Die Parkanlage am Ostring in Hamm
Zum Denkmal des Monats Mai 2012 hat der LWL die Parkanlage am Ostring der Stadt Hamm gewählt.
Im Sommer 1914 wurden die Ringanlagen, gärtnerisch gestaltete Freiflächen im Bereich der ehemaligen Stadtbefestigung von Hamm, feierlich eröffnet. Voraus gegangen war die Verlegung von Lippe und Ahse, die seit Gründung der Stadt am strategisch günstigen Zusammenfluss der beiden Gewässer immer wieder für Überschwemmungen in der Stadt gesorgt hatten. Zur Gestaltung der durch die Gewässerverlegung entstandenen Freiflächen wurde 1912 ein öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben. Ausführlich berichtete die Fachzeitschrift „Die Gartenkunst“ über den Wettbewerb, bei dem der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft von Regierungsbaumeister Dr.-Ing. Dondorff (Hamm), Architekt Hermann Neuhaus, die Gartenarchitekten Rudolf Rausch und Karl Reinhard (aus Köln) den ersten Platz belegte. Ihr Entwurf sah eine weitgehend landschaftliche Gestaltung der neuen Grünanlage vor, durchzogen von Wegen und gegliedert von Baumgruppen, Alleen, Strauchpflanzungen und Zierbeeten. Ein herausragender Bereich der Ringanlagen ist der Park am Ostring, eine Folge von drei unterschiedlich gestalteten, an einer gemeinsamen Symmetrieachse ausgerichteten Räumen. Dem im Osten der Anlage projektierten Landratsamt war ein regelmäßig gestalteter Platz vorgelagert, mit rechtwinklig sich kreuzenden Wegen, Alleen, Rasenflächen und einem großen Wasserbecken, der heutige Otto-Krafft-Platz. Auf diesen folgte nach Westen eine tiefer liegende, langgestreckte und von Lindenalleen begleitete Rasenfläche mit profilierten Böschungen, einem Wasserbecken und einem mittigen Kanal. Über die Rasen- und Wasserflächen hinweg führte der Blick vom Landratsamt zu einem von einer berankten Pergola umgebenen Platz, auf dem der Musikpavillon als ‚point de vue‘ einen markanten Blickfang bildete.
Mit geringen Änderungen wurde der preisgekrönte Entwurf umgesetzt. Man verzichtete lediglich auf den Kanal und das rechteckige Wasserbecken, verkürzte die Alleen und errichtete stattdessen gegenüber dem Musikpavillon den Bärenbrunnen als den östlichen Abschluss des von den Lindenalleen gesäumten Rasenstücks.
Die Bäume der Alleen zwischen Musikpavillon und Bärenbrunnen waren ursprünglich als „geleitete Linden“ gepflanzt und gepflegt worden. Von geleiteten Linden spricht man, wenn durch den Formschnitt Äste von einem oder mehreren Astkränzen in die Waagrechte gezogen und an waagrechten Stäben ausgerichtet werden. Die Linden am Ostring waren so gezogen worden, dass die Verzweigung in einer Höhe von drei Metern einsetzte und sich zu den Seiten und - zumindest in den ersten Jahren - nach oben offene Gänge bildeten, die regelmäßig geschnitten werden mussten, wenn sie ihr ‚architektonisches‘ Erscheinungsbild behalten sollten.
Seit dem Zweiten Weltkrieg unterblieb jedoch der erforderliche regelmäßige Pflegeschnitt, so dass die Linden zu stattlichen Bäumen heranwuchsen. Der für Alleen aus geleiteten Linden durchaus nicht ungewöhnliche Pflanzabstand von ca. 3 m in den Baumreihen führte infolge ausbleibender Pflege zu erheblichen statischen Problemen bei den Bäumen. Daher wurden die hochgewachsenen Bäume 1979 in etwa 6 m Höhe gekappt, deutlich oberhalb des ursprünglichen Schnitthorizontes, wodurch die bauzeitliche Gestaltungsabsicht nicht mehr ablesbar war.
