Das Foto zeigt die Flagge des LWL mit dem Motto Wir unternehmen Gutes

Presse

Das Plakat zur Ausstellung

„schneller, besser, billiger!“ - LWL-Freilichtmuseum Hagen
zeigt Ausstellung zu Rationalisierungen in Handwerksberufen

Hagen (lwl). In diesem Sommer zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Hagener Freilichtmuseum in der Sonderausstellung „schneller, besser, billiger“, welche Vorschläge und Bemühungen es in Handwerksberufen gegeben hat, die Arbeit zu rationalisieren. Viele Besucher verbinden mit dem LWL-Freilichtmuseum besonders die traditionelle Handarbeit und denken bei Rationalisierung, also dem Bemühen, durch Organisation, Zeit, Geld, Material oder Arbeitskraft zu sparen, vor allem an Industriebetriebe.

Tatsächlich stammt der Begriff Rationalisierung zunächst aus der industriellen Produktion.
Doch auch in handwerklichen Berufen gab es seit Beginn des 20. Jahrhunderts Bestrebungen, die Arbeit effektiver zu gestalten, um die Konkurrenzfähigkeit der Betriebe zu sichern. Wichtig war dem Ausstellungsteam, zu zeigen, dass es sich bei „Rationalisierung“ nicht in erster Linie um das Bemühen handelt, möglichst viel Handarbeit durch Maschinenfertigung zu ersetzen, auch wenn diese Diskussion im Handwerk oft leidenschaftlich geführt wurde. Vielmehr erfasste der Gedanke, Arbeits- und Betriebsabläufe zweckmäßiger zu gestalten, viele Produktionsbereiche.

Diese Ideen erhielten ihre Impulse vor allem von arbeits- und betriebswissenschaftlichen Studien aus den USA, die heute vor allem mit dem Namen Frederick Winslow Taylor (1856–1915) verbunden werden. Wie konnte der Einsatz von Energie, Material, Zeit und Arbeitskraft optimiert werden, um den Aufwand zu verringern? Wie ließ sich die Leistung erhöhen, um Betriebe wettbewerbsfähig zu machen? So lauteten die Kernfragen. Als Ingenieur und einer der Begründer der Arbeitswissenschaft hatte Taylor diese Fragen für die industrielle Fertigung gestellt, nun wurde sie auch an handwerkliche Betriebe gerichtet. Von dem in diesem Geist 1919 in Karlsruhe gegründeten „Forschungsinstitut für rationelle Betriebsführung im Handwerk“ gingen damals zahlreiche wichtige Anregungen aus.

