Deutsches Schmiedemuseum

Wiedereröffnung des Deutschen Schmiedemuseums am 15. April 2012

Seit 1983 ist das LWL-Freilichtmuseum Hagen Standort des „Deutschen Schmiedemuseums“. Untergebracht ist es in dem ehemaligen Neunkirchener Rathaus, einem repräsentativen Barockbau von 1796. Die Wahl des Gebäudes ist kein Zufall, denn die Region um Neunkirchen war ein erstes Zentrum der Siegerländer Eisenverarbeitung.

Im Schmiedemuseum sind viele Aspekte rund um die Warmumformung von Eisen und Stahl zu sehen. Im Mittelpunkt stehen dabei immer auch die Menschen, die Schmiedestücke hergestellt und in alle Welt gehandelt haben. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Gewinnung und Verhüttung von Eisen. Eine weitere Abteilung ist der Bedeutung der Holzkohle als Energielieferant gewidmet. Thematisiert wird auch das Freiformschmieden mit seinen über die Jahrhunderte kaum veränderten Techniken und die Entwicklung des Kunstschmiedens seit der Barockzeit. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert, der Einzug maschineller Fertigung ins Schmiedegewerbe und die Durchsetzung der Gesenkschmieden bilden den zeitlichen Endpunkt der Ausstellung.
Ein Teilbereich des Schmiedemuseums widmet sich speziell der Geschichte der Kleineisenindustrie im bergisch-märkischen Raum. Schon lange vor der Industrialisierung war das Gebiet aufgrund des Wasser- und Waldreichtums sowie wegen der staatlichen Wirtschaftsförderung eine hochentwickelte eisenverarbeitende Region mit Handelsbeziehungen bis nach Übersee.

Im Deutschen Schmiedemuseum ist darüber hinaus eine einzigartige Sammlung von Damaszenerstahl zu sehen. Dieser Sonderform des Schmiedehandwerks ist eine eigene Abteilung gewidmet.