Das LWL-Freilichtmuseum Hagen bringt ein Stück Handwerksgeschichte in die Gegenwart - zum Anfassen!
Denn auf dem ca. 42 ha grossen Gelände werden die Werkstätten und das Werkzeug des städtischen und ländlichen Handwerks nicht einfach nur "ausgestellt". In mehr als zwanzig der nahezu sechzig wiederaufgebauten oder rekonstruierten Werkstätten wird produziert. Die interessierten Besucher können den Fertigungsprozess beobachten, die Museumsvorführer befragen und zum Teil sogar selbst bei der Produktion mitanfassen.
Papier
Dem Thema Papier widmet das LWL-Freilichtmuseum Hagen zwei größere Ausstellungen: Schwerpunkte bilden dabei die historischen Herstellungsverfahren sowie das Verhältnis von Papierherstellung und Umwelt.
Bütten, Siebe und Tamboure
Obergeschoss Druckerei (Gebäude Nr. 27)
Papier gehört zu unserem Alltag. Aber worauf haben die Menschen geschrieben, bevor es Papier gab? In der Ausstellung werden zunächst traditionelle Schriftträger wie Stein, Wachstafeln und Pergament gezeigt.
Daran anschließend behandelt die Ausstellung die Geschichte der Papierherstellung. Dabei geht es zunächst um die Rohstoffentwicklung von der traditionellen Gewinnung des Zellstoffs aus Lumpen bis hin zur Entdeckung des Holzschliffs durch Gottlob Keller im Jahre 1843. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Papiergeschichte in der Grafschaft Mark am Beispiel der Vorsterschen Papiermühlen bei Hagen. Die Industrialisierung in der Papierherstellung wird anhand der Papierfabrik Hagen-Kabel und dem Modell einer Papiermaschine illustriert. Den Abschluss der Ausstellung bildet das Thema „Papier und Kunst“.
