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A
 
Absolutismus
Begriff zur Beschreibung einer Regierungsform, bei der der Träger der Staatsgewalt fast unbeschränkte Gewalt besitzt und „über den Gesetzen“ steht („legibus soluta potestas“, nach Jean Bodin). Entwickelt zur Beschreibung fürstlichen Allmachtsanspruches im 17. und 18. Jahrhundert, der nur durch das göttliche Sittengesetz eingeschränkt ist. Der absolutistisch regierende Fürst suchte konkurrierende Herrschaft, ständische Mitspracherechte und städtische Selbstverwaltung zu beseitigen oder zu umgehen. Der „aufgeklärte Absolutismus“, wie er von Friedrich II. („dem Großen“) von Preußen oder Kaiser Joseph II. in Österreich-Ungarn betrieben wurde, meint die vom Monarchen als Alleinherrscher betriebene „Wohlfahrtspoltik“ durch Wirtschaftsförderung und die Modernisierung von Staat und Verwaltung durch Rationalisierung der Gesetzgebung, Zentralisierung der Verwaltung und Bürokratisierung von Entscheidungsprozessen, auch die Scheidung von Staat und Monarch („der erste Diener des Staates“).
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Ackerbürger, Ackerbürgerstadt
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Agende
Gottesdienstordnung
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Agrarreformen
Siehe "Bauernbefreiung"
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Aktiengesellschaft (AG)
Eine handelsrechtliche Gesellschaft mit eigener Rechtshoheit, deren Gesellschafter (Aktionäre) an ihr mit Einlagen auf das in Aktien zerlegte Grundkapital beteiligt sind.
Für ihre Verbindlichkeiten haftet die AG ihren Gläubigern nur mit dem Gesellschaftsvermögen; eine persönliche Haftung der Gesellschafter ist ausgeschlossen.
Eine AG besitzt drei Organe: den Vorstand, den Aufsichtsrat und die Hauptversammlung.
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Amt
Siehe Zunft
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Ancien Régime
Bezeichnung für den ständisch durchwachsenen Absolutismus in Frankreich im 18. Jahrhundert, wo der politischen Alleinherrschaft des Königs soziale Privilegien von Klerus und Adel (Steuerfreiheit, Ämtermonopole u.ä.) gegenüberstanden. Die Paralysierung des stark verschuldeten Staates des A.R. löste 1789 die Französische Revolution aus.
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Arbeit, Arbeiter
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Arbeiterbewegung
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Aufklärung
Text folgt
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Auswanderung
Text folgt / -> Soziale Frage -> Pauperismus
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B
 
Bank
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Bauernbefreiung
Text folgt
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Bürgereid
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Bürgerrechte
Siehe Menschenrechte
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Bürger, Bürgertum
Text folgt
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C
 
