Das LWL-Freilichtmuseum Hagen bringt ein Stück Handwerksgeschichte in die Gegenwart - zum Anfassen!
Denn auf dem ca. 42 ha grossen Gelände werden die Werkstätten und das Werkzeug des städtischen und ländlichen Handwerks nicht einfach nur "ausgestellt". In mehr als zwanzig der nahezu sechzig wiederaufgebauten oder rekonstruierten Werkstätten wird produziert. Die interessierten Besucher können den Fertigungsprozess beobachten, die Museumsvorführer befragen und zum Teil sogar selbst bei der Produktion mitanfassen.
Presse
Colours - das Hagener LWL-Freilichtmuseum in einem neuen Licht erleben!
Hagen (lwl). Kurz vor dem Saisonstart wird das Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vom 19. bis 28. März jeden Abend durch die Lichtgestalter des msk-teams künstlerisch beleuchtet und be-ton-t. Die Beleuchtungsspezialisten von „Colours“ haben die historischen Werkstattsituationen mit den darin erzeugten Geräuschen, musikalischen Vertonungen und mit Lichtinszenierungen umgesetzt.
Der Museumsbereich rund um die Papiermühle ist für zehn Tage abends in Licht getaucht, aber nicht eine starre Ausleuchtung, sondern sich verändernde Lichtwelten bestimmen das Ambiente. „Farbnuancen, Düfte und akustische Impressionen aus natürlichen Geräuschen kombiniert mit Elementen klassischer Musik stehen im Vordergrund und entführen die Besucher in die Weite ihrer eigenen Fantasien“, so beschreibt der Lichtgestalter Kai Krüger sein Konzept. Während eines Abend-spazierganges können die Besucher aus den unterschiedlichsten Perspektiven immer neue Ansichten der angeleuchteten Häuser, Bäume sowie die spielerisch bewegten Laser-Inszenierungen in den freien Zwischenräumen erleben.
Die unglaublich aufwändige Beleuchtungsaktion im Freilichtmuseum findet zum zweiten Mal statt. Es werden jede Menge Laser, Lampen und Strahler mit einer Lichtleistung von insgesamt 100.000 Watt installiert. Etliche Laserstrahlen werden in den Himmel geschickt. Für die musikalische Untermalung haben die Organisatoren, das msk-team, den jungen Musiker, mehrfacher Gewinner des Preises „Jugend komponiert“, Sascha Mücke aus Hagen begeistern können. Er komponierte speziell für diese Veranstaltung sensible Musikstücke, die die Besucher stimmungsvoll durch den illuminierten Museumsbereich begleiten.
Lassen Sie sich von der ungewöhnlichen Atmosphäre bezaubern und genießen Sie eine kleine Pause bei einem leckeren, auch heißen Getränk oder einem Imbiss.
Für einen bequemen Aufenthalt ist gesorgt, denn von den Besucherparkplätzen des Museums pendelt ein kostenloser Busshuttle von 19 bis 23 Uhr in das Museum, bis zum Ort des Geschehens.
Der Eintritt für Erwachsene beträgt 5 € und für Kinder bis 12 Jahre 3 €. Karten sind auch Vorverkauf erhältlich unter: www.mskgmbh.de
Mehr Informationen zur Musik und zur Installation bei: www.mskgmbh.de
Romantischer Weihnachtsmarkt im LWL-Freilichtmuseum Hagen: Nur Live-Musik und Handwerksprodukte
Hagen (lwl). Am ersten Adventswochenende (27. bis 29.11.) öffnet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) noch einmal die Tore seines Hagener Freilichtmuseums für den romantischen Weihnachtsmarkt. Mit seiner besonders nostalgischen Atmosphäre zwischen den illuminierten historischen Fachwerkhäusern und den kleinen geschmückten Weihnachtsmarkthütten der Aussteller ist er jedes Jahr wieder ein besonderer Besuchermagnet für die weitere Region.
Das Angebot ist groß: über 70 Aussteller zeigen handwerkliche und kunsthandwerkliche Produkte aus Textilien, Holz, Glas und Metall. Zu sehen und zu kaufen gibt es weihnachtliche Dekorationen, süße Weihnachtspatisserien, kreativen Schmuck, liebevoll gearbeitetes Holzspielzeug für kleine und nicht ganz so kleine Spielkinder, handgezogene Bienenwachskerzen sowie verschiedene Krippen und Christbaumschmuck. „Alle Stücke sind einzeln in kunsthandwerklichen Techniken gefertigt und keinesfalls aus Massenproduktionen. Einige der Handwerker führen sogar vor, wie sie die Produkte herstellen und bearbeiten“, so Museumsleiter Dr. Uwe Beckmann.
Die Organisatoren des Weihnachtsmarktes im Hagener Freilichtmuseum legen größten Wert darauf, das Ambiente sehr besinnlich und liebevoll zu gestalten. Deshalb gibt es auch keine Musik aus der Konserve, sondern nur stimmungsvolle Live-Musik verschiedener Orchester und Chöre.
