Archiv

Vergangene Ausstellungen

Der restaurierte Blasebalg

Mit Verstand und Hand.
Arbeitsplatz: Objektrestaurierung 

Die kleine Ausstellung „Mit Hand und Verstand“ (1. – 24.04.2014) im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) befasst sich mit dem Beruf des Restaurators. Sie zeigt wie dieser Beruf erlernt wird und welche Fähigkeiten für Restaurierungsarbeiten nötig sind. Eine Kooperation mit dem Institut für Restaurierungswissenschaft, Fachhochschule Köln.

Plakat zur Ausstellung mit Hand und Herz

„Mit Hand und Herz“

9. Juni bis 31. Oktober 2013

Meisterbrief, Seifenkiste und Lohnbuch – was haben diese Dinge gemeinsam? In ihnen verstecken sich Lebensgeschichten aus dem Handwerk.

Vieles prägt die Lebenswege von Handwerkerinnen und Handwerkern, zum Beispiel in einem Familienbetrieb aufzuwachsen, neue Techniken wie den Rundfunk für sich zu entdecken, oder das Aufkommen industrieller Massenware, die die eigenen Produkte verdrängen.

In der Ausstellung berichten westfälische Handwerkerinnen und Handwerker aus ihrem Leben. Sie haben in ihren Fotoalben geblättert und ihre Unterlagen durchforstet. Ihre Erinnerungen an einzelne Lebensabschnitte oder wichtige Ereignisse werden in den Gegenständen sichtbar, die sie für die Ausstellung entliehen haben: der Meisterbrief zeugt ebenso vom handwerklichen Know-how, das Kasperletheater gewährt Einblick in die Jugend; das Lohnbuch zeigt wirtschaftliche Bedingungen auf.

Auch wenn keine Biografie der anderen gleicht, gibt es dennoch eine Gemeinsamkeit: Alle leben und arbeiten mit Hand und Herz.

Mit Hand und Herz – ein Film zur Sonderausstellung
Dieser Film stellt die Sonderausstellung „Mit Hand und Herz. Lebensgeschichten aus dem Handwerk“ vor. Westfälische Handwerkerinnen und Handwerker berichten aus ihrem Leben. Von ihnen entliehene Gegenstände, Fotos und erzählte Erinnerungen in Bild und Ton machen ihre Erinnerungen sichtbar.

Das Plakat zur Sonderausstellung Schneller, besser, billiger!

„Schneller, besser, billiger! Handwerksberufe und Rationalisierung“
20. Mai bis 31.Oktober 2012

Wie viel Erleichterung bringt ein Elektromotor im Handwerk? Ab wann lohnt sich die Anschaffung und welche Handarbeit kann und soll überhaupt durch eine Maschine ersetzt werden? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Sonderausstellung im LWL-Freilichtmuseum Hagen.

Vordergründig wird Rationalisierung im Handwerk mit dem Einsatz von neuen Maschinen und moderner Technologie in Verbindung gesetzt. Jedoch zeigt sich auf den zweiten Blick, dass zweckmäßige Organisation von Arbeitsräumen, ergonomische Gestaltung von Werkzeugen und die systematische Buchführung oft ebenso große Arbeitserleichterungen gebracht haben. Gerade im Handwerk war es nicht das vordringliche Ziel, Arbeitskräfte durch den Einsatz von Technik einzusparen, sondern die vorhandene Kraft effektiv zu nutzen.

Zur Ausstellung ist eine Begleitbroschüre erschienen. Sie fasst die Inhalte der Ausstellung zusammen und zeigt viele der ausgestellten Objekte und Fotos. Außerdem ist ein wissenschaftlicher Aufsatzband erhältlich, der die Vorträge des XXX. Gesprächskreises Technikgeschichte sowie einige weitere Beiträge enthält. Die Publikationen sind über das LWL-Freilichtmuseum Hagen sowie im Buchhandel zu beziehen.

Das Plakat zur Ausstellung Festgehalten

Festgehalten - Handwerksbilder von 1800 bis heute
17. Juli bis 31. Oktober 2011

Erstmals zeigt das LWL-Freilichtmuseum Hagen eine große Vielfalt von Handwerksdarstellungen, um Einsichten in die Geschichte handwerklicher Berufe zu ermöglichen.
Auf den ersten Blick zeigen die Bilder Arbeits- und Lebenswelten von Handwerkerinnen und Handwerkern und den Einsatz von Maschinen und Technik in handwerklichen Betrieben. Doch es ist ein zweiter Blick notwendig, um wirklich zu entschlüsseln, was mit ihnen „festgehalten“ werden sollte und welche Einblicke sie in die Geschichte von Handwerk und Technik geben können.

