Drama
(Arbeitsmanuskript, MA III1, S.4)
Perdu! oder Dichter, Verleger und Blaustrümpfe. Lustspiel in einem Ackte
Aus dem Nachlass. Zu Lebzeiten unveröffentlichtes Schauspiel,entstanden zwischen September und November 1840, vor dem 12. November
Nach dem Erscheinen der Gedichtausgabe von 1838 wandte sich Droste neuen Projekten zu. Zum ersten Mal erwähnt sie die Absicht, sich erneut mit der Gattung 'Drama' zu beschäftigen, im Januar 1839, wendet sich diesem Plan konkreter aber erst zu Beginn des Jahres 1840 zu, als das Geistliche Jahr zu einem vorläufigen Abschluss gebracht war. Dem Drängen der Haxthausischen Verwandten nachgebend, entschließt sie sich, ein Lustspiel zu schreiben. Ausführlich diskutiert sie ihre Überlegungen brieflich mit Christoph Bernhard Schlüter im April 1840 und entfaltet dabei ihre Lustspiel-'Theorie', nach der sie eine Orientierung an realen Personen ihrer Umgebung anstrebte. Zum Stoff ihres Lustspiels wählte sie schließlich eine Handlung, die einerseits das unrühmliche Ausscheiden Ferdinand Freiligraths aus dem Buchprojekt „Das malerische und romantische Westfalen” literarisch spiegelt und andererseits von ihren Erfahrungen in dem münsterschen Literaturzirkel Hecken-Schriftsteller-Gesellschaft inspiriert ist. Im Ergebnis entstand eine Satire auf den Literaturbetrieb ihrer Zeit, in der zahlreiche Personen ihres Umfeldes karikiert sind. Das Lustspiel der Droste steht in einer Linie mit Christian Dietrich Grabbes Literatursatire „Scherz, Satire, Ironie, und tiefere Bedeutung” (1827).
Online-Text in Bearbeitung, Freischaltung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.
(Arbeitsmanuskript, MA III 9)
Bertha oder die Alpen. Trauerspiel in drei Aufzügen
Aus dem Nachlass. Zu Lebzeiten unveröffentlichtes Schauspiel, entstanden 1813/1814, vielleicht noch 1815
An ihrem Trauerspiel Bertha arbeitete die Droste in den Jahren 1813 und 1814 und wurde dabei vermutlich von Anton Mathias Sprickmann betreut. Beeinflusst war die Arbeit durch intensive Klassiklektüre und -rezeption. Als Vorbilder können Goethes „Natürliche Tochter” oder „Torquato Tasso” und Schillers „Räuber”, „Fiesko” und „Don Carlos” gedient haben. Spätestens nach 1815 hat Droste das Trauerspielprojekt aufgegeben. Möglicherweise steht der Abbruch der Arbeit mit schweren Erkrankungen zu dieser Zeit in Verbindung.
Online-Text in Bearbeitung, Freischaltung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.
(Arbeitsmanuskript; A. v. Droste-Gesellschaft)
Hedwig und Sophie oder Verzweiflung und Rache
Aus dem Nachlass. Zu Lebzeiten unveröffentlichtes Schauspiel, entstanden zwischen dem 26. Dezember 1812 und März 1813
Das Dramenfragment entstand im Zusammenhang mit dem persönlichen Kontakt zu Anton Mathias Sprickmann. Es handelt wohl nicht so sehr um den Anfang eines umfangreichen Stücks, als um den Versuch eines Dramas.
Online-Text in Bearbeitung, Freischaltung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.
Das Räthsel oder Wie viele Pfund Freyer gehen auf 1 Pfund Nehmer
Aus dem Nachlass. Zu Lebzeiten unveröffentlichtes Schaupiel, Entstehung unsicher, vermutlich zwischen 1813 und 1820
Die Datierung dieses dramatischen Scherzes, der möglicherweise einen biographischen Hintergrund hat, aber auch literarische Vorlagen benutzt, ist schwierig, da der Text nur in einer Abschrift und ohne weitere Angaben überliefert ist. Nur aufgrund von Ähnlichkeiten mit den Aufzeichnungen von Rätseln und Sprichwörtern ist eine grobe Datierung 1813 bis 1820 möglich. Es handelt sich wohl um einen nicht abgeschlossenen Text.
Online-Text in Bearbeitung, Freischaltunge erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.
(Erstdruck 1934)
Scenen aus Hülshoff
Aus dem Nachlass. Zu Lebzeiten unveröffentlichtes Schauspiel, entstanden 1817
Über die Entstehung dieses kleinen Stegreifspiels berichtet die Droste rückblickend in einem Brief an Elise Rüdiger aus dem Jahr 1844:
Der „Hexe und Kokette” wegen, bin ich mir doch selbst schuldig Ihnen eine Erklärung zu geben, - ich habe dergleichen nie gesagt, aber einmahl des Reims wegen, bey einem dummen Spaße meinem Bruder in den Mund gelegt. - ich wad damals 17 Jahr, und passionirt darauf in Knittelversen zu improvisiren, je dummer je besser. - so forderte einmahl, als ich mit meinen Eltern und Geschwistern ganz allein war, und einige am vorigen Tage in unserer Gesellschaft vorgekommenen komischen Einfälle besprochen wurden, meine Mutter mich auf, dies in Reime zu bringen, ich stellte mich gleich vor sie hin, und erregte durch meinen besonders geglückten Vortrag eine solche Lustigkeit, daß ich innehalten, Jenny Schreibzeug holen, und ich ihr in die Feder dicktiren mußte, - es wurde, wie Sie denken können, miserabel, amusirte aber, da es lauter bekannte Gegenstände betraf, doch alle sehr <...> Des Lachens war kein Ende, Jenny mußte den Wisch „Scenen aus Hülshoff” überschreiben, und er sollte, der vielen Angegriffenen wegen, sehr geheim gehalten werden (Droste-HKA, Bd. X, S. 128-130).
Online-Text in Bearbeitung, Freischaltunge erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