An allen drei Tagen besucht zwischen 17 und 19 Uhr Sankt Nikolaus im feierlichen Bischofsornat das Freilichtmuseum und hat eine süße Überraschung für die kleinen Besucher im Sack. Außerdem verspricht das Beiprogramm stimmungsvolle Momente, wenn der Märchenerzähler für Kinder vorträgt und dazu alte und neue Lieder singt. Die aktiven Kinder können auf Dülmener Ponys reiten. Der Hagener Kinderschutzbund bietet einen Babysitterservice mit Angeboten für die kleinsten Besucher an.
Im Museumsgelände fährt ein Pendelbus und eine Bimmelbahn die Besucher bequem bis in den oberen Bereich
Unser Tipp: Mit dem VRR-Kombiticket (zum selber ausdrucken, auch auf der Internetseite des Museums) preiswert und ganz bequem für 3,50 Euro auf den Romantischen Weihnachtsmarkt inklusive Bus und Bahn.
Zusätzlich per Bus anreisen können Sie an allen drei Tagen (27., 28. + 29.11.) auch vom Schwelmer Bahnhof über Ennepetal, Voerde und Oberbauer auf einer Sonderlinie direkt zum Freilichtmuseum. Mehr unter www.ver-kehr.de.
Ebenso können Sie am Samstag und Sonntag (28.+ 29.11.) von Iserlohn aus über Letmathe, Hohenlimburg bis direkt zum Freilichtmuseum fahren. Mehr Infos unter www.mvg-online.de.
Die Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes:
Freitag, 27. Nov.: 14 - 21 Uhr
Samstag, 28. + Sonntag, 29. Nov.: 11 - 21 Uhr
Fotos + weitere Infos unter : 02331-7807-0 oder www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de
Was soll unsere Tochter werden?
Von Ratgebern und „Himmelsbotschaften“: Wie Frauen in Männerberufe kamen
Hagen (lwl). Ob sich die Bilder gleichen? Genau wie heute standen in den 1950er und 1960er Jahren viele junge Frauen vor der Entscheidung, welchen Beruf sie nach der Schule
erlernen sollten. Auch Eltern zerbrachen sich den Kopf: Was soll unsere Tochter werden? Am Samstag, 24. Oktober, 15 Uhr, wird die wissenschaftliche
Volontärin Julia Setter im Hagener Freilichtmuseum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) diesen Fragen nachgehen.
Im Handwerk waren Frauen damals vor allem als
Damenschneiderinnen, Frisörinnen und Putzmacherinnen tätig. „Die
Berufsmöglichkeiten für die weiblichen Schulentlassenen sind sehr
begrenzt und einförmig“, heißt es noch 1956 im Berufsratgeber "Frauenberufe
des Handwerks".
Doch zu jener Zeit eröffneten sich den Frauen allmählich weitere
Handwerksberufe als Tätigkeitsfeld. Nicht zuletzt deshalb, weil Männer überwiegend
zu den besser bezahlten Industriearbeitsplätzen wechselten und es deshalb im Handwerk an männlichem Nachwuchs mangelte. Mittels umfangreicher Ratgeberliteratur wurden den Eltern und jungen Frauen auch Berufe
vorgestellt, die bis dahin meistens von Männern ausgeübt wurden,
wie zum Beispiel im Tischler- oder Bäckerhandwerk.
Gerne erzählten die Bücher kleine Geschichten aus der Perspektive junger Mädchen, um diese für verschiedene Berufe zu interessieren:
„Warum bin ich kein Junge? Es hätte kein Überlegen für die Berufswahl
gegeben. [...] So hörte ich wie eine Himmelsbotschaft von der
Berufsberaterin, dass nunmehr auch Mädchen als Bäckerinnen ausgebildet
werden können, nachdem sich weibliche Lehrlinge und Gesellen in
verschiedenen anderen männlichen Berufen gut bewährt haben.“
Julia Setter geht der Frage nach, welche geschlechtsspezifischen
Rollenzuschreibungen der damaligen Ratgeberliteratur zugrunde lagen und welche Berufsmöglichkeiten sich für Frauen seit den 1950er
Jahren daraus entwickelt haben. Diese vierzig bis fünfzig Jahre alten
Ratgeber geben jedoch nicht nur Aufschluss darüber, welche Berufe junge
Frauen ergreifen konnten, sondern sie vermitteln auch heute noch
einen Eindruck davon, wie Frauen in so genannten Männerberufen
wahrgenommen wurden und welche Probleme sich für sie ergaben.
Der Vortrag beginnt um 15 Uhr im Bürgermeisteramt „Marie Boele“ auf
dem oberen Platz im LWL-Freilichtmuseum Hagen.
Im Anschluss findet eine Führung durch die Ausstellung „Karriere mit Lehre – Frauen im Handwerk in Westfalen-Lippe“ statt.
Außer dem üblichen Museumseintritt entstehen keine weiteren Kosten.
