Laufende Forschungsprojekte
Projekte
- „Ja Perlen fischt er und Juvele!“ - Die poetologische Lyrik der Annette von Droste-Hülshoff in ihrem religiösen und naturwissenschaftlichen Kontext
- Zeit-Szenen, Zeit-Krisen. Zur Literatur der Annette von Droste-Hülshoff und der „Biedermeier”-Epoche
- Genreverhandlungen in den Texten Annette von Droste-Hülshoffs
- Raum. Ort. Topographien der Annette von Droste-Hülshoff (abgeschlossen)
- Redigierte Tradition (abgeschlossen)
„Ja Perlen fischt er und Juvele!“ - Die poetologische Lyrik der Annette von Droste-Hülshoff in ihrem religiösen und naturwissenschaftlichen Kontext
1. „Ja Perlen fischt er und Juvele!“ - Die poetologische Lyrik der Annette von Droste-Hülshoff in ihrem religiösen und naturwissenschaftlichen Kontext (Dissertation)
2. Mit dem Dissertationsvorhaben zur poetologischen Lyrik Annette von Droste-Hülshoffs soll eine Forschungslücke geschlossen werden, indem das dichterische Selbstverständnis der Autorin, ihre Dichtungskonzeption, die Traditionsbezüge und der denk- und wissensgeschichtlichen Kontext in den Blick genommen werden. Ziel ist es, zu zeigen, wie Naturwissen (und in anderer, konfliktträchtiger Weise, theologisch-philosophisches Wissen) für eine – mehr oder weniger implizite – Poetik fruchtbar gemacht wird, die zugleich die Spannung zwischen entschiedener Traditionalität (gerade auch im Rückgriff auf vor-goethezeitliche Formen wie die Perikopendichtung oder die emblematische Strukturierung) und modernem Fragmentarismus (so etwa in dem in diesem Kontext immer wieder zu Recht prominent gemachten Gedicht Mergelgrube) wie auch Individualismus aushält. Diesen Spuren des Wissens, die sich aus verschiedensten Diskursen speisen, soll nachgegangen werden, um so, jenseits expliziter Selbstzuschreibungen, Dimensionen der Drosteschen Poetik freizulegen.
3. Christin Grunert, Universität Gießen
E-Mail: Christin.Grunert@gcsc.uni-giessen.de
Betreuer: Prof. Dr. Joachim Jacob
5. Ein ausführliches Exposé können Sie sich hier als » PDF-Datei herunterladen.
Zeit-Szenen, Zeit-Krisen. Zur Literatur der Annette von Droste-Hülshoff und der „Biedermeier”-Epoche
1. Zeit-Szenen, Zeit-Krisen. Zur Literatur der Annette von Droste-Hülshoff und der „Biedermeier”-Epoche.
Die Tagung fand statt vom 01.-03.04.2011 in der Akademie Franz-Hitze-Haus. Sie wurde durcgfeführt von der LWL-Literaturkommission und der Annette von Droste-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Germanistischen Institut der Universität Münster.
2. Die Tagung „Zeit-Szenen. Zeit-Krisen“ setzt neue Akzente, indem sie die sog. „Biedermeier“-Literatur als Anschauungs- und Reflexionsraum für die fundamentale, von Industrie- und Technikgeschichte sehr einseitig als Beschleunigungskrise aufgewiesene Problematik von Zeit und Zeitlichkeit entdecken will. Im Zentrum der Forschungsbeiträge soll das literarische Werk der Annette von Droste-Hülshoff stehen, es ist aber angestrebt, ihre Texte im Horizont einer buchstäblich verstandenen „Zeit“-Genossenschaft zu lesen, deren Problemstellung Immermann und Heine, Freiligrath und Hebbel, Stifter, Grillparzer, Gotthelf und andere gleichermaßen betrifft. Die dem Tagungsthema zugrunde liegende These lautet, dass diese Autoren ihren Texten zwar nicht den Rhythmus und das Design einer Welt im Beschleunigungsrausch verordneten, dass sie von ihnen aber sehr wohl die Reflexion auf Zeit als ein jeder Selbstverständlichkeit und Alltagsgewissheit entblößtes Phänomen abverlangten, ein Phänomen, das, selber als Objekt des Erkennens partout nicht greifbar, doch in allen diesen Objekten präsent ist und sogar den Prozess des Erkennens prägt.