Das „Forschungsinstitut“ richtete seine Optimierungsbemühungen auf viele Gebiete, von denen in dieser Ausstellung die wichtigsten Ideen vorgestellt werden. Dazu gehören der Wunsch, Auszubildende unter „rationalen“ Gesichtspunkten auszuwählen oder Überlegungen, wie Werkzeuge und Griffe zweckmäßig gestaltet werden. Dazu stellt der Ausstellungsbereich Werkstattgestaltungen, Arbeitsplatzeinrichtungen und
den Einsatz neuer Maschinen als zentrale Aspekte einer rationellen Betriebsführung vor. Der Maschineneinsatz wird beispielhaft u. a. an der Einführung der Linotype-Zeilengießmaschine und an Bäckereimaschinen gezeigt, während für die modernen Antriebstechniken stellvertretend der Elektromotor steht. Auf ihn wurden Anfang des 20. Jahrhunderts große Hoffnungen gesetzt.
Rationalisierung in kleinen Schritten
Ein Ausstellungsraum widmet sich den „kleinen Helfern“, die die handwerkliche Arbeit erleichterten. Einen weiteren Themenblock bilden Buchführung und interne betriebliche Organisation. Allen Aspekten ist gemein, dass zu ihnen besonders in den 1920er- und frühen 1930er-Jahren zahlreiche Publikationen und Handreichungen erschienen.
Mit der Auswahl der Beispiele, Maschinen und Werkzeuge, Bildern und Texten möchte das LWL-Freilichtmuseum die Aufmerksamkeit auf diese unterschiedlichen Felder der Rationalisierung lenken. Zugleich zweist die Ausstellung darauf hin, dass sich „Rationalisierung“ im Handwerk eher in kleinen Dimensionen vollzog: das verbesserte Werkzeug, die Ordnung im Werkzeugkasten und die Einrichtung der Werkstatt, zu denen die Handwerker vor Ort selbst eigene Verbesserungen entwickelten, wie an einigen Beispielen zu sehen sein wird.
Arbeitserleichterung und Sorge vor Entmündigung
Die Hinweise und Anleitungen, aus den Forschungsinstituten und die Veröffentlichungen in Zeitschriften waren Idealbilder. Sie waren durchaus mit bestimmten – nicht immer uneigennützigen – Interessen verbunden, zum Beispiel um einen Absatzmarkt für Elektromotoren zu entwickeln. Die Vorschläge für Rationalisierungen trafen auf die wirtschaftliche Realität sehr unterschiedlichster Handwerksbetriebe. Auch Selbstbewusstsein und Mentalität der einzelnen Handwerker waren entscheidend für die Aufgeschlossenheit gegenüber Veränderungen. So waren die komplizierten wissenschaftlichen Berechnungen im betrieblichen Alltag vielfach nur schwer nachzuvollziehen und gingen an der Zielgruppe und ihren Bedürfnissen oft vorbei. Rationalisierungsansätze traten in Konkurrenz zu Kennerschaft und überlieferten Erfahrungen der Handwerker. „Es ist aufschlussreich zu sehen, welcher Vorschlag in welchem Handwerk auf eine größere Resonanz traf und welche Anregungen weniger bereitwillig aufgenommen wurden. Die Einstellung der von Rationalisierung betroffenen Menschen ist interessant; sie changiert zwischen dem Gefühl der Arbeitserleichterung und der Sorge einer möglichen Entmündigung“, so die Ausstellungsmacherin Dr. Anke Hufschmidt.

Die Ausstellung regt an, über die Mehrdeutigkeit von Rationalisierung nachzudenken. So wie Handwerker, die sich der Frage gegenüber sahen, ob sie viel Geld in eine teure neue Technik investieren oder doch bei den alten, bewährten Verfahren bleiben sollten, können auch die Ausstellungsbesucher an einzelnen Beispielen nachvollziehen, ab wann es sich wirtschaftlich lohnte, von der Hand- auf die Maschinenarbeit umzusteigen. Dazu sind an einigen Stationen in der Ausstellung und im Museumsgelände die Besucher eingeladen, selbst aktiv zu werden. Auch im weitläufigen Mäckingerbachtal finden sich Spuren der Rationalisierung in den Museumswerkstätten.
Die Ausstellung wird großzügig von der LWL-Kulturstiftung gefördert und von einem vielfältigen Begleitprogramm umrahmt.

Waschsschale von Isa Skolny

„Handwerk – Kunst – Design“
Kunsthandwerkerausstellung im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Hagen (lwl). Ausgewählte Objekte und Produkte aus den verschiedenen Handwerksbereichen und Materialien stehen im Mittelpunkt der Kunsthandwerker-Ausstellung „Handwerk – Kunst – Design“, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Freilichtmuseum Hagen präsentiert. Am 19. und 20. Mai zeigen knapp 30 Kunsthandwerker ihre Produkte und bieten sie zum Kauf an.