Pressekontakt: Uta Wenning-Kuschel, Tel.: 02331 7807-113
Astronomie im Freilichtmuseum
Hagen (lwl). Am späten Samstagnachmittag des 17. Oktobers sind die Astronomen der Volkssternwarte Hagen zu Gast im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).
Das Jahr 2009 steht ganz im Zeichen der Astronomie, es wurde von der UNESCO als internationales "Jahr der Astronomie" ausgerufen. Aber nicht nur weltweit ist die Himmelskunde in aller Munde, auch das Planetenmodell Hagen feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Grund genug für die Volkssternwarte Hagen, auch außerhalb ihrer Wirkungsstätte am Eugen-Richter-Turm aktiv zu werden und interessierten Menschen die Faszination der Astronomie näher zu bringen.
Daher sind die Astronomen am Samstag, 17. Oktober, ab 17 Uhr im Hof der Druckerei und in der Pappemühle des Hagener LWL-Freilichtmuseums mit ihren Teleskopen und Messinstrumenten anzutreffen. An einem kleinen Infostand bieten sie einen Überblick über die Aktivitäten rund um das Sternegucken. Weiterhin haben sie einen leicht verständlichen Vortrag zum Thema "Sonnensystem" vorbereitet, der auch sehr gut für Kinder geeignet ist. Für den Vortrag ist die Pappemühle vorbereitet.
Alle interessierten Besucher sind herzlich eingeladen, die Astronomen bei einem Flug durch das Planetenmodell zu begleiten und dabei die Himmelskörper näher kennen zu lernen.
Nach dem Vortrag und bei einsetzender Dunkelheit wird dann der Sternenhimmel live durch die mobilen Teleskope beobachtet - gutes Wetter und klarer Himmel natürlich vorausgesetzt. Um diese Jahreszeit ist ein guter Blick auf den großen Planeten Jupiter und die herbstlichen Sternbilder möglich. Mit den großen Teleskopen sind sogar
weit entfernte Galaxien und Gasnebel zu bestaunen.
Sollte der Himmel bedeckt sein, lohnt sich ein Besuch ebenfalls, denn dann holen die Fachleute den Sternenhimmel auf die Leinwand und präsentieren den Weltraum mit einem speziellen Planetariumsprogramm in interaktiver Form.
Die Besucher werden gebeten, sich Taschenlampen für den Rückweg durch die Dunkelheit mit zu nehmen.
Pressekontakt: Uta Wenning-Kuschel, Tel.: 02331 7807-113
„… dreizehn an der Zahl ...“
Hagen (lwl). „Es waren ihrer dreizehn an der Zahl...“, so lautet das Motto der dreizehnten Märchenwoche im LWL-Freilichtmuseum Hagen von Dienstag, 13. bis Samstag, 17.Oktober, in den Herbstferien.
Neben den Märchen der Brüder Grimm erzählt Roland Wagner auch Märchen aus aller Welt. Die Märchenwoche ist ideal für Kinder von 6 bis 12 Jahren sowie für Schulklassen.
Diese magische 13. Märchenwoche bietet täglich von 11 bis 17 Uhr viele Überraschungen, spannende Suchspiele und Museumserkundungen. Auch Tanzen und Theaterspielen gehören dazu. Alle Kinder, die gerne in einem Theaterstück ihr Talent testen möchten, können an den Proben teilnehmen und eine märchenhafte Rolle übernehmen.
Zusammen mit dem LWL-Freilichtmuseum entwickelten die Märchenerzähler Susanne und Roland Wagner aus Witten ein vielseitiges Programmangebot für alt und jung. Dazu gehen die Märchenfans auf eine spannende Museumsrallye in die vergangen Welten der alten Handwerke und Werkstätten im Freilichtmuseum, in denen viel zu entdecken ist.
Den Abschluss der Märchenferienwoche am Samstag, 17. Oktober, macht das Theaterstück, das die Kinder während der Märchenwoche geprobt haben. Hierzu sind die Eltern sowie alle Besucher des Museums herzlich eingeladen. Treffpunkt ist wie an allen Tagen um 11 Uhr im Hof hinter dem „Gasthof Post“ im oberen Bereich des Museums.
Gruppen sollten sich bitte vorher anmelden unter Tel.: 02331 7807-0. Bei Fragen zur Märchenwoche ist Dr. Hubert Köhler der richtige Ansprechpartner, Tel.: 02331 7807 -169.
Die Teilnehmer zahlen nur den üblichen Museumseintritt und einem geringen Kostenbeitrag für Bastelmaterialien bei der Märchenwoche.
Pressekontakt: Uta Wenning-Kuschel, Tel: 02331 7807-113
Korbflechten für Anfänger im Hagener LWL-Freilichtmuseum
Hagen (lwl). Der Korbflechter Edmund Gehrlein aus Westheim in der Pfalz verlegt am Wochenende 10. und 11. Oktober seine Korbflechterei ins Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).