Museumsreif

Ausstellung zu 50 Jahre Freilichtmuseum:
Museumsreif!
08. Mai - 31.Oktober 2010

Als Handwerk und Technik ins Freilichtmuseum kamen
Das LWL-Freilichtmuseum Hagen feiert sein 50-jähriges Bestehen. Die Ausstellung erzählt anhand wertvoller und besonderer Exponate die Gründungsgeschichte des Museums in einer Zeit, in der nur wenige daran dachten, dass auch
Westfalens Handwerk und Technik als Teil der Kulturgeschichte im Museum gezeigt werden sollte.
Die Ausstellung präsentiert viele Kulturschätze, die das Freilichtmuseum in den letzten 50 Jahren in seine Sammlung aufgenommen hat und die normalerweise den Besuchern nicht zugänglich sind.

Das Plakat zur Ausstellung Karriere mit Lehre

Karriere mit Lehre. Frauen im Handwerk in Westfalen-Lippe
14. Juni bis 31. Oktober 2009

Als „Pfuscherinnen“ bezeichneten viele Handwerker am Anfang des 20. Jahrhunderts Frauen, die im Handwerk arbeiteten. Sie leiteten ihr Urteil aus den bis dahin üblichen verkürzten Ausbildungsgängen für Frauen in Handwerksberufen ab. Erst als Handwerkerinnen seit 1911 allmählich qualifizierte Ausbildungen durchlaufen konnten und 1922 die rechtliche Gleichstellung mit männlichen Handwerkern endgültig erreicht hatten, fanden sie Anerkennung als Gesellinnen und Meisterinnen, boten ihnen handwerkliche Berufe verschiedene Arbeitsmöglichkeiten. In Zeiten von Arbeitskräftemangel wurde besonders dafür geworben, dass Frauen einen handwerklichen Beruf aufnahmen. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden beispielsweise auch gezielt Frauen gesucht, die in „Männerhandwerken“ eine Ausbildung beginnen wollten.

Das Verhältnis zwischen Frauen und Handwerksberufen ist sehr vielschichtig. Noch heute gibt es im Handwerk überwiegend männlich und überwiegend weiblich besetzte Berufe. Es scheint, als beeinflussten in diesem Arbeitsbereich immer noch traditionelle Zuschreibungen, nach denen etwa Männer immer stark, Frauen dagegen immer kreativ, aber der Technik abgeneigt sind, die Berufswahl junger Menschen. Aber ein Blick in die Geschichte zeigt, dass sich diese, scheinbar so natürlichen Zuschreibungen wandeln können. So wurde der heute unter jungen Frauen beliebteste Ausbildungsberuf „Friseur“ bis in die 1950er-Jahre überwiegend von Männern ausgeübt. So bietet die Ausstellung auch einen Anlass, über die Zuweisung von bestimmten Fähigkeiten und Eigenschaften an Frauen und Männer kritisch nachzudenken.

Wie sich im Handwerk Ausbildungs- und Berufswege von Frauen entwickelten, stellt die Ausstellung am Beispiel Westfalen-Lippe vor. Sie beleuchtet damit für die Region erstmals die Rolle von Frauen in Handwerksberufen: Seit wann es Frauen überhaupt möglich, eine Lehre zu machen? Welche Handwerksberufe wählten sie? In welchen Handswerksberufen arbeiteten besonders viele Frauen? Wie fanden sie sich in sogenannten Männerhandwerken zurecht? Und wie unterstützten Ehefrauen, Töchter und andere weibliche Verwandte Handwerker bei ihrer Arbeit? Dies sind nur einige Fragen, der die Ausstellung an ausgewählten Beispielen nachgeht.
Grundlage für die Ausstellung war eine wissenschaftliche Tagung zum Thema „Frauen im Handwerk“ im November 2008, auf der aus ganz unterschiedlichen Perspektiven Beiträge zum Thema vorgestellt wurden. Der Tagungsband wird im Juni 2009 vorliegen. Die Ausstellung selbst zeigt ab dem 14. Juni 2009 aussagekräftige Objekte aus Museen und Archiven, so etwa Werkzeuge und Maschinen aus dem Zahntechnikerlabor, das die erste Zahntechnikermeisterin Deutschlands in den 1930er-Jahren in Lemgo eingerichtet hat. Von besonderem Interesse sind aber die vielen Gegenstände, Fotografien und schriftlichen Unterlagen, die mit ganz persönlichen Erinnerungen an einen Handwerksberuf verbunden sind. Im Rahmen des Ausstellungsprojektes hat die wissenschaftliche Volontärin Julia Setter Handwerkerinnen befragt und so viel über deren Lebenswirklichkeit erfahren. Die Frauen absolvierten zwischen 1936 und 1997 ihre Gesellen- oder Meisterprüfung in unterschiedlichen Handwerken, haben also bereits viele Jahre im Handwerk gearbeitet oder sind heute noch tätig. Die Besucherinnen und Besucher können erfahren, welche Bedeutung der Beruf für die Handwerkerinnen hat, welche Schwierigkeiten bewältigt werden mussten oder müssen und welche Erfolgserlebnisse mit der Tätigkeit im Handwerk verbunden sind. Aus den Interviews wurde aber auch deutlich, dass die handwerkliche Ausbildung auch einen Übergang bilden kann, sei es zwischen Berufstätigkeit und Familie oder als Grundlage für ein Studium. Arbeitsproben, Gesellen- und Meisterstücke, Erinnerungen an Prüfungen und Betriebsgründungen, Fotografien von Werkstätten und Arbeitsstücken vermitteln einen anschaulichen Eindruck von Frauen in Handwerksberufen. Die Präsentation lädt dazu ein, sich mit Fragen der Berufswahl auseinander zu setzen, denn auch über die Gründe, die zu ihrer Berufswahl geführt haben, haben die Handwerkerinnen berichtet.