Das Kunsthandwerk zählt zu den wenigen Arbeitsbereichen, in denen die Herstellung eines Produktes von der ersten Idee über die Wahl des Materials bis hin zur Ausführung in einer Hand liegt. Das LWL-Freilichtmuseum Hagen zeigt bei dieser Ausstellung die Trends und das Können der zeitgenössischen Kunsthandwerker. Sie fertigen heute noch sowohl künstlerische „freie“ Objekte wie auch Artikel des alltäglichen Lebens als Einzelstücke oder in ganz kleinen Serien von Hand. Das LWL-Freilichtmuseum als Landesmuseum für Handwerk und Technik möchte mit dieser Ausstellung eine Brücke von den historischen zu den heutigen Handwerkskünsten schlagen.

In der Verkaufsausstellung „Handwerk - Kunst – Design“ zeigen Kunsthandwerker Objekte aus Materialen wie Glas, Keramik, Leder, Holz und Textilien, die sie auf sehr unterschiedliche Art be- und verarbeitet haben. In den Fachwerkhäusern und draußen an den Ständen gibt es vieles zu sehen, unter anderem Textil- und Leder- arbeiten, Schmuck, Holz- und Steinskulpturen und Keramik sowie ungewöhnliche Papierarbeiten und Kalligraphie. Die Besucher können sich die Machart und Techniken erklären lassen.

Die Kunsthandwerker stellen ihre Arbeiten im oberen Bereich des Hagener LWL-Freilichtmuseums überwiegend in den historischen Gebäuden aus und bieten sie zum Verkauf an.

Am Sonntag, 20. Mai findet zusätzlich rund um die Druckerei der Papiertag statt. Eine Veranstaltung, die großzügig vom Papierhersteller Stora Enso Kabel unterstützt wird. Beim Papiertag dreht sich alles um das allgegenwärtige Material Papier. Es wird z.B. auf einer historischen Versuchspapiermaschine von Auszubildenden von

Stora Enso Kabel hergestellt oder in verschiedenen Workshops geschöpft, gefärbt, gefaltet; wer möchte, kann es auch bearbeiten, bedrucken, sichtbar und sogar
unsichtbar beschreiben. Außerdem möchte Stora Enso Kabel während des Papiertags für seinen Wettbewerb „Beste Schülerzeitung“ werben, der 2012 zum neunten Mal stattfindet und erstmalig über die Grenzen von Hagen hinausgehen soll.

Die Sozialpartner von Stora Enso Kabel präsentieren ihre Initiativen an verschiedenen Infoständen auf dem Hof der Druckerei.

„Daltons Orckestrar“

Lange Nacht 2012 im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Hagen (lwl). Am Freitag, 11. Mai erleben die Besucher von 18 bis 24 Uhr das Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in der Dämmerung und bei Live-Musik, Werkstatt-Aktionen, Führungen und kulinarischen Genüssen.

Für die „Lange Nacht“ haben die Organisatoren im LWL-Freilichtmuseum Hagen ein außergewöhnliches Programm auf die Beine gestellt. Es sind nicht nur einige Werkstätten in Aktion, wie man es vom Besuch im Freilichtmuseum erwartet, sondern jede Menge Extras sind angesagt.

Das musikalische Programm startet um 19 Uhr mit dem „Daltons Orckestrar“, die sich mit bester Musik-Comedy präsentieren. Anschließend geht es um 21 Uhr mit Irish-Folk vom Feinsten mit “Fragile-Matt“.
Die Auftritte finden auf der großen Bühne neben der Gelbgießerei im unteren Museumsbereich von 19 bis 23 Uhr statt.

Von 18 Uhr bis zum Ende um 24 Uhr sind auch verschiedene Werkstätten sind in Betrieb und beleben den Abend stimmungsvoll mit Klang und Feuer:
Messingstampfe
Kleineisenschmiede
Hammer Ante

Im Kleinschmiedebereich finden während des gesamten Abends Mitmachaktionen für die jüngeren und älteren Besucher statt:
Papierschöpfen
Drucken mit Modeln
Seile schlagen

Zwischen 19 und 23 Uhr lernen die Besucher das neu eröffnete Schmiedemuseum bei verschiedenen Führungen mit der stellvertretenden Museumsleiterin kennen.