Chartismus
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D
 
Dampfmaschine
Kraftmaschine, die thermische Energie (Hitze) in mechanische Energie (Arbeit, Bewegung) umwandelt. Dabei wird das physikalische Phänomen ausgenutzt, daß sich Wasser bei zunehmender Erhitzung in Dampf mit zunehmendem Volumen verwandelt; bei gleichbleibendem Raum wird der Dampfdruck stark erhöht. Das 1690 von Denis Papin entdeckte Prinzip wurde 1712 von Thomas Newcomen zu einer einsetzbaren „Feuermaschine“ fortentwickelt (Abb.). Dabei wird in einem Zylinder ein dicht schließender Kolben durch den Druck von Dampf bewegt, der in einem separaten Kessel erhitzt wurde. Der in eine Richtung bewegte Kolben wird am Ende festgehalten und der Dampf durch einlaufendes Wasser gekühlt, so daß durch den Unterdruck im Zylinder und dem von außen wirkenden Luftdruck der Kolben wieder zurückgeholt wird; es folgt wieder das Einströmen frischen Dampfes usw. Das entscheidende Wirken des Luftdruckes nach der Kondensation des Dampfes gab der Maschine auch den Namen „atmosphärische“ D.
Diese Hin-und-Her-Bewegung wurde durch eine Kolbenstange und ein Balancier für den Betrieb einer Pumpe genutzt (z.B. im Bergbau zur Entwässerung einer Grube) oder über ein Gestänge in eine Drehbewegung verwandelt. Ein Schwungrad sorgte für eine gleichmäßige Bewegung.
Die vielfach im Bergbau als Antrieb von Pumpen eingesetzte Feuermaschine von Newcomen wurde ab 1765 von James Watt entscheidend verbessert, indem die Kühlung des Dampfes in einem separaten Kondensator erfolgte, mit einer eigenen Pumpe zum Abpumpen des kondensierten Wassers (sog. „Luftpumpe“). Weitere wesentliche Verbesserungen war die Entwicklung der doppelt-wirkenden D. (1781/82), d.h. daß der Kolben in beide Richtungen mit Dampfdruck, nicht mehr mit Luftdruck bewegt wurde, was die Leistung erheblich steigerte, sowie die Entwicklung einer verbesserten Mechanik zur Übertragung der Bewegung über ein Parallelogramm sowie über Pleuelstange, Kurbel und Schwungrad in eine gleichmäßige Drehbewegung. Ab 1787 konnte so die D. auch als Kraftmaschine für viele Arbeitsmaschinen, z.B. Spinnmaschinen eingesetzt werden und wurde dafür zum entscheidenden Motor der Industrialisierung.
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Deutscher Bund
1815 auf dem Wiener Kongress gegründeter Staatenbund, der 37 deutsche Staaten und freie Städte, sowie Preussen und Österreich mit ihren ehemals zum Reich gehörenden Gebieten umfasste. Ziel waren innere und äußere Absicherung Deutschlands und Erhaltung der Unabhängigkeit der Mitgliedsstaaten. Oberstes Organ war der in Frankfurt am Main tagende Bundestag.
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Direktionsprinzip
Instrument der merkantilistischen Wirtschaftspolitik eines Staates, das Zechen auf Unternehmer- wie Arbeitnehmerseite einer engen staatlichen Kontrolle unterstellte; so fiel zum Beispiel auch die Festlegung der Arbeitslöhne und der technische Bereich unter die Direktion der staatlichen Bergämter.
Für die westfälischen Zechen, die dem Gebiet des preußischen Staates angehörten, wurde das Direktionsprinzip mit dem „Allgemeinen Landrecht“ von 1794 bis 1851 vorgeschrieben.
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Dritter Stand
Der Bürgerstand in der dreistufigen Gliederung einer ständischen Verfassung („Dreikuriensystem“, wie in Frankreich und Deutschland, im Unterschied zum „Zweikammernsystem“ z.B. in England und Skandinavien ), wo die drei sich in „Kurien“ versammelnden und für sich abstimmenden Stände Klerus, Adel und Städte die Macht des Monarchen durch Mitspracherechte wie das Recht auf Steuerbewilligung beschränken. Im dritten Stand hatten in der Regel Städte mit Selbstverwaltung Sitz und Stimme. Im Vorfeld der Französischen Revolution wurde der „Dritte Stand“ von dem Publizisten Abbé (Abt) Emmanuel Siéyès im Unterschied zu den beiden privilegierten Vorderständen Klerus und Adel zur eigentlichen Staatsnation erklärt.
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Dynamik
Siehe Mobilität / Moderne
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E
 