Im Jahre 2010 entschied man sich auf der Grundlage eines Baumgutachtens die erneut hochgewachsenen und nicht mehr verkehrssicheren Lindenalleen nach historischen Fotografien und nach Auswertung von Befunden an den Bäumen komplett zu erneuern. Dazu wurden insgesamt 240 junge Linden gepflanzt und als dreizeiliges Spalier geformt. Regelmäßiger Schnitt sorgt dafür, dass die neuen Heckengänge die um 1913/14 gartenkünstlerisch beabsichtigte Bild- und Raumkomposition wieder erfahrbar machen. Zugleich wird die gärtnerische Tradition differenzierter Gehölzschnitttechniken wieder belebt.
Zusammen mit dem 2005 sanierten Bärenbrunnen und dem 2011 instand gesetzten Musikpavillon konnte mit der Nachpflanzung der Lindenspaliere die Restaurierung eines herausragenden Gartendenkmals des frühen 20. Jahrhunderts innerhalb der Ringanlagen abgeschlossen werden, die die Stadt Hamm dem Weitblick und der Tatkraft ihres damaligen Stadtbaurates Otto Krafft (1879-1916) verdankt.
Dipl.-Ing. Uwe Siekmann
Die Kommende 13 in Burgsteinfurt
Das unscheinbare Gebäude Kommende 13 in Burgsteinfurt ließ vor Beginn der denkmalpflegerischen Maßnahmen seinen hohen baugeschichtlichen Wert und seine historische Bedeutung nicht erahnen. Bekannt war lediglich, dass sich noch Reste eines Steinwerks aus dem 16. Jahrhundert in dem Gebäude befinden sollten. Für seine Renovierung und Sanierung wurde 2009 eine Planung vorgelegt, die - zunächst ohne vorbereitende denkmalpflegerische Untersuchungen und ohne baugeschichtliche Bewertung - wieder eine Nutzung als Zweifamilienwohnhaus vorsah. Fragen zur Art der Instandsetzung der Untergeschossdecke erforderten eine weitergehende baugeschichtliche Einordnung und Bewertung des Gebäudes, um auf dieser Grundlage ein denkmalverträgliches Planungskonzept abzustimmen. Durch dendrochronologische Untersuchungen wurden die Deckenbalken und die 5 cm starken Eichendielen nicht ins 16.Jh. datiert, sondern auf 1290/95. Durch baubegleitende Untersuchungen wurde festgestellt, dass noch weitere wesentliche Teile des Steinwerks erhalten waren. Es handelt sich dabei um einen massiven Bau mit einer Grundfläche von 11,2 m x 8,2 m mit Umfassungswänden von 85 cm Dicke, aus sehr großen grob behauenen Bruchsteinen, einem Untergeschoss mit einer Höhe von 1,80 m, während das Hauptgeschoss mit 3,60 m sehr hoch ausgebildet ist. Zudem ergaben sie über weitere wichtige Bauphasen des frühen 18., frühen 19. und der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts Aufschluss.
Das Gebäude ist somit das Ergebnis einer langen und komplexen Entwicklungsgeschichte, im Verlaufe derer der Grundriss und das Dachwerk des Steinwerks mehrfach verändert und durch einen Anbau nach Westen verlängert worden sind.