Und dazu ist den ganzen Abend lang für Speis und Trank gesorgt. Der Kiosk an der Gelbgießerei ist geöffnet, dazu ein großer Schwenkgrill sowie das neue Restaurant, die Museumsterrassen, laden zur Einkehr ein.
Mehr Info unter:
www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de, www.daltonsorckestrar.de, www.fragile-matt.de

 

Anreise:
Sie parken kostenlos am LWL-Freilichtmuseum Hagen. Nachdem Sie das Museum mit seinem aufwändigen Sonderprogramm einen Besuche abgestattet haben, nutzen Sie ganz gemütlich den Busservice zu den anderen Veranstaltungsorten der Langen Nacht in. Denn viele Museen und Galerien in Hagen sind mit Shuttlebussen von 18 bis 24 Uhr zu erreichen. Auf der Internetseite zur „Langen Nacht der Hagener Museen“ finden Sie alle weiteren Informationen: www.hagener-museumsnacht.de

treckertreffen am 1. Mai

Bulldog und Co. treffen sich am 1. Mai im
LWL-Freilichtmuseum Hagen

Hagen (lwl). Am Maifeiertag, Dienstag, 1. Mai, treffen sich im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) über 150 historische Ackerschlepper, umgangssprachlich Bulldogs, Trecker oder Traktoren genannt.

Im gesamten LWL-Freilichtmuseum tuckern die alten Traktoren der verschiedenen Hersteller. „Die Freunde alter Schlepper kommen voll auf ihre Kosten. Es werden bekannte Namen wie H. Lanz, Hanomag, Porsche, MAN, Deutz und Unimog vertreten sein, aber auch unbekanntere Marken wie Allgaier oder Bautz stellen sich vor“, verspricht Klaus-Dieter Knöppel vom LWL-Freilichtmuseum. Schon ab dem Vormittag bieten sich den Treckerfreunden und Fotografen schöne Motive, wenn die alten Schätzchen der Reihe nach gemächlich aber geräuschvoll ins Museum rollen.

Sehr bekannt unter den Trecker-Oldtimern ist die Marke H. Lanz. Die Firma Heinrich Lanz Aktiengesellschaft mit ihrem Stammsitz in Mannheim beschäftigte sich seit den 1880er Jahren mit Landmaschinentechnik. Sie entwickelte eine motorgetriebene Maschine, die die Lokomobile ablöste, die damals die Dreschwerke in der Landwirtschaft betrieben.1921 kam H. Lanz als erstes Unternehmen der Welt mit einem Rohölschlepper auf den Markt, dem legendären „Lanz-Bulldog“. Den kuriosen Namen bekam er durch die Ähnlichkeit mit dem Gesicht eine Bulldogge. Die ersten Lanz-Bulldogs hatten acht oder zwölf PS, später, es wurden 25.000 Stück bis in die 1950er Jahre gebaut, stockte man die Motoren bis 55 PS auf.

„Diese genial einfach gebauten Maschinen, basierend auf einem Ein-Zylinder-Prinzip mit einem Glühkopfmotor, waren ideal für die Landwirtschaft. Sie waren so konstruiert, dass sie selbst in einer einfachen Dorfschmiede oder vom Bauern selbst mit Hammer und Meißel repariert werden konnten. Ein weiterer Vorteil des Bulldogs lag darin, dass er zuverlässiger als die empfindlichen benzingetriebenen
Ackerschlepper war mit ihrem explosionsgefährdetem Treibstoff. Denn Dieselantrieb
gab es noch nicht, und der Bulldog fuhr mit billigem Rohöl“, erklärt Klaus-Rudolf Rose, Geschäftsführer der H. Lanz-Freunde Ruhrgebiet e.V. .