Mit Beiträgen von: Doerte Bischoff, Matthias Erdbeer, Walter Erhart, Markus Fauser, Jürgen Gunia, Anke Kramer, Claudia Liebrand, Rüdiger Nutt-Kofoth, Peter Schnyder, Marcus Twellmann, Barbara Thums, Ulrike Vedder
3. Konzeption und Durchführung: Cornelia Blasberg; Jochen Grywatsch
E-Mail: jochen.grywatsch@lwl.org
4. Termin: 01. - 03. April 2011
5. Ein ausführliches Exposé können Sie sich hier als » PDF-Datei herunterladen.
6. Die Ergebnisse sollen publiziert werden im Droste-Jahrbuch Nr. 9, 2011/12.
Genreverhandlungen in den Texten Annette von Droste-Hülshoffs
1. Genreverhandlungen in den Texten Annette von Droste-Hülshoffs (Dissertation)
2. Traditionsversessen‹ rekurriert Droste immer wieder auf zeitgenössisch überkommene Genres (wie etwa die Perikopenlyrik), nimmt Konventionen aus bekannten Prätexten auf, schreibt sie aber gleichzeitig um und modifiziert sie. Dieser Rekurs auf Tradiertes und die Transformation von Tradiertem ist interessant, weil sich im Anschluss an Altes, scheinbar Überkommenes – wie z.B. barocke Metaphorik –, überraschend Neues ergibt. Prestigegeladene Formen und Inhaltsvorgaben werden invertiert und mit Subtexten versehen, die auf stupende Art die zeitgenössische Literatur zu transgredieren scheinen. Beobachten lassen sich Modernitätseffekte, wie etwa das Spiel mit der Signifikantenlogik oder poetologische Selbstreflexionen, die vorausweisen auf Autoren, die das 19. Jahrhundert hinter sich gelassen haben: Rainer Maria Rilke oder Franz Kafka, um nur zwei Namen zu nennen. Wie das Moderne sich in der ›altmodischen‹ Literatur Drostes verbirgt, welche bisher selten betrachteten Traditionslinien sich aufzeigen lassen, die eine Neu-Positionierung Droste-Hülshoffs in der Literaturgeschichte erlauben, wird in diesem genrehistorisch und -theoretisch angelegten Projekt gefragt.
3. Thomas Wortmann M.A., Universität zu Köln
E-Mail: t.wortmann@uni-koeln.de
Betreuerin: Prof. Dr. Claudia Liebrand
4. Beginn: Sommer 2008
5. Ein ausführliches Exposé können Sie sich hier als » PDF-Datei herunterladen.
Raum. Ort. Topographien der Annette von Droste-Hülshoff (abgeschlossen)
1. Raum. Ort. Topographien der Annette von Droste-Hülshoff (Tagung)
Die Tagung fand statt vom 18.-20. Mai 2007, Neues Schloss Meersburg. Sie wurde durchgeführt von der LWL-Literaturkommission für Westfalen und der Annette von Droste-Gesellschaft in Verbindung mit der Stadt Meersburg
2. Das Werk der Annette von Droste-Hülshoff ist in signifikanter Weise gekennzeichnet von Bezügen zu Räumen, zu Orten und zu Landschaften. Sie selbst hat sich in literarischem Werk und Briefkorpus in vielerlei Hinsicht räumlich orientiert, expliziert und verortet. Das Regionalinteresse betrifft nicht allein die heimatliche Umgebung des Münsterlandes, sondern gleichermaßen diejenigen Orte und Regionen, die sich Droste als Reisende erschlossen hat, v.a. die Bodenseeregion mit der Stadt Meersburg. Der Bezug zu Ort und Raum in seinen unterschiedlichen Formierungen ist oft unverzichtbare Voraussetzung für das Entstehen überdauernder Texte – sowohl für ihre Lyrik als auch für das Prosa- und das Briefwerk. In verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen sind in den letzten Jahren theoretische Leitkonzepte zur Kategorie Raum formuliert worden; u.a. hat die Kulturwissenschaft den „topographical turn“ proklamiert. Auf der Folie des transdisziplinär geführten Raumdiskurses ist das Kolloquium den Repräsentationen, Motiven und Funktionen von Raum und Räumlichkeit in Leben und Werk der Annette von Droste-Hülshoff nachgegangen und hat versucht, deren Aneignung, Prägung und Wirksamkeit im Hinblick auf die Autorin neu zu konturieren. In der Perspektive eines spezifischen Raumblicks wurden neue Erkenntnisse zu wesentlichen Aspekten ihres Lebens und Schaffens zu Tage gefördert.