Bei den Instandsetzungsmaßnahmen war oberstes Ziel der Denkmalpflege, den historischen Bestand weitgehend und ohne große Änderungen der Grundrissstruktur zu sichern und zu erhalten. Statische Unterstützungen des Gefüges mussten – soweit notwendig – innerhalb der Struktur bzw. durch Hilfskonstruktionen umgesetzt werden, d.h. die funktionsfähigen Tragkonstruktionen des Altbaus sollten erhalten bleiben und notwendige Umlastungen über ergänzende Bauteile erfolgen. Die schwierigsten Aufgaben stellten sich beim Erhalt der geschädigten, mittelalterlichen Deckenbalken und Eichendielen im Unter- und Hauptgeschoss und der Eichendielung im Hauptgeschoss sowie bei der statischen Ertüchtigung des Dachwerks. Eine weitere Herausforderung war die Sicherung der bis ins Mittelalter zurückreichenden Putzschichten. Der Bedeutung des Gebäudes gemäß entschied man sich für eine Teilrekonstruktion der historischen Deckenkonstruktion in den stark geschädigten Bereichen der Untergeschossdecke und für den Erhalt der Fußbodenkonstruktion in der ehemaligen Saalkammer des Hauptgeschosses. Die darüber liegende Decke wurde fachgerecht an den Auflagerpunkten repariert. Die Sparrendächer mit Fußhölzern/-Pfetten, Kehlbalken und Zangenverbindung im Spitzgiebel sind statisch und konstruktiv an den Verbindungspunkten der Holzkonstruktion verstärkt und ergänzt worden. Diese Maßnahme wurde in enger Zusammenarbeit des Statikers mit dem Restaurator im Zimmermannshandwerk vor Ort umgesetzt. Der vorbeugende Holzschutz wurde durch eine Bauteiltemperierung erreicht, die das Gebäude heute auch beheizt. Die Fenster der verschiedenen Bauphasen blieben erhalten und wurden als Kastenfenster ertüchtigt. Am Äußeren wurde der Zementputz entfernt. Man einigte sich darauf, den Verputz nicht zu erneuern, sondern die unterschiedlichen Bauphasen unter einer dünnen Schlämme sichtbar zu belassen. Die Bedeutung des Objektes erforderte eine umfängliche Präsenz der Denkmalpflege im laufenden Baubetrieb, weil nur so eine Steuerung aller Maßnahmen im Sinne des größtmöglichen Erhalts des historischen Bestandes erreicht werden konnte. Ohne die große Unterstützung des Eigentümers allerdings, der keine Kosten und Mühen im Sinne einer denkmalgerechten Instandsetzung gescheut hat, wäre das aus denkmalpflegerischer Sicht optimale Instandsetzungsergebnis nicht zu erzielen gewesen. Wesentlich für das Vermeiden von Eingriffen in das Baudenkmal war dabei die Entscheidung des Eigentümers, das Gebäude künftig nicht mehr als Zwei-, sondern nur als Einfamilienhaus zu nutzen.
Dipl.-Ing. Gabriele Podschadli
Die Panoramatapeten in Gartensaal und Salon des Bürgerhauses Klosterstraße 7 in Warendorf sind restauriert
Der Arzt und spätere Hofrat Dr. Franz Josef Katzenberger lässt im Jahr 1812 auf einem Grundstück an der Ems seinen Wohnsitz errichten. Das Bürgerhaus, ein klassizistischer 7-achsiger Bau, enthält sowohl Wohn- als auch repräsentative Räume. Über einen vestibülartigen Mittelflur gelangt man in den rückwärtig gelegenen Gartensaal mit Blick auf die Ems. Vom Gartensaal aus führt eine Doppeltür in den sich östlich anschließenden Salon. Beide Räume werden zunächst mit einer Papiertapete in pompejanischem Rot ausgestattet, die einige Jahre später durch Panorama-Bild-Tapeten ersetzt wird.
Solche Tapeten waren ab 1800 in vielen Herren- und Bürgerhäusern anzutreffen. Ein führender Hersteller war die Pariser Firma „Dufour und Leroy“, von der auch die Bildtapeten in der Klosterstraße stammen. Katzenberger bestellte gleich zwei verschiedene vielfarbige Panoramtapeten, die um 1824 im Bürgerhaus an der Klosterstraße angebracht wurden. Thematisch handelt es sich um „Die Reisen des Telemach“ (im Salon) sowie „Die Inkas und die Zerstörung des Reiches von Peru“(im Gartensaal). Als Sockel erhielten beide Bildprogramme eine in Grisaille und Ockertönen gehaltene Tapete mit einer sich wiederholender Darstellung, auf dem als markantestes Motiv zwei Putti zu sehen sind.