Für alle, die das Korbflechten erlernen möchten, gute Qualität erkennen wollen und anschließend mit einem schönen selbst geflochtenen Korb nach Hause gehen möchten, bietet der Korbflechter am 10.Oktober einen eintägigen Korbflechterkurs für Anfänger an.
Edmund Gehrlein, dessen Familie seit Generationen Korbflechter waren, benutzt ausschließlich heimische Weiden, die er aus seinen eigenen Beständen in der Pfalz mitbringt, selber schneidet, vorbereitet und auch für seinen Workshop verwendet.
Für alle, die einen erstklassigen, langlebigen Korb besitzen wollen ohne den Kurs mitzumachen, hat der Korbflechter auch schöne fertige Körbe und andere Korbwaren dabei.
Für die Kursteilnahme bitte direkt telefonisch im LWL-Freilichtmuseum Hagen anmelden (auch kurzfristig). Die Kosten für den Tageskurs, in dem das gesamte Material für einen Korb enthalten ist betragen 58 Euro.
Für die Voranmeldung und weitere Informationen bitte anrufen unter Tel.: 02331 7807–0 .
Pressekontakt: Uta Wenning-Kuschel, Tel.: 02331 - 7807113
Herbstfest
Hagen (lwl). Mit einem Bauernmarkt, Handwerksvorführungen und vielen Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene feiert das Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag 4. Oktober das große Herbstfest.
Auf dem oberen Platz im Hagener LWL-Freilichtmuseum singt Lela Hakemi sanfte aber auch bissig-freche Chansons in der Zeit von 14 bis 16 Uhr, die Gastronomie bietet ein Barbecue an sowie herbstliche Spezialitäten wie Grillschinken und Kürbiscremesuppe. Auf dem oberen Platz stellen sich einige Kunsthandwerke vor und bieten tolle Geschenkideen aus Keramik, Silber, Korb und Filz an. Dazu führen Handwerker ihre Arbeiten vor, die sonst nicht im Freilichtmuseum zu sehen sind, wie Kettensägenschnitzen oder Seifensieden. Schafe, Alpakas und Eselchen sind auch zu Gast.
Einen kleinen herbstlichen Bauernmarkt mit Kräuterkränzen, Obst und Gemüse aus der Region, Marmeladen, Käsespezialitäten und natürlich vielen bunten Kürbissorten finden die Besucher auf dem Platz hinter der historischen Druckerei Haus Vorster.
Die jüngeren Besucher können selber aktiv und kreativ werden beim Kürbisfratzenschnitzen, Ponyreiten, Korbflechten oder beim Basteln von Stoffkürbissen. Und für die bequemen kleinen und großen Besucher fährt eine Bimmelbahn von der Gelbgießerei bis zum oberen Museumsbereich.
Eintrittspreise
Erwachsene: 5,00 Euro
Kinder/Jugendliche 2,00 Euro
Familientageskarte: 11,00 Euro
Fotos + Pressekontakt: Uta Wenning-Kuschel, Tel.: 02331 - 7807113
Tag der Deutschen Einheit:
3. Oktober, Trabbi Treffen
Hagen (lwl). Am Tag der deutschen Einheit treffen sich etwa 100 Trabbis und Wartburgs, einige sogar mit Anhänger im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe(LWL). Die nostalgischen Fahrzeuge präsentieren sich auf dem oberen Museumsplatz von 11 bis 16.30 Uhr.
Wer einen Trabbi oder eine anderes IFA-Fahrzeug aus der Produktion der ehemaligen DDR besitzt ist herzlich eingeladen, dabei zu sein.
Der stolze Besitzer eines motorisierten Untersatzes sollte bis 11 Uhr am Samstag, 3. Oktober anreisen, dann kann er/sie das „Einreisevisum“ an der Kontrollstelle bei der Museumszufahrt beantragen.
Die Organisatoren des Trabbi-Treffens bringen einige interessante Aktionen mit. Ein fast „halbierter“, aber noch fahrbereiter Trabant zeigt, dass er nicht nur aus „Pappe“ und „Plasten“ besteht, sondern ganz raffiniert und solide gebaut ist. Die schönsten, die ältesten, die am weitest angereisten Trabbis etc. werden prämiert. Und nachmittags gibt es noch einen kleinen Gottesdienst mit Trabbi-Segnung.
Für die Kinder ist ein Bastelplatz eingerichtet, an dem sie sich beschäftigen können, wenn sie genug „Rennpappen“ gesehen haben.
Pressekontakt. Uta Wenning-Kuschel, Tel.: 02331 7807-113
Abenteuer, Faszination und Wellness – die Welt der Edelsteine
Hagen (lwl). Kleine faszinierende Steine stehen am Sonntag, 2. August, im Mittelpunkt eines Aktionstages, den der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Hagener Freilichtmuseum anbietet.