Eigenbehörigkeit
Form bäuerlicher Unfreiheit in Westfalen vom Mittelalter bis zur -> Bauernbefreiung. In Westfalen gehörte die große Mehrzahl der Bauernhöfe dem Landesfürsten oder adeligen, geistlichen (weniger bürgerlichen) Grundherren. Diese vergaben die Höfe an Familien, die die Bewirtschaftung übernahmen und im Gegenzug für sich und ihre Kinder auf ihre persönliche Freiheit verzichteten („Schollenpflicht“) und weitere Pflichten übernahmen: Leistung von Geld und/oder Naturalabgaben, Hand- und Spanndienste, Gesindedienst der Kinder, die auch nur gegen den Kauf eines Freibriefes den Hof verlassen konnten, schließlich erhebliche Geldzahlungen beim Todesfall und Erbgang („Sterb- und Gewinngelder“ -> Sterb- und Gewinnabgaben). Die E. bedeutete auch die Unteilbarkeit des Hofes bzw. Kottens und – durch das Verbot, ohne Zustimmung des Grundherren Kredite aufzunehmen – einen Schutz gegen leichtfertige Verschuldung. Nur bei eklatanter Mißwirtschaft konnte ein Eigenbehöriger vom Hof vertrieben werden. Faktisch waren die Höfe erblich, wobei der Erbe vom Grundherrn bestimmt wurde. Viele – auch kritische – Beobachter (wie zum Beispiel Justus Gruner und Justus Möser) haben noch unter dem Eindruck aufklärerischen Denkens die westfälische E. als eine Form der Freiheit bezeichnet. Zwischen 1721 (Ravensberg) und 1770 (Fürstbistum Münster) erhielt die E. ihren territorial spezifischen gesetzlichen Rahmen, die aber nur subsidiär zu den althergebrachten Abmachungen zwischen Grundherrn und Eigenbehörigem galten.
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Eisenbahn
Siehe Transport
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Emanzipation
Bezeichnung für die Befreiung aus einem rechtlichen, politischen oder sozialen Abhängigkeitsverhältnis. Besonders häufig verwandt wird der Begriff im Zusammenhang mit der Judenemanzipation – als Prozess, in dem Juden in die bürgerliche Gesellschaft "eintreten" und politische Rechte erlangen. Zumeist werden zwei Phasen unterschieden: von etwa 1789 bis 1815 und von 1848 bis 1871. Mit dem rechtlichen Prozess der E. werden zum Teil auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorgänge verbunden.
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Emigration, Emigrant(en)
Das freiwillige oder erzwungene Verlassen des Heimatlandes aus politischen oder weltanschaulichen Gründen. Rechtlich betrachtet ist Emigration ein Fall der Auswanderung.
Die Abgrenzung von Emigranten gegen Flüchtlinge oder Vertriebene ist nicht eindeutig zu treffen.
Migration: Bevölkerungsverschiebungen, zusammen mit Geburts- und Sterberate einer der wichtigsten Faktoren für die Bevölkerungsentwicklung eines Landes.
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Erfindung, Erfinder
Siehe Innovation
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Erweckungsbewegung
Text folgt
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F
 
