
Von außen strahlt der Giebel mit seinem weißen Quaderputz aus dem 19. Jh., der anhand von Fotos und rekonstruierten Zeichnungen wieder hergestellt wurde. Das Fachwerk an der rechten Traufseite ist weiß übergestrichen; - ein kostengünstiger Kompromiss, der im 19. Jh. gerne gewählt wurde, um einer Fachwerkfassade die Anmutung eines Steinbaues zu geben.
Um 1770 wurde das Haus mit reich geschnitzten Ausstattungselementen im Rokokostil umgestaltet: Das Dielentor wurde durch eine Haustür mit Oberlicht ersetzt. Eine Treppe mit Galerie erschließt seither das Obergeschoss.
Das Haus Schwenger ist nur teilweise historisch eingerichtet und enthält im rückwärtigen Bereich modern gestaltete Räumlichkeiten für Ausstellungen und museumspäagigische Aktivitäten zum Thema „Fotografie“.
Im Fotoatelier Kuper ist eine Restaurierungsfirma noch dabei, die historischen Farbbefunde zu konservieren und Fehlstellen zu ergänzen, sodass dieser außergewöhnliche Raum als Ganzes wieder erfahren werden kann. Das Fotoatelier ist ein zweigeschossiger Fachwerkbau mit Backsteinausmauerung. Die großen Glasflächen in der hofseitigen Wand und im Dach waren nötig, um zum Fotografieren im Atelier genügend Tageslicht zur Verfügung zu haben. Zum Schutz gegen zu starke Sonneneinstrahlung sind die Glasscheiben mattiert; außerdem gibt es ein Vorhangsystem mit Schnüren, das bei Bedarf vorgezogen werden kann.