Anlässlich der Sonderausstellung „Junge Cellinis 2009. Schmuck ist bunt – Opal im Schmuck“, die der LWL an diesem Tag eröffnet, gewährt das LWL-Freilichtmuseum Hagen Einblicke in die variantenreiche Welt der Edelsteine. Beim gleichzeitigen Aktionstag „Rund um die Achatschleiferei“ können die Besucher bei unterschiedlichen Aktionen mitmachen oder einfach die Schönheit der Steine auf sich wirken lassen. „Ob zu Schmuck verarbeitet oder in Rohform, ob naturwissenschaftlich interessiert oder Wellness-Fan: Für jeden ist etwas Passendes dabei. Das ist das Faszinierende an den Edelsteinen“, so Julia Wilksen, Organisatorin der Veranstaltung.
Der „Rollende Opalexpress“ von Attila Pereghy ermöglicht einen Einblick in eine originalgetreue Nachbildung einer echten Opalmine. In dem 20 Meter langen Truck, werden die Besucher in die Atmosphäre einer echten australischen Opalmine versetzt. Sie sehen und erleben, wie nach Opalen gegraben wird. An Bord befindet sich eine wertvolle Sammlung von einzigartigen, funkelnden Opalen, die Attila Peregy, der selber regelmäßig in Australien nach ihnen gräbt, hier zur Schau stellt. Er berichtet auch von seinen Erlebnissen in den australischen Minen.
Die jüngeren Edelsteinfreunde können Geoden knacken, dabei auf die innere Kristallansammlung der hohlen Steine stoßen oder ihr Glück bei der Trommelsteinwäsche mit der Goldwäscherpfanne versuchen. In mehreren Schritten spülen sie, wie früher die Goldwäscher ihr Gold, die bunten Steine aus dem Schlamm.
Der Präsident der Deutschen Edelsteinstraße und Edelsteinhändler Martin Schupp aus Idar-Oberstein hält mehrere kurze, knackige Vorträge über die geologische Entstehungsgeschichte und die Namensgebung von Edelsteinen. Außerdem bietet er, wie auch Händler Christian Egeler, eine Vielzahl unterschiedlicher Edelsteine aus seinem Sortiment an.
In der historischen Achatschleiferei des LWL-Freilichtmuseums beantwortet Museumsmitarbeiter Wolfgang Worst alle Fragen rund um das Thema. Er zeigt die historischen Arbeitsschritte und führt vor, wie bis in das 20. Jahrhundert hinein in Bauchlage an den riesigen Schleifsteinen Edelsteine geschnitten und poliert wurden.
Für alle, die sich über die heilende Wirkung der Steine informieren möchten, bietet die Entspannungspädagogin Gisa Vomhof harmonisierende, vitalisierende oder beruhigende Edelstein-Handmassagen an. Die energetischen Eigenschaften der Steine sollen sich auf das Wohlbefinden und den Energiefluss übertragen. Gleich daneben stellt Ulrich Gardow Horoskop- und Heilsteine vor und erläutert deren Eigenschaften.
Edelsteine verarbeitet zu kreativen Schmuckstücken sind bei der Schmuckdesignerin Miryam Schumann und dem Goldschmied Jan Skarke zu bewundern. Wer für sich selber ein individuelles Stück entwerfen und herstellen möchte, kann dies im Workshop bei der Schmuckdesignerin Uschi Becke erlernen. Aus versilbertem Kupferdraht und Edelsteinen kreieren die Teilnehmer unter Anleitung ihr eigenes Kettenanhänger-Unikat.
Am Aktionstag fährt innerhalb des Museums die Bimmelbahn und es entsteht nur der normale Museumseintritt.
Hagen (lwl). Nach eineinhalbjähriger Bausanierung ist das Tabakhaus im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wieder zu besichtigen. Zu Saisonbeginn ging zunächst die historische Werkstatt in Betrieb, nun hat der LWL im Parterre und im ersten Stock des Tabakhauses die frisch überarbeitete Ausstellung zum Leben und Arbeiten der ostwestfälischen Tabakarbeiterfamilien eröffnet.
Die Zeit hatte der zweihundert Jahre alten Tabakfabrik zugesetzt: Regen und Schnee, Wind und Sonne haben das historische Fachwerkhaus angegriffen. Die notwendig gewordenen Bauaktivitäten waren anspruchsvoll und zeitaufwändig, denn sie mussten denkmalpflegerischen Anforderungen entsprechen. Die Sanierung zielte auf einen maximalen Erhalt der historischen Bausubstanz: Wo immer es statisch vertretbar war, wurden schadhafte Holzbauteile nicht einfach ausgetauscht, sondern stabilisiert und mit möglichst geringem Materialeinsatz ergänzt. Die Gefache wurden baubiologisch korrekt ausgefüllt, die Anstriche z. T. nach historischen Rezepturen angemischt. Bei der Tabakfabrik Herbermann nahm das LWL-Museum die Sanierung zum Anlass, neue Innenausbauten und eine neue Heizungs- und Lichttechnik zu installieren, die den Ausstellungen mit ihren wertvollen Exponaten zugute kommen.