Fabrik
Produktionseinheit, in der die Herstellung von Produkten in einem stark arbeitsteiligen Prozeß mit (nach der Gesetzgebung des 19. Jahrhunderts) mindestens 20 Arbeitern mit Hilfe von Maschinen erfolgt – im Unterschied zur Manufaktur, wo die einzelnen Produktionsschritte noch mit handwerklichen Methoden erledigt werden. Die Fabrik ist die Voraussetzung für eine Massenproduktion und die für die Industrialisierung typische Produktionsweise.
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Feudalismus
Lehnswesen (lat. „feudum“ = Lehen). Im Mittelalter entwickeltes Rechtsverhältnis zwischen einem Herrn und einem Lehnsmann, der für seinen Dienst Grundbesitz zu seinem Unterhalt empfängt (von dem „Dienst“ = Ministerium auch „Ministeriale“ = Dienstmann genannt). Lehnsherr und Lehnsmann sind zu gegenseitiger Treue verpflichtet. Das Lehnrecht als Nutzungsrecht an Grundbesitz, das beim Lehnsfall (Tod des Lehnsherrn bzw. des Lehnsmannes) mit einem neuen – gebührenpflichtigen – Lehnsbrief erneuert werden musste, galt in Frankreich bis zur Revolution, in Westfalen bis zur Aufhebung des Lehnrechtes durch die Einführung des Code Napoleon 1808/1809.
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Fortschritt
Siehe Moderne
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Freie Marktwirtschaft
Siehe Marktwirtschaft
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Freimaurerei
Text folgt
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Fron, Frondienst
Dienstpflicht -> eigenbehöriger Bauern und Kötter, meist als Hand- und Spanndienst. Das normale Quantum bestand im Fürstbistum Münster aus einem Dienst pro Woche, wenn nicht eine höhere Dienstpflicht althergebracht war. Diese Dienste wurden mit der -> "Bauernbefreiung" aufgehoben.
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Frühsozialismus
Text folgt
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Fürstbischof
Siehe Fürstbistum
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Fürstbistum
Territorium, das ein Bischof als Fürst und Landesherr regierte, bis 1802 offiziell „Hochstift“ genannt. In Westfalen gab es bis zur -> Säkularisation 1802/1803 die Hochstifte Münster, Osnabrück, Paderborn und (ab 1792) Corvey; das Hochstift Minden war durch den Westfälischen Frieden 1648 säkularisiert worden und an Brandenburg-Preußen gefallen. Ferner besaß der Erzbischof und Kurfürst von Köln in Westfalen das „Herzogtum Westfalen“ (das kurkölnische Sauerland) und das Vest Recklinghausen. Die Fürstbistümer in Westfalen waren – nachdem die Bischöfe schon seit der Gründung der Bistümer durch Karl den Großen (etwa 777 bis 805) die Immunität aus der kaiserlichen Gerichtsbarkeit besessen und nach und nach königliche Rechte (wie das Recht auf Münzprägung und Zollerhebung) erworben hatten – durch den Sturz Heinrichs des Löwen 1180 enstanden. Im Laufe des Spätmittelalters bauten sie ihre Landesherrschaft in Konkurrenz zu den Territorien der Grafen und Edelherren erfolgreich aus, mithilfe des einheimischen Adels, der seit etwa 1400 das Monopol auf die Domkapitelspfründen besaß. Die Domkapitel hatten das Recht der Bischofswahl und stellten vielfach die Berater der Bischöfe. Die Fürstbistümer wurden daher in der Rückschau auch als „geistliche und adelige Republiken“ bezeichnet (Karl Berghaus, 1862).
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G
 
Genossenschaft
Text folgt
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Geschlechterbeziehung
Siehe Emanzipation
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Gesellschaft
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Gesicherte Nahrung
Siehe Nahrungsprinzip
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Gewerbefreiheit
Die Kritik an der Immobilität der Zunftverfassung (-> Zunft) führte im Deutschen Reich zu einer strengeren Aufsicht über die Zünfte (Reichszunftordnung 1731) und zur Einschränkung der Zunftverfassung durch den -> Merkantilismus, indem der Staat gewerbliche Großbetriebe sowie Freimeister privilegierte. Die -> Nationalökonomie (Adam Smith 1776) und die Theorie der Physiokraten forderte schließlich ihre Abschaffung. 1791 wurde in Frankreich die Gewerbefreiheit eingeführt, 1808-1810 folgten die napoleonischen Modellstaaten in Westfalen (das Königreich Westphalen und das Großherzogtum Berg) sowie Preußen. Allerdings war diese Gewerbefreiheit mit einer Gewerbesteuer („Patentsteuer“) verknüpft. Während in Berg, in Westphalen und im westfälischen Landesteil des Großherzogtums Hessen (dem früheren kurkölnischen Sauerland) die Zünfte aufgelöst und ihr Vermögen beschlagnahmt wurde, hob man in Preußen nur den Zunftzwang auf, ließ die Zünfte aber bestehen. Nach dem Abzug der Franzosen aus Deutschland und der politischen Neugliederung durch den Wiener Kongreß 1815 wurde in der preußischen Provinz Westfalen die neue Gewerbeverfassung beibehalten, während man im Königreich Hannover, zu dem das Osnabrücker Land und das Emsland gekommen waren, 1816 die alte Zunftverfassung wieder eingeführte. Im Fürstentum Lippe war es 1808 bis 1813 trotz Zugehörigkeit des Landesd zum napoleonischen Rheinbund nicht zur Einführung der Gewerbefreiheit gekommen, so daß hier die Zunftverfassung bis 1868 fortbestand.
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Gewerke
Text folgt
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Gewerkschaft
Siehe Arbeiterbewegung
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Gilde
Siehe Zunft
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Göpel
Siehe Maschine
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Grundherrschaft
Im Mittelalter entstandene Form der Verteilung der Nutzungsrechte bäuerlicher Anwesen.
Hierbei vergibt der Adel sein Land in Pacht oder als Erbzinsgut; bei letzterem erhält der Bauer eine Bauernstelle, gegen die Zahlung von Abgaben und die Entrichtung von Frondiensten, zur erblichen Nutzung. Das Obereigentum des Landes bleibt in Händen des Grundherrn.
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H
 