Der Bauherr muss so sehr von dem Inkatempel begeistert gewesen sein, dass er sich vom ortsansässigen Schreinermeister Budde ein Portal für die Eingangstür im Gartensaal in Anlehnung an die Darstellung der Tapete anfertigen ließ. Die beiden Bildzyklen umfassen jeweils 25 Tapetenbahnen aus handgeschöpften Papierblättern. Beim Handdruckverfahren kamen geschnitzte hölzerne Druckmodel zum Einsatz. Dafür wurden pro Tapete mehr als 2000 verschiedene Holzmodel angefertigt, mit Leimfarbe versehen und mit Hilfe von Passmarken aufgesetzt. Zur Montage überklebte man die Wände mit Papier. Um Kosten zu sparen, fanden Papierreste – in diesem Fall vorgedruckte Zollzettel-Passierscheine aus Warendorf – eine Zweitverwendung.
Die Ostwand im Salon ist als einzige mit einer Leinwandbespannung versehen. Auf diesen Kaschierungen erfolgte das Aufkleben der Tapeten.
Anfang der 1980er Jahre hatten sich die Tapetenbahnen teilweise von der Wand gelöst und Beulen und Falten gebildet. Im Bereich der Ofenrohre war die Tapete zerrissen und der Putz löste sich aus der Wand. An einigen Stellen waren die Tapete und die Leinwandunterspannung durchstoßen. Ein Wasserschaden hatte zu unterschiedlich großen Flecken und Schimmelpilzbildung geführt. Weitere Schäden lagen in Form von Lockerungen und Abrieb der Farbschicht vom Papier, Ausbleichen der Farben durch Lichteinwirkung sowie Oberflächenverschmutzungen vor. Allerdings haben die Warendorfer Tapeten die vergangenen zwei Jahrhunderte besser und vollständiger überstanden als die meisten anderen der Firma „Dufour und Leroy“, die aus jener Zeit noch an Ort und Stelle erhalten sind. Zwischen 1983 und 1990 wurden in einer ersten Restaurierungskampagne hauptsächlich erhaltende Maßnahmen durchgeführt.
Aufgrund mangelnder finanzieller Mittel mussten die Arbeiten 1986 abgebrochen werden. Dank verschiedener Fördermittel konnte der noch ausstehende Abschnitt der Restaurierung dann aber im vergangenen Jahr durchgeführt werden. Da seit der letzten Aktion mehr als 20 Jahre vergangen waren, zeigten sich aufgrund der Raumnutzung und Alterung kleinere neue Schäden. So waren Arbeitsschritte wie Putzausbesserungen, Leinwandergänzungen, Festigung der Druckfarben, Neuverklebung von gelösten Papierbereichen sowie Abnahme von Staub und Pilzmyzelen erforderlich. Im Anschluss erfolgte die Integration der Fehlstellen, wofür zunächst diejenigen im Papierbildträger mit Japanpapier-Intarsien geschlossen wurden. Die nachfolgende Retusche betraf sowohl die Fehlstellen als auch die verschiedenen Flecken. Dies ermöglichte ein Beruhigen der Gesamterscheinung und die Darstellungen lassen sich im Ganzen besser ablesen.
Zum derzeit bestmöglichen Erhalt der Tapeten wurde eine Sockelleistenheizung eingebaut, deren Raumluftströmungen sich zum Rauminneren richten. Mit diesem preisgünstigen Heizsystem werden gleich mehrere Schadensquellen ausgeschaltet: Das Feuchtwerden der Wände und das Ablagern von Staub auf den Tapeten. Gegen ein Ausbleichen der Farben durch einfallendes Tageslicht sollen noch UV-Schutz-Folien an den Fenstern angebracht werden.