3. Dr. Jochen Grywatsch, LWL-Literaturkommission für Westfalen
E-Mail: jochen.grywatsch@lwl.org
4. Publikationsdatum: Frühjahr 2009
5. Einen ausführlichen Projektbericht inklusive Inhaltsverzeichnis können Sie sich hier als » PDF-Datei herunterladen.
6. Grywatsch, Jochen (Hg.): Raum. Ort. Topographien der Annette von Droste-Hülshoff. Hannover: Wehrhahn, 2009 (Droste-Jahrbuch 7), 310 S., ISBN: 978-3-86525-117-6.
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Redigierte Tradition (abgeschlossen)
1. Redigierte Tradition. Literaturhistorische Positionierungen Annette von Droste-Hülshoffs (Publikation)
2. Droste-Hülshoffs Œuvre scheint sich klaren Zuordnungen zu entziehen: Handelt es sich um eine Autorin der Restauration respektive des Biedermeiers? Ist sie eine Frührealistin oder weisen einige Texte sie nicht gar als Spätromantikerin aus? Auf eine Weise scheint Droste die Bewohnerin eines literaturhistorischen Niemandslandes – zwischen altmodisch Überkommenem und dessen Transgression – zu sein. Der geplante Band lädt dazu ein, die – nicht nur – literaturhistorisch prekäre Position Drostes, die ihre Texte so spannungsreich und eigenwillig macht, auszuleuchten. Er wirft rekonstruierende Blicke auf das komplexe Bezugssystem, in dem Droste-Hülshoffs Texte sich in Relation zu literarischen Traditionen verorten lassen. Geboten werden Interpretationen, denen es um Drostes eigenwillig redigierenden Umgang mit literarischen, wissenshistorischen und religiösen Überlieferungen zu tun ist; Interpretationen, die innovative Schlaglichter auf das Œuvre werfen, die Drostes Arbeit an der Tradition, Drostes Arbeit am Kanon zu ihrem Thema machen.
3. Claudia Liebrand, Irmtraud Hnilica, Thomas Wortmann (Hg.); Universität zu Köln
4. voraussichtliches Publikationsdatum: Sommer/Herbst 2010
5. Einen ausführlichen Projektbericht können Sie sich hier als » PDF-Datei herunterladen.
6. Liebrand, Claudia/ Hnilica, Irmtraud/ Wortmann, Thomas (Hrsg.): Redigierte Tradition. Literaturhistorische Positionierungen Annette von Droste-Hülshoffs. Paderborn: Schöningh 2010, ISBN: 978-3-506-46972-5.
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Informieren Sie uns über Ihr Forschungsprojekt:
Das Forum Droste-Forschung lebt von Ihrer Mitarbeit.
Sie erreichen uns » per E-Mail oder über unser » Kontaktformular.
Ein Schema zur Gestaltung Ihres Projektentwurfs finden Sie links.
Literaturkommission für Westfalen
Droste-Forschungsstelle
Salzstr. 38 - Erbdrostenhof
48143 Münster
Ansprechpartner:
Dr. Jochen Grywatsch
Tel.: 0251/ 591-4681
Fax: 0251/ 591-6713
Eintragsschema für die Projekte
- Titel und Art (Dissertation, Habilitationsschrift, Symposion u.a.) des Projekts
- Kurzzusammenfassung des Projekts (ca. 10 Zeilen)
- Name/n und Kontaktdaten des/r Forscher/s/in, Doktoranden/in, Habilitanden/in
- Zeitplanung des Projekts; Beginn und voraussichtlicher Abschluss
- ggf. längeres Exposé bzw. Projektbericht incl. Inhaltsverzeichnis
- ggf. Information über Publikation/en