Die neue Gastronomie
Mit dem Saisonstart öffnen im LWL-Freilichtmuseum Hagen auch die neuen „Museumsterassen“. Foto: LWL

Neue Gastronomie in der Mitte des Museums

LWL-Freilichtmuseum Hagen eröffnet zum Saisonstart die „Museumsterrassen“

Hagen (lwl). Mit einem Höhepunkt startet das Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 1. April, in die Saison: Die „Museumsterrassen“, das neue Museumsrestaurant im umgestalteten Schmiedebereich, werden eröffnet. Das moderne und helle Restaurant mit einer Sonnenterrasse über dem Mäckingerbach lädt mitten im Museumsgelände zum Verweilen ein.

„Von heute an befindet sich das Restaurant dort, wo sich auch die Besucher um die Mittagszeit aufhalten: In der Mitte des Museums, in der Nähe des Deutschen Schmiedemuseums“, so LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. Endlich sei der Tag gekommen, auf den viele gewartet hätten: Der LWL habe sich die „Museumsterrassen“ 3,4 Millionen Euro kosten lassen. „Es war eine schwere Geburt – und selten war diese Feststellung so wahr wie beim Bau unseres neuen Museumsrestaurants“, so Kirsch weiter. Der Beschluss zum Bau stammt bereits von Ende 2007, das Bauende war für ursprünglich für Ende 2010 geplant.

Die neuen „Museumsterassen“

Die Erkenntnis, dass die bisherige Gaststätte „Haus Letmathe“ durch einen Neubau ersetzt werden musste, hatte sich zu Beginn des neuen Jahrtausends durchgesetzt. „Haus Letmathe entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemäße Gastronomie: Die Kücheneinrichtung ist überholt, und vor allem liegt das Gebäude an der falschen Stelle“, so Museumsleiter Dr. Uwe Beckmann.

Das Gebäude:
Anfang 2007 wurde ein Entwurf ausgewählt, den das Architekturbüro „Matern und Wäschle“ aus Paderborn verwirklichte. „Ganz bewusst entschied sich der LWL gegen einen fachwerkähnlichen Neubau, dem man gerade in der engen Verbindung zum Schmiede-museum angesehen hätte, dass er sich an die im Freilichtmuseum dominierende Architektur und das Schmiedemuseum angebiedert hätte“, so Kirsch. Der Entwurf von „Matern und Wäschle“ greift in Material und Gestaltung die Architektur des Schmiedemuseums auf: Der Sockel der Museumsterrassen besteht wie der des Schmiedemuseums aus heimischer Grauwacke. In der Fensterfront mit ihren vertikalen Elementen spiegelt sich das Fachwerk des Schmiedemuseums wider und die Außenverkleidung der Museumsterrassen zitiert mit ihren Kupferplatten die Struktur der Schieferverkleidung des Daches des Schmiedemuseums. Kupfer wurde ausgewählt, da dieses Material im Freilichtmuseum im Kupferhammer und in der Kupferschmiede verarbeitet wird.

„Der längsgestreckte Bau dominiert das Schmiedemuseum nicht. Der Neubau ordnet sich vielmehr hinter das historische Fachwerk ein und betont mit seiner Linienführung die nach oben strebenden Linien des Schmiedemuseums. Damit stellt er das Fachwerkgebäude eindeutig in den Vordergrund und betont dessen Solitärcharakter“, so Kirsch.

Zahlen:
Der Restaurantneubau weist eine Brutto-Grundfläche von 1136 Quadratmeter auf. Das Kupferdach umfasst rund 510 Quadratmeter, die Kupferfassade 460 Quadratmeter. Das für die gesamte Zentralgastronomie zur Verfügung stehende Budget von 3,4 Millionen Euro wird trotz der Verzögerungen voraussichtlich eingehalten.