Es gibt viel zu sehen in der Tabakfabrik Herbermann: Die Besucher erleben, wie hier zwei Mitarbeiter des LWL-Freilichtmuseums von Hand Zigarren rollen. Die neue Ausstellung im Obergeschoß erzählt aus der Geschichte der Tabakverarbeitung, die mehr als ein Jahrhundert lang bis in die 1950er Jahre ein bedeutender Wirtschaftszweig in Ostwestfalen war. Obwohl für den groß angelegten Tabakanbau das Klima zu rau war, entstanden hier viele Betriebe, die aus importierten Tabakblättern hauptsächlich Zigarren aber auch Pfeifentabak herstellten. Ein für die Region typischer kleiner Verarbeitungsbetrieb war die Tabakfabrik Herbermann aus Glandorf im Landkreis Osnabrück, die jetzt im Hagener LWL-Freilichtmuseum steht. Die Geschichte dieses Betriebs von der Gründung 1833 bis zur Schließung Anfang der 1950er Jahre steht auch beispielhaft für die Geschichte der westfälischen Tabakverarbeitung.
Hintergrund:
Die Verarbeitung und der Konsum von Pfeifentabak hat in Westfalen eine ältere Tradition als die Herstellung und das Rauchen von Zigarren: Verbreitete sich das Pfeifenrauchen schon im 16. Jahrhundert, so brachten Landsknechte in den Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts die spanische Mode des Zigarrenrauchens nach Westfalen. Die Gebrüder Herbermann setzten 1833 als Gründer ihrer Tabakfabrik auf die alte westfälische Tradition, nicht auf die neue spanische Mode – und produzierten Pfeifentabak. Bis 1952 wurde hier noch Pfeifentabak hergestellt, obwohl die Betriebseinrichtung schon veraltet war. Überleben konnte das Familienunternehmen nur, weil die Tabakverarbeitung nicht die einzige Einnahmequelle war. Die Firma Herbermann betrieb Landwirtschaft, einen Kolonialwaren- und Landhandel und zeitweise eine Gastwirtschaft.
Das östliche Westfalen war eher für seine Zigarrenindustrie als für die Herstellung von Pfeifentabak bekannt. Westfalen war eines der Zentren der Zigarrenproduktion im Deutschen Reich. Die westfälische Zigarrenindustrie konzentrierte sich in den Kreisen Minden, Herford und Lübbecke. Nachdem hier die
Leinenweberei um 1800 zugrunde gegangen war, eröffnete die Tabakverarbeitung der Bevölkerung neue Erwerbsmöglichkeiten. Die Herstellung von Zigarren in Handarbeit hielt sich noch bis in die 1950er Jahre. Mit vielen wertvollen Exponaten dokumentiert das LWL-Freilichtmuseum Hagen als Landesmuseum für Handwerk und Technik dieses besondere Kapitel der westfälischen Wirtschaftsgeschichte.
Pressekontakt: Uta Wenning-Kuschel, Tel.: 02331 7807-113
„Schmuck ist bunt – Opal im Schmuck“
Ergebnisse des Wettbewerbs „Junge Cellinis“ im LWL-Freilichtmuseum Hagen
Hagen (lwl). In seiner Goldschmiede zeigt das Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ab Sonntag, 2. August, die Ergebnisse des Wettbewerbs „Junge Cellinis“. Das ist ein internationaler Wettbewerb für Goldschmiede, Silberschmiede und Schmuckgestalter in der Ausbildung. Namensgeber des Wettbewerbs ist der große florentinische Meister der Goldschmiedekunst, Benvenuto Cellini (1500 – 1571).
Im Mittelpunkt des Wettbewerbs für 2009 stand der Opal. Die Besonderheit dieses Schmucksteins ist das schimmernde Farbspiel in allen Regenbogenfarben, das „Opalisieren“. Von diesem Farbspiel schwärmten schon die Römer und Griechen, mittelalterliche Herrscher und elegante Damen der Jugendstilzeit. Grund genug für den Zentralverband der Deutschen Gold- und Silberschmiede und Juweliere, die Nachwuchsgoldschmiede zu neuen Ansätzen der Opalverarbeitung in zeitgemäßem Look zu ermuntern und die Auseinandersetzung mit diesem besonderen Schmuckstein zu fördern. Die Teilnehmer konnten ihre Arbeiten frei gestalten: „Wir haben keinerlei Beschränkungen eingebaut, jeder kann seiner Phantasie freien Lauf lassen – nur Opal muss eine Rolle spielen“, so die Vorgabe des Zentralverbandes.