Heuerling(e)
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I
 
Ideologie
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Immigrant(en)
Siehe Emigration, Emigrant(en)
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Industrialisierung
In einer Volkswirtschaft Ubergang zur Warenproduktion mithilfe von -> Maschinen in -> Fabriken, erstmals in England Ende des 18. Jahrhunderts erfolgt, in Westfalen nach zaghaften Anfängen ab etwa 1820/30 erst nach 1850 durch die Entwicklung der Montanindustrie im Ruhrgebiet, durch die Textilindustrie im Münsterland und im Raum Bielefeld.
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Industrielle Revolution
Begriff für den grundlegenden Umbruch der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse durch die Industrialisierung im England des späten 18. Jahrhundert, die die Volkswirtschaften in Europa und Amerika zum Nachvollzug zwang und in Wirtschaft und Gesellschaft ähnlich tiefgreifende Veränderungen bewirkte wie die Französische Revolution in Politik und Recht. Die Phänomene der I.R. sind eine liberale Wirtschaftsgesinnung, wie sie die -> Nationalökonomie forderte, mit expansivem individualistischen Gewinnstreben, eine liberale Wirtschaftsordnung (Gewerbefreiheit) mit dem Wettbewerb verschiedener Produzenten, Übergang von der Heimarbeit zur Massenproduktion in Fabriken aufgrund einer Mechanisierung der Produktion mit Maschinen, die von weitgehend rechtlosen Arbeitern bedient werden; Ausbeutung der Arbeitskräfte, vielfach Kinder, und nachfolgend Verelendung der auf Fabrikarbeit angewiesenen Unterschichten der Bevölkerung (-> Pauperismus, -> Proletariat). Der politischen Radikalisierung der Arbeiterschaft als der „vierten Klasse“ folgten langfristig mit der zeitlichen Verzögerung von ein bis zwei Generationen die Demokratisierung der Gesellschaft, die allmähliche Hebung der Lebensstandards auch der Unterschichten und schließlich die Entwicklung sozialer Sicherungssysteme gegen Krankheit und Altersarmut.
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Innovation
Text folgt
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Innung
Text folgt
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J
 
