Nichteisenmetalle

Das Foto zeigte einen Löwenkopf aus Messing.
Lange bevor Menschen Eisen gewinnen und verarbeiten konnten, verwendeten sie andere, leichter zu behandelnde Metalle. Das kulturgeschichtlich älteste Material ist Kupfer. Messing und Bronze, beides Legierungen von Kupfer mit Galmei und Zinn, wurden in Westfalen, wie in anderen Regionen auch, schon vor Jahrtausenden verarbeitet. Gleiches gilt für die Edelmetalle Silber und Gold.

Nichteisenmetalle wurden und werden im Haushalt, im Handwerk und im Bauwesen vielfältig eingesetzt. Das LWL-Freilichtmuseum Hagen gibt Einblicke in die Herstellungs- und Verarbeitungsgeschichte der verschiedenen Materialien.

Die unterschiedlichen Techniken der Messingverarbeitung werden in einem Fallhammerbetrieb und einer Gelbgießerei anschaulich vorgeführt. Eine Besonderheit stellt die Schmiede zur Herstellung messingüberzogener Kuhschellen dar. Die Messingverarbeitung war eine für (Süd-) Westfalen typische Branche.

Ein großes Kupferhammerwerk mit Schmiede zeigt, wie Halbfertigprodukte und Spenglerwaren für Haushalt und Gewerbe produziert wurden. Das Hammerwerk ist ein Beispiel eines Betriebes an der Schwelle zur industriellen Fertigung im frühen 19. Jahrhundert.

In der Goldschmiedewerkstatt wird die Edelmetallbearbeitung gezeigt. Typisch für das frühe 20. Jahrhundert ist die im Museum dargestellte Kombination einer Goldschmiede mit einer Optiker- und Uhrmacherwerkstatt.

Das Zinkwalzwerk Hoesch ist eine frühindustrielle Produktionsstätte. Die dort gezeigte Dauerausstellung ist der Technik und Arbeit in einem derartigen Betrieb gewidmet. Gleichzeitig markiert das Zinkwalzwerk als Industriebetrieb den thematischen und zeitlichen Endpunkt der historischen Darstellung des LWL-Freilichtmuseums Hagen.