Wegen ihres unerklärlichen Schimmerns galten Opale immer schon als geheimnisvolle Steine, die ihrem Träger viele Freunde machen, und gegen Trübsinn ebenso helfen sollen wie gegen trübe Sicht. Allerdings hielt man die Steine auch für launische Unglücksboten. Opale erblinden scheinbar plötzlich und verlieren ihren Glanz. Das hat ganz natürliche Ursachen. Ihr relativ hoher Wassergehalt macht Opale empfindlich gegen Austrocknen, sie werden dann trüb. Regelmäßiges Tragen schützt den Opalschmuck: er nimmt die Feuchtigkeit der Haut auf und bleibt glänzend. So entstand der Spruch: „Opale lieben die Haut ihrer Trägerin.“
Opale sind sehr begehrt und zählen heute zu den kostbarsten Schmucksteinen. Inzwischen kommen über 95 Prozent der Steine aus dem „Outback“ Australiens, wo sie von den Schürfern teils sogar heute noch in reiner Handarbeit unter extremen Bedingungen abgebaut werden.
Die Ausstellung ist bis einschließlich 30. August im LWL-Freilichtmuseum Hagen zu sehen.
3. Weinfest im Hagener LWL-Freilichtmuseum
Bei schönem Wetter abends geöffnet und freier Eintritt ab 17 Uhr
Hagen (lwl). Beim Weinfest im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), stellen Winzer von Freitag, 17. Juli, bis zum Sonntag, 19. Juli, ihren Wein und Sekt vor.
Was kann es schöneres geben, als in fideler Runde in historischem Ambiente bei heiterer Musik und leckerem Essen, guten Wein und Sekt zu probieren? Ein stimmungsvolles Wochenende erwartet die Besucher auf dem oberen Platz des Hagener LWL-Freilichtmuseums. Eingerahmt von Fachwerkhäusern präsentieren sieben deutsche Winzer sowie ein Anbieter von französischen Weinen ihre Erzeugnisse. Sämtliche Anbieter bringen ihre besten Flaschen und Produkte mit. Von leichten, frischen Sommerweinen bis hin zum schweren Rotwein. Prickelnde Sektsorten, Trester, Traubensäfte sowie Weingelees, eingelegte pikante Sößchen und Essenzen runden das genießerische Angebot ab.
Das wichtigste bei einem Weinfest sind auch immer die neuen Weine. Gemeint sind damit die neuen Jahrgänge ebenso wie die Qualitäten der alten Weine in ihren jeweiligen Reifestadien. Und nicht zu vergessen die feinen Winzersekte, die das Interesse der Gourmets wecken.
Die Besucher haben auf dem oberen Museumsplatz Gelegenheit, die verschiedenen Weine aus den unterschiedlichen deutschen Regionen zu probieren, sich beraten zu lassen und unbeschwerte Stunden in gemütlicher Atmosphäre zu genießen, begleitet von angenehmer Live-Musik am Freitag- und Samstagabend. Die Gastronomiestände servieren passend zum Wein deftige gegrillte Klassiker, Scampispießchen, Raclettebrötchen, westfälische Potthucke mit Lachs oder vegetarisch mit Apfelmus, Käsewürfel und andere Leckereien.
Die teilnehmenden Winzer und andere Anbieter:
Weingut Bischel-Sonnenhof, Appenheim/Rheinhessen
Wein- und Sektgut Castor, Treis-Kaden/Mosel
Weingut Schüler-Katz, Kiedrich/Rheingau
Destillerie Habbel, Sprockhövel
Weinhandlung Gutschank, Hagen
Köstliches aus dem Glas, Manske, Essen
Sekt- & Weingelees, Music-Koster, Lippstadt
Das Weinfest findet statt am Freitag, 17.7., ab 16 Uhr, am Samstag, 18.7., und am Sonntag, 19.7., ab 11 Uhr. Als besonderes Angebot ist das LWL-Freilichtmuseum an allen Tagen bis in den Abend hinein geöffnet und schließt erst nach 22 Uhr. Die historischen Werkstätten und Gebäude schließen allerdings wie üblich um 17.30 Uhr.
Ab 17 Uhr ist der Eintritt gratis und Parkgelegenheiten finden die Besucher auf dem Besucherparkplatz sowie abends im LWL-Freilichtmuseum ausgeschildert am Bauhof und am Schmiedemuseum.
Zusätzlich befördert am Samstag und Sonntag eine Bimmelbahn die Besucher durchs Museumsgelände.
Karriere mit Lehre. Frauen im Handwerk in Westfalen-Lippe
Ausstellung im LWL-Freilichtmuseum Hagen
Hagen (lwl). Die Berufs- und Ausbildungswege von Frauen im Handwerk stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Karriere mit Lehre“, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ab Sonntag, 14. Juni, in seinem Freilichtmuseum Hagen zeigt.
Anhand von über 20 Beispielen stellt die Ausstellung Frauen in Bild und Text, mit ihren Werkzeugen und an Arbeitsplätzen vor.
