Einladung zum Sandstein-Workshop in Witten am 24. September 2016

Am Samstag, dem 24. September 2016, findet im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten der dritte Workshop der Reihe „Sandstein in Westfalen“ statt. Im Mittelpunkt der von etwa 9 bis 17 Uhr dauernden Veranstaltung wird der Ruhrsandstein stehen.

Wie bei den ersten beiden Veranstaltungen der Sandstein-Reihe wird es auch in diesem Jahr drei Vorträge und eine Exkursion geben. Die Vorträge beschäftigen sich mit der Geologie und Verbreitung des Steins, mit der konkreten Verwendung des Ruhrsandsteins im Ruhrgebiet sowie mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Steinbrucharbeiter in Herdecke. Die anschließende Exkursion wird in einen Steinbruch nach Herdecke führen.

Das genaue Tagungsprogramm mit Anmeldeformular finden hier.

Wegen der begrenzten Räumlichkeiten wird um eine Anmeldung gebeten. Diese ist auch per E-Mail unter hiko@lwl.org oder telefonisch unter 0251 / 591-4720 möglich.

Foto: Steinbruch Grandi in Herdecke (Foto: Firma Grandi).


Workshop für Doktoranden zur Geschichte Westfalens – jetzt bewerben!

Die Historische Kommission veranstaltet am 16. und 17. März 2017 zum zweiten Mal einen Workshop für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zur vielfältigen Geschichte Westfalens. Alle weiteren Informationen zu Veranstaltung und Bewerbung finden Sie hier:

Workshop für Doktoranden zur Geschichte Westfalens am 16. und 17. März 2017 in Münster


Forschungsfeld Revolution 1918/19 in Westfalen

Neuerscheinung der Historischen Kommission und geplante Tagung 2018

Im Jahr 2018 jährt sich zum hundertsten Mal die erste Demokratie in Deutschland. Die Historische Kommission für Westfalen plant zu diesem Anlass im November 2018 eine wissenschaftliche Tagung und hat jüngst eine Publikation zur Revolution 1918/19 in Westfalen und Lippe veröffentlicht. Für beide Regionen liegen bislang nur wenige Forschungsarbeiten vor. Die Neuerscheinung der Historischen Kommission „Die Revolution 1918/19 in Westfalen und Lippe als Forschungsproblem“ von Wilfried Reininghaus legt daher den Grundstein und dient als Wegweiser für weitere Forschungen.

Das Buch wurde am 27. April 2016 in Gelsenkirchen der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Dieter Gebhard, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung, übernahm  die Begrüßung. Der Erste Vorsitzende der Historischen Kommission Prof. Dr. Wilfried Reininghaus präsentiert in seinem Werk eine Einführung in den aktuellen Forschungsstand, einen umfangreichen Überblick über das vorhandene Quellenmaterial sowie eine umfassende Übersicht der einzelnen Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte in Westfalen und Lippe. Diese Übersicht steht zusätzlich als Band 11 „Verzeichnis der Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte 1918/19 in Westfalen und Lippe“ der digitalen Schriftenreihe kostenlos zum Download zur Verfügung.

Foto: Mitglieder des Arbeiter- und Soldatenrates Rotthausen mit Schrifttafel "Wir haben diesen Krieg nicht gewollt" (Foto: Stadtteilarchiv Gelsenkirchen-Rotthausen).

 

Cover Neue Folge 33

Wilfried Reininghaus: Die Revolution 1918/19 in Westfalen und Lippe als Forschungsproblem. Quellen und offene Fragen. Mit einer Dokumentation zu den Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräten. Münster 2016, 392 Seiten, Festeinband, Abbildungen (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 33).
ISBN 978-3-402-15124-2, Preis 39,00 EUR.

Weitere Informationen zur Publikation finden Sie hier.