Im Rahmen der Ausstellung präsentiert der Meisterkurs im Fotografenhandwerk, Handwerkskammer Dortmund, unter dem Titel "gleich gut und weiblich“ Fotografien von Handwerkerinnen.

Plakat Kinderarbeit

Kinderarbeit einst und jetzt
Abseits der Fabriken - Kinderarbeit in Westfalen im 19. Jahrhundert

13.04. bis 31.10. 2008

In der Saison 2008 zeigte das LWL-Freilichtmuseum Hagen die Wanderausstellung "Kinderarbeit einst und jetzt", die das Museum Industriekultur Osnabrück in Zusammenarbeit mit terre des hommes Deutschland erarbeitet hat. Die Ausstellung war in zwei Teile gegliedert. Neben einem historischen Überblick über Kinderarbeit in Deutschland ist ein aktueller Teil zu sehen, der sich mit der gegenwärtigen Situation von Kinderarbeitern in den so genannten Entwicklungsländern auseinandersetzt.

Auch in der preußischen Provinz Westfalen war Kinderarbeit vor allem im vorletzten Jahrhundert weit verbreitet und in vielen Branchen an der Tagesordnung. Diese Ausstellung "Abseits der Fabriken - Kinderarbeit in Westfalen im 19. Jahrhundert" widmete sich dabei den bisher in der Forschung eher vernachlässigten Bereichen des Handwerks und der Heimarbeit.

Das Foto zeigt eine Frau des 18. Jhds.

Verlockungen. Die Kultur der Frisur
13.05.2006 bis 31.10.2007
Friseure zählen zu den Handwerksberufen, deren Dienstleistungen im Alltag fast aller Menschen präsent sind. Die Vorläufer der Friseure zählen zu den ältesten Handwerken überhaupt. Seit jeher war das Haar mehr als nur eine Kopfbedeckung: Frisuren und Haargestaltung hatten immer auch eine symbolische Bedeutung. Sie signalisierten den sozialen Status und dienten der Selbstdarstellung ihrer Träger.
Die wichtigsten Werkzeuge der Friseure sind seit der Antike unverändert: Schere und Kamm. Dennoch hat sich der Friseurberuf grundlegend gewandelt. Die Entwicklung reicht von den Barbieren und Badern des Mittelalters bis hin zu den Modestylisten von heute. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Kulturgeschichte der Frisur.

Edel und gut
09.09. bis 31.10.2007
Kabinettausstellung zur Frage: Was ist „gute“ Schmuckgestaltung? Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, auch ist die Vorstellung davon, was „schön“ ist, in jeder Zeitepoche anders. In der westfälischen wie in der internationalen Schmuckgeschichte spiegelt sich der Zeitgeschmack und dessen Wandel in vielfältiger Weise. Daher stellt sich die Frage: Gibt es handwerkliche und gestalterische Gesichtspunkte, durch die die Qualität eines Schmuckstücks beurteilt werden kann? In Kooperation mit den Goldschmiedefachschulen in Essen, Hanau und Pforzheim zeigte die Ausstellung anhand ausgesuchter Exponate, was ein „gutes“ Schmuckstück ausmacht.

Das Foto zeigt eine Abbildung aus der Ausstellung Goldschmiedetechniken.

Diamonds are a girls best friend
17.07. bis 31.10.2005
Ausstellung rund um die (Kultur-)Geschichte, die Mythen, die Merkmale und die Verarbeitung von Edelsteinen wie Diamanten, Smaragden und Rubinen von Achat und Quarz.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Moderne Ausbildung in einem alten Handwerk
26.09. bis 31.10.2004
Kabinettausstellung zur Goldschmiedeausbildung in Geschichte und Gegenwart.

Wie Träume gemacht werden. Die Goldschmiedetechniken
13.06. bis 31.07.2004
Kabinettausstellung zu den Techniken und der Jahrtausende alten Geschichte des Goldschmiedehandwerks, das auch in Westfalen Fuß fasste.