Als „Pfuscherinnen“ bezeichneten viele Handwerker am Anfang des 20. Jahrhunderts Frauen, die im Handwerk arbeiteten. Sie leiteten ihr Urteil aus den bis dahin üblichen verkürzten Ausbildungsgängen für Frauen in Handwerksberufen ab. Erst als Handwerkerinnen seit 1911 allmählich qualifizierte Ausbildungen durchlaufen konnten und 1922 die rechtliche Gleichstellung mit männlichen Handwerkern endgültig erreicht hatten, fanden sie Anerkennung als Gesellinnen und Meisterinnen, boten ihnen handwerkliche Berufe verschiedene Arbeitsmöglichkeiten. In Zeiten von Arbeitskräftemangel wurde besonders dafür geworben, dass Frauen einen handwerklichen Beruf aufnahmen. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden beispielsweise auch gezielt Frauen gesucht, die in „Männerhandwerken“ eine Ausbildung beginnen wollten.
Das Verhältnis zwischen Frauen und Handwerksberufen ist sehr vielschichtig. „Noch heute gibt es im Handwerk überwiegend männlich und überwiegend weiblich besetzte Berufe. Es scheint, als beeinflussten in diesem Arbeitsbereich immer noch traditionelle Zuschreibungen, nach denen etwa Männer immer stark, Frauen dagegen immer kreativ, aber der Technik abgeneigt sind, die Berufswahl junger Menschen“, so die Ausstellungsmacherin Dr. Anke Hufschmidt. Aber ein Blick in die Geschichte zeigt, dass sich diese, scheinbar so natürlichen Zuschreibungen wandeln können. So wurde der heute unter jungen Frauen beliebteste Ausbildungsberuf „Friseur“ bis in die 1950er-Jahre überwiegend von Männern ausgeübt. „Wir wollen mit der Ausstellung die Besucher anregen, darüber kritisch nachzudenken, welche angeblich spezifischen Eigenschaften Frauen und Männer zugeschrieben werden“, so Anke Hufschmidt.
Wie sich im Handwerk Ausbildungs- und Berufswege von Frauen entwickelten, stellt die Ausstellung am Beispiel Westfalen-Lippe vor. Sie beleuchtet damit für die Region erstmals die Rolle von Frauen in Handwerksberufen: Seit wann war es Frauen überhaupt möglich, eine Lehre zu machen? Welche Handwerksberufe wählten sie? In welchen Handswerksberufen arbeiteten besonders viele Frauen? Wie fanden sie sich in sogenannten Männerhandwerken zurecht? Und wie unterstützten Ehefrauen, Töchter und andere weibliche Verwandte Handwerker bei ihrer Arbeit? Dies sind nur einige Fragen, der die Ausstellung im Hagener LWl-Freilichtmuseum an ausgewählten Beispielen nachgeht.
Persönliche Erinnerungen
Grundlage für die Ausstellung war eine wissenschaftliche Tagung zum Thema „Frauen im Handwerk“ im November 2008, auf der aus ganz unterschiedlichen Perspektiven Beiträge zum Thema vorgestellt wurden. Der Tagungsband wird im Juni 2009 vorliegen. Die Ausstellung selbst zeigt ab dem 14. Juni 2009 aussagekräftige Objekte aus Museen und Archiven, so etwa Werkzeuge und Maschinen aus dem Zahntechnikerlabor, das die erste Zahntechnikermeisterin Deutschlands in den 1930er-Jahren in Lemgo eingerichtet hat. Von besonderem Interesse sind aber die vielen Gegenstände, Fotos und schriftlichen Unterlagen, die mit ganz persönlichen Erinnerungen an einen Handwerksberuf verbunden sind.
Im Rahmen des Ausstellungsprojektes hat die wissenschaftliche Volontärin Julia Setter Handwerkerinnen befragt und so viel über deren Lebenswirklichkeit erfahren. Die Frauen absolvierten zwischen 1936 und 1997 ihre Gesellen- oder Meisterprüfung in unterschiedlichen Handwerken, haben also bereits viele Jahre im Handwerk gearbeitet oder sind heute noch tätig. Die Besucher können erfahren, welche Bedeutung der Beruf für die Handwerkerinnen hat, welche Schwierigkeiten bewältigt werden mussten oder müssen und welche Erfolgserlebnisse mit der Tätigkeit im Handwerk verbunden sind. Aus den Interviews wurde aber auch deutlich, dass die handwerkliche Ausbildung auch einen Übergang bilden kann, sei es zwischen Berufstätigkeit und Familie oder als Grundlage für ein Studium. Arbeitsproben, Gesellen- und Meisterstücke, Erinnerungen an Prüfungen und Betriebsgründungen, Fotos von Werkstätten und Arbeitsstücken vermitteln einen anschaulichen Eindruck von Frauen in Handwerksberufen. Die Präsentation lädt dazu ein, sich mit Fragen der Berufswahl auseinander zu setzen, denn auch über die Gründe, die zu ihrer Berufswahl geführt haben, haben die Handwerkerinnen berichtet.
Im Rahmen der Ausstellung präsentiert der Meisterkurs im Fotografenhandwerk, Handwerkskammer Dortmund, unter dem Titel "gleich gut und weiblich“ Fotografien von Handwerkerinnen.