Dipl.-Rest. Anke Dreyer
Frieden und Zuflucht 1937 – St. Peter und Paul in Siegen
Kirchlicher Widerstand gegen den Nationalsozialismus formierte sich nicht immer nur in heimlichen Aktionen, sondern auch öffentlich – denkt man zum Beispiel an die evangelische „Bekennende Kirche“. In dieser Hinsicht kommt der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul in Siegen aus dem Jahre 1937 eine im besten Sinn eigenartige Bedeutung zu.
Die hell verputzte Kirche hat einen stützenfreien Innenraum, der durch eine tragende, ellipsoide und spitzbogige Konstruktion expressionistisch geprägt ist.
Das Gebäude wurde als kraftvolles steinernes Bollwerk gegen die Angriffe der NS-Diktatur auf die katholische Kirche und auf christliche Grundwerte konzipiert. St. Peter und Paul war als Gemeinde 1937 in Siegen gegründet worden. Als Bauherr vertrat Pfarrer Wilhelm Ochse (1878 – 1960) die katholische Kirche, der ausführende Architekt war Josef Ferber aus Soest. Pfarrer Wilhelm Ochse war ein erklärter Gegner des Regimes, weswegen er später das Bundesverdienstkreuz erhielt, das Bistum ihn ehrte und in Siegen ein Platz nach ihm benannt wurde. Er organsierte 1933 die gefahrvolle Verteilung der Broschüre „Christus nicht Hitler“ an alle Siegener Haushalte, setzte sich öffentlich für die Opfer der Gestapo ein, hielt mutige Predigten und führte ein offenes Wort gegen politische Missstände. In der Folge wurde er 1935 wegen „zersetzender Äußerungen gegen Staat und Partei“ zu acht Monaten Haft verurteilt, die ihn aber nicht eingeschüchtert zu haben scheint. Seinen Widerstand hielt er auch gegen ernste Abmahnungen des Erzbistums Paderborn aufrecht. In dieser Atmosphäre schaffte es Ochse dennoch, den Bau einer großen katholischen Kirche zu verwirklichen. So kann sicherlich davon ausgegangen werden, dass an diesem Projekt nichts zufällig ist, sondern hier vielmehr ein Signal christlicher Einstellungen baulich verwirklicht werden sollte.
Die Kirche ist ein optisch wehrhafter Bau mit ihrem hoch aufragenden Westbau mit geschlossenem Mauerwerk. Es ist überdies ungewöhnlich, dass der Wetterhahn nicht auf dem höchsten Turm der Kirche steht, sondern an einer weniger sinnvollen Stelle, dem niedrigen Chorturm. Vom Hauptturm wird dem Betrachter schon von Weitem das christliche Kreuz auf der Weltkugel entgegengehalten, fast wie ein Beschwörungs- oder Triumphgestus. Aufmerksamkeit erheischen die Inschriften an den Beichtstühlen: „Friede“ und „Zuflucht“. Hierzu passen alle weiteren textlichen und symbolischen Aussagen in und an der Kirche: „Wer mich vor den Menschen verleugnet, den will ich auch verleugnen vor meinem Vater im Himmel!“, mahnt den Eintretenden zum Bekenntnis und droht den Glaubensfeinden. Andere lauten: „Niemand kann einen anderen Grundstein legen, als den der liegt, das ist Jesus Christus“; „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt“; „Vergib uns unsere Schuld und führe uns nicht in Versuchung“; „Der Jünger muss zufrieden sein, wenn es ihm geht wie seinem Herrn“, und: „Wachet und betet allezeit“. Sie alle stellen insgesamt klar heraus, dass Christus und nicht Hitler als der Herr der Welt zu gelten habe und fordern das mutige Einstehen für den Glauben. Die christliche Botschaft in Zeiten staatlicher Willkürherrschaft zu stärken und zu verteidigen ist offenbar ein Zweck des Siegener Gotteshauses in Ausstattung und Architektur.
Dr. Hans H. Hanke