
Ein Grundsatz im Aufbaukonzept des LWL-Freilichtmuseums Detmold ist es, historische Originalbauten zu zeigen.
Um sie im Museum aussagekräftig zu präsentieren, müssen die Gebäude zuvor gründlich erforscht werden. Dazu dienen verschiedene Methoden der historischen Bauforschung.
Um die Originalbauten auf Dauer zu erhalten, müssen spezielle Behandlungsweisen und Techniken eingesetzt werden. Dazu gehören die Ganzteiltranslozierung ebenso wie besondere Restaurierungstechniken oder die vorsorgliche Bauunterhaltung. Einen Forschungsschwerpunkt hat das LWL-Freilichtmuseum Detmold in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Bundesforschungsanstalt für Forst–und Holzwirtschaft (BFH Hamburg) zum Thema „Holzschädlinge in historischen Fachwerkbauten“ vorangetrieben. All dies kann nur ein fachkundig ausgebildeter Mitarbeiterstab leisten.
Um diese Kenntnisse zu vertiefen und weiterzureichen, kooperiert das Museum mit der Fachschule für Baudenkmalpflege und Altbauunterhaltung in Detmold. Außerdem wird Studierenden in Form von Blockpraktika Wissen über Bau-, Wohn- und historische Hausforschung vermittelt. Darüber hinaus steht das Museum mit Universitäten und Forschungseinrichtungen in Verbindung, um unmittelbar von den neuesten Erkenntnissen der Baudenkmalpflege zu profitieren. Bei Themen wie Bautenschutz, Holzschutz oder Klimatechnik ist das Freilichtmuseum als Initiator und Partner der Forschung aktiv.