Konzept:
Das neue Restaurant und sein Standort reagieren nicht nur besser auf die Besucherströme und die Besucherinteressen, als dies bislang möglich war. Sie bieten noch weitere Vorteile. Die ehemalige Museumsgaststätte „Haus Letmathe“ liegt am oberen Ende des Museums. Sie war abends oder außerhalb der Museumssaison nur bedingt zu erreichen, so dass zusätzliche Veranstaltungen nur schwer zu realisieren waren. Auch das hat sich mit den „Museumsterrassen“ geändert. Neben dem großzügig verglasten Hauptgastraum und der Außengastronomie bieten neue Ambienteräume im „Schmiedemuseum“ sowie der Schmiedekeller Alternativen für Veranstaltungen. „Ob bei Treffen von Vereinen oder Unternehmen, Konferenzen, Geburtstagen, für viele Feiern ist ein passendes Ambiente gegeben“, freut sich Beckmann.

Dabei sollen die inhaltlichen Aspekte des Museums bei Abendveranstaltungen nicht zu kurz kommen. Das Museum hat Angebote entwickelt, bei denen auch abends eine Ausstellungsbesichtigung im Deutschen Schmiedemuseum sowie der nahe gelegenen Kleinschmieden möglich ist. Ebenso sind Vorführungen oder auch Workshops für alle Altersklassen in einer Werkstatt möglich.

Ergänzt wird das gesamte gastronomische Angebot der „Museumsterrassen“ durch die „Braustube“ und das Café im oberen Museumsbereich, beide wurden in den letzten Jahren überarbeitet bzw. eingerichtet. Sie halten typische Speisen und Getränke für den Nachmittag und den frühen Abend bereit, die im „schönsten Biergarten Hagens“, wie Beckmann betonte, auf dem oberen Platz des LWL-Freilichtmuseums Hagen serviert werden.

Platzgestaltung:
Gleichzeitig mit dem Neubau der „Museumsterrassen“ wurde die Fläche im Kleinschmiedebereich neu gestaltet. Vier der kleinen Schmieden in diesem Bereich wurden etwas weiter entlang des Fußweges zwischen den Gebäuden „Hammer Ante“ und „Sensenhammer“ platziert und gleichzeitig renoviert. Durch die Umsetzung der Fachwerkhäuschen ist der Bereich rund um das Schmiedemuseum großzügiger angelegt. Das Museum plant, auf diesem neu gewonnenen Platz in Zukunft mehr Aktionen zu veranstalten. Der umgestaltete Schmiedebereich und die „Museumsterrassen“ sind jetzt durch den Umbau über einen neuen barrierefreien Weg erreichbar.

Die Eintrittspreise bleiben stabil, sie betragen für Erwachsene 7 Euro, für Kinder von 6 bis 18 Jahren 2 Euro (unter 6 Jahren ist der Eintritt frei) und für Familien 15 Euro.

Werbemarke
Unter dem Titel „Schneller, besser, billiger!“ beschäftigt sich die Sonderausstellung mit der Rationalisierung in Handwerksberufen. Foto: LWL

Ausstellungen

„Schneller, besser, billiger! Handwerksberufe und Rationalisierung“ heißt die Sonderausstellung, die das LWL-Freilichtmuseum ab dem 20. Mai 2012 zeigt. „Sind Handwerk und Rationalisierung nicht ein Widerspruch?“, mögen manche Besucher denken, wenn sie die vielen Handgriffe in den Vorführbetrieben des Museums sehen. Tatsächlich stammt der Begriff Rationalisierung aus der Industrie. Doch auch im handwerklichen Bereich gab es Bestrebungen, sich die Arbeit zu erleichtern. Das konnte bedeuten, Handarbeit durch Maschinen zu ersetzen, elektrischen Antrieb zu nutzen oder ganz einfach die Buchführung zu verändern. Die Ausstellung zeigt verschiedene Aspekte der Rationalisierung, Ursachen und Folgen und nicht zuletzt persönliche Erfahrungen von Handwerkern.

„Übung macht die Meisterin, 7 Goldschmiedinnen – 7 Wege“ lautet der Titel einer weiteren Ausstellung. Die Kabinettausstellung ist im Goldschmiedegebäude vom 15. Juli bis zum 31. Oktober zu sehen. Im Mittelpunkt stehen sieben Meisterstücke, die in diesem Jahr entstanden sind.

