weitere Informationen zu den Stationen.
Nummer 2
Das Foto zeigt die Lohmühle
2 Lohmühle
Nummer 6
Das Foto zeigt die Gelbgießerei
6 Gelbgießerei
Nummer 19
Das Foto zeigt die Feilenhauerei
19 Feilenhauerei
Nummer 24
Das Foto zeigt die Papiermühle
24 Papiermühle
Nummer 28
Das Foto zeigt die Sägemühle
28 Sägemühle
Nummer 35
Das Foto zeigt die Bäckerei
35 Bäckerei
Nummer 38
Das Foto zeigt Haus Haspe
38 Haus Haspe
Nummer 45
Das Foto zeigt die Schreinerei
45 Schreinerei
Nummer 46
Das Foto zeigt die Stellmacherei
46 Stellmacherei

Lohmühle
Ausstellung „Die Siegerländer Hauberge“ Wie bewerkstelligten es die Siegerländer, jahrhundertelang die Gewerbebetriebe mit Holzkohle, Gerbrinde (Lohe) und Brennholz zu versorgen und gleichzeitig Flächen für die Landwirtschaft zu erhalten? 

Holz im Alltag
Aus welchem Baum wird was gemacht? Holz ist nicht gleich Holz: Je nach Baumart ist es stabiler, haltbarer, biegefähiger, formbarer oder brennt besser. Wieviel Holz wächst im Wald nach? Im Nadelwald ist es mehr als im Laubwald.
Gegenstände aus den an dieser Station markierten Baumarten sind an vielen Stellen im Freilichtmuseum zu finden.
Weidentunnel
Ein Lebendbauwerk aus Weiden, von Schülern und Schülerinnen errichtet und gepflegt.
Meilerplatz
Kein Eisen ohne Wald Mit viel Geschick sorgten Köhler dafür, dass Eisenhütten und andere Betriebe stets über genügend Brennstoff in Form von Holzkohle verfügten: „Kein Eisen ohne Wald“ galt noch bis ins 19. Jahrhundert. An den Wäldern ging der große Holzverbrauch freilich nicht spurlos vorüber.
Holzscheune
Ausstellung „Vom Holzhauer zum Forstwirt“ Die Ausstellung informiert über die Geschichte der Waldarbeit vom bäuerlichen Nebenerwerb zum hochtechnisierten Fachberuf.
19.
Kleinschmiedebereich
Beile, Feilen, Nägel – um Eisen zu vielen Artikeln zu verarbeiten, musste der Schmied es zunächst erhitzen. Die Kohle, mit der das Feuer heiß genug wird, lieferten ihm die Köhler – bis zur Ausdehnung des Bergbaus im 19. Jahrhundert war dies immer Holzkohle. Heute setzen die Museumsmitarbeiter meistens Steinkohle ein.
vierundzwanzig
Papiermühle: Ausstellung „Papier und Umwelt“
Die Ausstellung informiert über die Papierherstellung in Geschichte und Gegenwart. Wichtigster Rohstoff der Papierindustrie ist heute Zellstoff, der wiederum aus Holzschliff hergestellt wird. Doch nur ein kleiner Teil des Zellstoffs für die immer größeren Papiermengen kommt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.

Sägemühle
Sägewerke sind die Schnittstellen zwischen dem Wald und den Holzhandwerkern. Hier werden die Baumstämme zu Brettern zersägt.
fünfunddreißig
Bäckerei
Der Backofen wurde ursprünglich mit Bündeln aus kleinen Ästen und Reisig, den Schanzen, geheizt. Schanzen sind ein Produkt der Waldbewirtschaftung, besonders der Hauberge im Siegerland. Heute verwenden die Bäcker Buchenholz.
Achtunddreißig
Haus Haspe
Ausstellung „Wald und Mensch“ Was bedeutet den Menschen der Wald? Wanderer, Förster, Jäger, Naturschützer und einige andere kommen zu Wort, weisen auf viele Facetten der Waldnutzung und des Waldverständnisses heute hin (Erdgeschoss). Davon ausgehend beleuchtet die Ausstellung über 200 Jahre westfälische Waldgeschichte und blickt von der modernen Forstwirtschaft auf die Bauernwälder des 18. Jahrhunderts zurück (Obergeschoss).
fünfundvierzig/sechsundvierzig
Holzwerkstätten
Schreiner, Zimmerleute, Stellmacher, Löffelschnitzer, Holzschuhmacher – für sie war der Wald der Lieferant ihres Rohstoffs Holz, nicht selten.