Herbsttagung "Die Reformation in Westfalen" in Lippstadt

Am 30. und 31. Oktober 2015 fand die Herbsttagung der Historischen Kommission zum Thema "Die Reformation in Westfalen. ‚Langes‘ 15. Jahrhundert und Zäsur“ in der Jakobikirche in Lippstadt statt. In drei Sektionen – Krise und Reform, Übergänge zur Reformation sowie die Reformation als Zäsur – ging es um die prozesshafte Entwicklung der Reformation in Westfalen anhand einzelner Beispiele. Neben den Vorträgen gab es am Abend des 30. Oktober eine Lesung aus den Fastnachtspredigten des Lippstädter Reformators Johann Westermann. Die Tagung wurde von rund 100 Historikern und Geschichtsinteressierten besucht. Eine zweite Tagung, die die Folgen der Reformation zum Thema hat, wird 2017 in Lemgo stattfinden. Ein Tagungsbericht folgt; ein Tagungsband ist in Planung und wird voraussichtlich 2017 erscheinen.
Foto: Diskussion nach dem Vortrag von Prof. Dr. Christian Peters (Foto: LWL/Burkhard Beyer).

Programm als PDF-Datei


Vier Neuerscheinungen der Historischen Kommission

Die Historische Kommission für Westfalen hat vier neue Bände aus ihrer Reihe "Neue Folge" publiziert. Band 19 der "Westfälischen Lebensbilder" (Neue Folge 16) behandelt in zehn ausführlichen Beiträgen die Biographien von Personen, die entweder in Westfalen geboren sind oder hier gewirkt haben. Die beschriebenen Personen stammen aus verschiedenen Jahrhunderten. Bischöfe und adelige Standesherren finden sich ebenso darunter wie Literaten und Maler, Juristen und Reichskanzler, Oberbürgermeister und Banker. Band 21 der Neuen Folge, "Westfälische Geschichtsbaumeister. Landesgeschichtsforschung und Landesgeschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert", versammelt die Beiträge der Herbsttagung der Historischen Kommission, die 2013 in Herne stattfand. Im Mittelpunkt stand die Geschichte der westfälischen Geschichstsschreibung. Neben dem Blick auf Gesamtdarstellungen der westfälischen Geschichte behandeln die Beiträge die Stadt- und Landesgeschichte, Vereine und Kirchen sowie kunstgeschichtliche, wirtschaftsgeschichtliche und archäologische Aspekte. Der zweite Band des von Leopold Schütte bearbeiteten "Tafelgutverzeichnis des Bischofs von Münster 1573/74" (Neue Folge 26) stellt eine wortgetreue Edition des Tafelgutverzeichnisses für das Amt Wolbeck dar. In den insgesamt zwölf Amtsbezirken des Fürstbistums Münster wurde das gesamte, an Bauern und andere Pflichtige vergebene Eigentum des Bischofs und die daraus zu erzielenden Einnahmen festgehalten. Aufgezeichnet wurden, nach Kirchspielen geordnet, die Einzelgrundstücke der dem Bischof als Grundherrn zustehenden Erbstätten, die sonstigen Güter mit allen Abgaben und Erträgen, außerdem zahlreiche Besonderheiten, Rechte und Pflichten. Band 19 der "Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsbiographien" (Neue Folge 28) widmet sich neun Biographien von Unternehmern in der Region Aachen. Im Aachener Wirtschaftsraum, einem der frühen deutschen Industriereviere, wirkten seit dem 18. Jahrhundert bekannte Unternehmer in verschiedenen Branchen. Mit der von Westen kommenden Industrialisierung wandelten sich die Unternehmen und auch die Anforderungen an die Unternehmer der Region.

Nähere Angaben zu den einzelnen Bänden finden Sie hier.


Zweiter Workshop "Sandstein in Westfalen" in Havixbeck

Am Samstag, den 19. September 2015, fand im Sandsteinmuseum in Havixbeck der zweite Workshop der Reihe "Sandstein in Westfalen" statt. Die Vortragsreihe soll die ganze Vielfalt der Naturwerkstoffe in Westfalen und ihre wechselnde Nutzung im Laufe der Jahrhunderte zeigen. Die Reihe ist interdisziplinär angelegt und wird nach und nach die verschiedenen westfälischen Sandsteinreviere in den Blick nehmen. Der Workshop in Havixbeck thematisierte den Baumberger Sandstein. An den Vorträgen und der anschließenden Exkursion nahmen rund 50 Personen teil.
Nach einer Begrüßung durch den Havixbecker Bürgermeister Klaus Gromöller führte Dr. Burkhard Beyer (Geschäftsführer der Historischen Kommission) in die Konzeption der Tagungsreihe ein. Dr. Joachim Eichler, Leiter des Sandsteinmuseums, stellte in seinem Vortrag die Geologie, Nutzungsgeschichte und Bedeutung des Baumerberger Sandsteins für die Region vor. Anschließend referierte Frau Dr. Esther von Plehwe-Leisen (Untersuchungslabor für Fragen der Natursteinerhaltung LPL, Köln) über den Baumberger Sandstein als Werkstoff der mittelalterlichen Steinmetzkunst, mit besonderem Bezug zum Kölner Dom. Elmar Alshut (Stadt Gelsenkirchen) thematisierte  die Beschaffung und den Einsatz des Baumberger Sandsteins beim Bau des Schlosses Horst im 16. Jahrhundert, zu dem umfangreiche Quellen überliefert sind. Am Nachmittag fand neben einer Exkursion zu zwei Steinbrüchen auch eine Besichtigung der Verarbeitungsanlagen der Wilhelm Fark GmbH in Havixbeck statt. 
Der 2014 begonnenen Reihe soll ein abschließender Sammelband folgen.