Handwer-Kunst-Design

Jahresprogramm

An vielen Wochenenden bietet das LWL-Freilichtmuseum ein Zusatzprogramm.

Dazu gehören nach Ostern die textilen Kreativtage umGARNen, im Mai das große Treckertreffen, und die Nacht des 11. Mais ist auch im LWL-Freilichtmuseum die Lange Nacht der Hagener Museen. Die Nachtschwärmer erleben ein buntes Programm aus Aktionen in verschiedenen Werkstätten, Musik Comedy mit „Daltons Orckestrar“ und „Fragile Matt“ fiedelt Irish Folk.
Die Kunsthandwerkerausstellung Handwerk – Kunst – Design (19. und 20.5.) hat sich seit einigen Jahren als Podium für anspruchsvolle professionelle Gestaltung etabliert. Zum Mai-Abschluss steht das Pfingstwochenende ganz im Zeichen der historischen Automobile. Pfingstsamstag, 26.5., pausiert der Tross der HAC-Oldtimerrallye zur Mittagszeit im LWL-Freilichtmuseum. Am Pfingstsonntag und -montag präsentieren die Liebhaber ihre Oldtimer im LWL-Museum.

Im Juni gibt es erstmals ein spezielles Wochenende für Gartenfreunde. Am 16. und 17. Juni geht es Querbeet, bei den bodenständigen Gartentagen im LWL-Freilichtmuseum Hagen. Der 24. Juni widmet sich thematisch Kolping und Handwerk. Mitten im Hochsommer (15. bis 17.7.) ist das LWL-Freilichtmuseum auch abends geöffnet beim dreitägigen Weinfest. Während der Sommerferien, wie auch in den anderen Ferien stehen jede Woche Workshops auf dem Ferienprogramm. Mitten in den Ferien, am 29. Juli stehen alle Kinder beim bunten Kinderfest im Mittelpunkt. Der Förderkreis des Museums unterstützt das Fest wie in jedem Jahr.

Am 12. August versammeln sich nach mehrjähriger Pause die Freunde der Fortbewegung mit ein oder zwei PS beim Kutschentag. Eine der letzten Großveranstaltungen gegen Ende der Saison ist das Herbstfest (29. und 30. September). Buntes herbstliches Markttreiben mit west¬fälischen Produkten, Kunsthandwerkern, Kürbisschnitzen und weitere Mitmachaktionen prägen das Fest. In den Herbstferien stehen in der Märchenwoche Geschichten und Sagen von Handwerkern auf dem Fe¬rien¬programm. Und der endgültige Abschluss der Saison ist der Romantische Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende (30.11. bis 2.12.).

Barrierefreiheit
Im „Konzept Barrierefreiheit“ des Hagener LWL-Freilichtmuseums sind nach und nach zahlreiche weitere bauliche Verbesserungen geplant. Für Menschen mit Gehbehinderung wurden beispielsweise an einigen der historischen Häuser die Eingänge aufgepflastert, an anderen Stellen befinden sich mobile Rampen statt der bisherigen Stufen.

Für Kinder:
Auch für sie hat das LWL-Freilichtmuseum sein Angebot erweitert: Im unteren Bereich des Museums, ist der Spielplatz um einen Sandspielplatz erweitert worden. Jetzt heißt es nicht mehr nur Klettern und Turnen, sondern auch für die kleineren Sandspielfans gibt es ein neues Angebot. Zusammen mit dem Experimentierfeld Wasser bietet das Hagener LWL-Freilichtmuseum jetzt Spielmöglichkeiten für alle Altersgruppen.




Das Bild zeigt das Logo des Förderkreises
Der neue Internetauftritt entstand mit freundlicher Unterstützung des Förderkreises Westfälisches Freilichtmuseum Hagen e. V.