Kasten mit Saatgut

Vielfalt ländlicher Gärten

Die Vielfalt auf dem Teller erhalten

Der ländliche Garten ist traditioneller Bestandteil von Dörfern. Er diente vor allem der Selbstversorgung und beinhaltete deshalb eine große Auswahl an Gemüse- und Obstsorten, Gewürz- und Zierpflanzen sowie Heilkräutern. Die Gärten sind historisch gewachsen und in die Umgebung und das Ortsbild eingefügt.

Doch diese Gärten und ihre Vielfalt an Nutz- und Zierpflanzen sind zunehmend bedroht. Wichtige Genreserven für die Ernährung und medizinische Versorgung drohen für immer in Vergessenheit zu geraten. Denn bei den kommerziell angebauten und im Handel befindlichen Nutz- und Zierpflanzen handelt es sich um wenige Arten und Sorten, die durch Züchtung stark verändert worden sind.

Um die Vielfalt in den Gärten der Region ging es in einem Modellprojekt des LWL-Freilichtmuseums Detmold. Das Projekt, das vom Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit dem Büro für Vegetationskunde, Tierökologie und Naturschutz (BfVTN) betreut wurde, war auf drei Jahre angelegt und wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert.

Sortensteckbriefe

Sie möchten selbst Pflanzenpate werden? Die im Rahmen des Modellprojektes in ganz Westfalen gesammelten Sorten werden an Interessierte abgegeben. Ob Gartenmelde oder Lippische Palme, Gelenkblume oder Etagenzwiebel, hier finden Sie insgesamt 90 Sortensteckbriefe, die Auskunft über die Herkunft der gesammelten Sorten geben und beim Anbau und der Vermehrung helfen. So können Sie schon einmal schauen, welche Sorten vielleicht für Ihren Garten interessant sein könnten. Wenn Sie die Stichworte unten anklicken, können Sie sich die Sortensteckbriefe herunterladen (pdf).

Bohnen
Erbsen
Erdbeere
Gartenmelde
Gemüsemalve
Grünkohl
Kräuter
Rhabarber
Salat
Zierpflanzen
Zwiebelgewächse