Foto: Dr. Joachim Eichler (mit roter Jacke) erläutert Abbaumethoden von Sandstein im Steinbruch der Firma Wilhelm Fark GmbH (Foto: LWL/Burkhard Beyer).


Vorstellung der Tagebücher (Bände 8 und 9) des Oberpräsidenten Ludwig Freiherr Vincke

Eine Lesung mit musikalischer Begleitung

Am 22. Juni 2015 wurden im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster die neu erschienenen Bände 8 und 9 der Tagebuch-Edition des Oberpräsidenten Ludwig Freiherr Vincke (1744–1844) in Form einer Lesung mit begleitender Musik vorgestellt. Der Einladung der Veranstalter – das Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen, der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens Abteilung Münster sowie die Historische Kommission für Westfalen – folgten ca. 100 Interessierte. Die beiden Bände decken den Zeitraum von 1819 bis 1829 ab.

Bild 1: Der gefüllte Veranstaltungssaal im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster.
Bild 2: Lesung aus den Tagebüchern: Links Dr. Mechthild Black-Veldtrup (Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen) und rechts der münsterische Künstler Markus von Hagen.
Bild 3: Von Links: Dr. Mechthild Black-Veldtrup, der Bearbeiter der Bände Hans-Joachim Behr, Dr. Christine Schedensack (Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens Abteilung Münster), Markus von Hagen sowie die Musikerinnen Gisela Uhlen-Tuyala und Christiane Frickenstein. (alle Fotos: LWL/Burkhard Beyer)

Die beiden Bände sind ab sofort im Handel und beim Verlag Aschendorff erhältlich.

Die Tagebücher des Ludwig Freiherrn Vincke 1789–1844. Band 8: 1819–1824. Bearb. von Hans-Joachim BEHR, Münster 2015 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 22; Veröffentlichungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster 8; Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 48). Aschendorff, ISBN 978-3-402-15119-8

Die Tagebücher des Ludwig Freiherrn Vincke 1789–1844. Band 9: 1825–1829. Bearb. von Hans-Joachim BEHR. Münster 2015 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 23; Veröffentlichungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster 9; Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 49). Aschendorff, ISBN 978-3-402-15120-4
 

 


Buchvorstellung: Höxter-Bibliographie

Am 23. März 2015 wurde erstmals ein Band der ausschließlich digital erscheinenden Schriftenreihe "Materialien der Historischen Kommission für Westfalen" der Öffentlichkeit präsentiert. Bürgermeister Alexander Fischer nahm im Stadtarchiv Höxter einen Ausdruck der umfangreichen Datei aus den Händen von Stadtarchivar Michael Koch entgegen.

Zunächst als Hilfsmittel für sein Archiv hat Michael Koch in den zurückliegenden Jahren seine Bibliographie "Höxter, Corvey und Corveyer Land" zusammengetragen. Inzwischen hat diese Sammlung einen solchen Umfang angenommen, dass sie auch von anderen Forschern als willkommenes Hilfsmittel genutzt wird. Bislang nur auf den Seiten der Stadt Höxter verfügbar, soll sie nun als Teil der digitalen Schriftenreihe der Kommission einem breiten Publikum bekannt gemacht werden. Die Historische Kommission kehrt damit auch zu einem ihrer traditionellen Themen zurück, denn das Kloster Corvey – seit 2014 von der UNESCO zum Weltkulturerbe gerechnet – war von Beginn an einer ihrer Publikationsschwerpunkte.

