Druck und Papier

Das Foto zeigt selbst gedruckte Buchseiten.
Zur Abteilung Druck und Papier im LWL-Freilichtmuseum Hagen gehören eine Papier- und eine Pappemühle sowie eine Druckerei. Außerdem ist eine Papiermaschine zu sehen.

Die Papiermühle zeigt einen typischen vorindustriellen Betrieb zur Papierherstellung. Sie verfügt über ein Mühlrad mit Stampfwerk und einen Papiermacherarbeitsplatz mit Bütte und Papierpresse. Heute werden in dem Museumsbetrieb verschiedene Büttenpapiere in Siebherstellung produziert.

Der Entwicklungssprung zur maschinellen Herstellung ist anhand der in einem modernen Nebengebäude untergebrachten funktionionstüchtigen und produzierenden Papiermaschine zu sehen. Die Modellmaschine aus dem Jahre 1928 diente zu Lehrzwecken. Die Papierfabrik StoraEnso Hagen-Kabel stellte die Maschine dem Museum zur Verfügung und lässt sie von Auszubildenden betreuen.

Die Pappemühle besteht aus Orginalteilen und Rekonstruktionen einer Papiermühle aus Karbach bei Wangen im Allgäu. Bereits im 16. Jahrhundert gegründet, gehörte der 1959 stillgelegte Betrieb zu den ältesten Papiermühlen Deutschlands. In den letzten Produktionsjahren wurden dort Verpackungspappen hergestellt. Neben der Geschichte des Betriebes werden in der Karbacher Mühle die Prozesse der Pappeherstellung präsentiert.

Die Druckerei des LWL-Freilichtmuseums zeigt Ausstellungsstücke zur Geschichte des Buchdrucks. In der Setzerei wird die Entwicklung vom Handsetzkasten bis zur Setzmaschine nachvollziehbar. Zudem sind eine Reihe historischer Druckpressen zu sehen, von der Kniehebelpresse und der reich verzierten Columbia-Presse über eine kleine Tiegelpresse, allesamt handbetrieben, bis hin zu einer automatisierten Druckmaschine. In der Druckerei werden heute noch Gelegenheitsdrucke wie Broschüren, Einladungen, Programme und Flyer für das Freilichtmuseum gefertigt.