Auf dem Foto von links: Michael Koch (Stadtarchiv Höxter), Dr. Burkhard Beyer (Geschäftsführer der Historischen Kommission für Westfalen), Alexander Fischer (Bürgermeister der Stadt Höxter). Foto: Höxter-Kurier/Simone Kube.

Michael KOCH: Bibliographie Höxter, Corvey und Corveyer Land. Stand: Januar 2015. 237 Seiten, Online-Publikation Münster 2015 (Materialien der Historischen Kommission für Westfalen, Band 8) Zum Download hier klicken!

Zu den weiteren Bänden der digitalen Schriftenreihe


Erster Workshop für Doktoranden zur Geschichte Westfalens


Die Erforschung der westfälischen Geschichte ist höchst lebendig und eine Aufgabe mit Zukunft. Das hat der Workshop für Doktoranden eindrucksvoll erwiesen, der auf Einladung der Historischen Kommission für Westfalen im Erbdrostenhof in Münster am 13. und 14. März 2015 statt fand. Rund 50 Teilnehmer verfolgten die Arbeitsberichte von zehn Doktoranden, deren Themen zeitlich vom Mittelalter bis zur Gegenwart reichten. Die Vorbereitung der Tagung hatte Dörthe Gruttmann übernommen, die derzeit als wissenschaftliche Volontärin in der Geschäftsstelle der Kommission tätig ist.
Diese neue Veranstaltungsreihe soll Doktorandinnen und Doktoranden aus unterschiedlichen Disziplinen und Fachrichtungen, die sich mit verschiedenen Aspekten der westfälischen Geschichte beschäftigen, zum einen ein Forum bieten, sich auszutauschen und Netzwerke aufzubauen, und zum anderen die Möglichkeit geben, eigene Projekte vorzustellen und diskutieren zu lassen.

Auf dem Foto: Die Referenten, Moderatoren und Organisatoren des Workshops für Doktoranden zur Geschichte Westfalens am 13./14. März 2015 in Münster. Von links: Philipp Erdmann (Münster), Andrea Arens (Mainz), Prof. Dr. Wilfried Reininghaus (Erster Vorsitzender der Historischen Kommission), Annika Hartmann (Münster), Thorsten Fischer (Essen), Prof. Dr. Werner Freitag (Zweiter Vorsitzender der Historische Kommission), Katharina Grannemann (Aachen), Rebecca Quick (Essen), Dörthe Gruttmann (hinten, Volontärin der Historischen Kommission), Michael Geuenich (Münster), Kristin Schulte (Dortmund), Jonas Stephan (Münster). Nicht auf dem Bild: Stefan Rethfeld (Dortmund), Dr. Burkhard Beyer (Historische Kommission). Foto: LWL/Burkhard Beyer.

Weitere Informationen zum Doktorandennetzwerk finden Sie hier.
Zum Tagungsbericht.


Tagung „Externsteine“

Am 6. und 7. März 2015 veranstaltete die Historische Kommission gemeinsam mit dem Lippischen Landesmuseum Detmold und der Schutzgemeinschaft Externsteine e. V. eine zweitägige, interdisziplinär ausgerichtete Fachtagung zum Thema „Die Externsteine – Ein Denkmal als Objekt wissenschaftlicher Forschung und Projektionsfläche völkischer Vorstellungen“, die von rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht wurde.
Im Fokus der Vorträge stand zum einen die Auseinandersetzung mit den Ursprüngen, Funktionen und Rezeptionen der völkischen Mythenbildung an den Externsteinen und zum anderen eine Gegenüberstellung des aktuellen Forschungsstandes verschiedener Fachdisziplinen und der Mythen rund um eines der bedeutendsten Denkmäler Westfalens.
Insgesamt referierten 11 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fachbereichen Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Archäoastronomie und Epigraphik. Abgerundet wurde das Programm durch die Vorführung des Films „Externsteine“ der israelischen Film-Künstlerin Karen Russo, indem unterschiedliche Akteure ihre Perspektive auf das Denkmal darlegen. Foto: LWL/Burkhard Beyer.

Einen ausführlichen Tagungsbericht finden Sie hier.
Ein Tagungsband ist in Planung und wird voraussichtlich 2016 erscheinen.