Judenemanzipation
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K
 
Kapitalismus
Von Karl Marx geprägter Begriff für die industrielle Produktionsweise, deren großer Kapitalbedarf für die Investitionen in Produktionsmittel und Rohstoffe als Hauptmerkmal namengebend wurden – und impliziert, daß die Arbeit als zweite Voraussetzung der Produktion nur eine geringe Rolle spielt.
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Karikatur
Mit Karikatur (von ital. caricare = übertreiben, überladen) wird heute sowohl die physiognomisch verzerrte Porträtkarikatur als auch der Cartoon, der intellektuelle Bildwitz, oder der pointierende Bildkommentar als Aufmacher einer Tageszeitung bezeichnet. Kennzeichnend ist immer die Kritik an der Wirklichkeit. Karikaturisten arbeiten vorzugsweise mit dem Prinzip der Verzerrung – außer die Wirklichkeit ist selbst so irreal oder inhuman, dass es keiner bildnerischen Zuspitzung und satirischen Verkleidung mehr bedarf (vgl. Goyas „Desastres de la Guerra“).
Als Erfinder der Karikatur gelten in der Kunstgeschichte die Brüder Carracci, die verzerrte, zugleich charakterisierende Porträtbilder angefertigt haben, doch die Geschichte der Karikatur geht bis weit in die ägyptische Antike zurück. Die künstlerisch ambitionierte Karikatur entwickelte ihren Höhepunkt im 19. Jahrhundert.
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Karlsbader Beschlüsse
Auf einer Konferenz im tschechischen Karlsbad vom 6. bis 31. August 1819 ererbeitete Vorschläge an den Bundestag des -> Deutschen Bundes. Die Karlsbader Beschlüsse sahen eine massive Einschränkung im Vereins- und Versammlungsrecht, sowie eine starke Zensur der Presse in den deutschen Staaten vor. Anlass war die Ermordung des russischen Generalkonsuls August von Kotzebue am 23. März 1819 durch einen Studenten gewesen.
Die Beschlüsse wurden am 20. September 1819 in Frankfurt vom Bundestag bestätigt und traten damit für alle Bundesstaaten in Kraft.
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Kinderarbeit
Siehe Soziale Frage
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Klasse
Text folgt
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Kommunikation
Siehe Öffentlichkeit
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Konstitution, Konstitutionalismus
Text folgt
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Kötter
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Kulturnation
Siehe Nation
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L
 
Liberalismus
Weltanschauung, die die freie Entfaltung des Individuums nach den Grundsätzen der Vernunft (im Sinne der -> Aufklärung) fordert. Philosophische Grundlage sind das -> Naturrecht und die -> Menschenrechte. Gegenüber den Religionen und Konfessionen wird Toleranz bis hin zur Indifferenz geübt. Die Freiheit der Gedanken schließt den Wettbewerb von Ideen ein (-> Öffentlichkeit). Die politische und rechtliche Freiheit sieht der L. in einer demokratischen -> Verfassung verwirklicht. Politisch richtet sich der L. gegen die Regelungssucht des Staates, wirtschaftlich (-> Nationalökonomie) erstrebt er die Freiheit für die Wirtschaftssubjekte, für Unternehmer wie Arbeiter, sieht in ungezügelten Konkurrenz ein Stimulanz für den -> Fortschritt, wendet sich gegen -> Privilegien, Monopole und Kartelle, auch etwa der Arbeitnehmer, und setzt sich für den freien Handel ein.
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Loge
Text folgt
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M
 
Manufaktur
Frühform des kapitalistischen industriellen Betriebes mit einer Blütezeit im 17./18. Jahrhundert. Die Handwerkstechnik blieb im wesentlichen erhalten, Manufakturen wurden jedoch von rechtlichen und ständischen Bindungen freigestellt.
Der Produktionsprozess ist gekennzeichnet durch Spezialisierung, Arbeitsteilung sowie Serienfertigung für überlokale Märkte und das Vorherrschen von Handarbeit bei geringem Einsatz von Maschinen (im Gegensatz zur Fabrik); charakteristisch für eine Manufaktur ist außerdem die innerbetriebliche Trennung von Leitung und ausführender Arbeit.
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Marktwirtschaft
Dynamische Wirtschaftsordnung, in der die Güterproduktion und der Güterverbrauch durch eine freie Preisbildung auf dem Markt gesteuert werden – also dezentral durch Produzenten und Verbraucher nach den Regeln von Angebot und Nachfrage. Sie setzt die (in der Regel vom Staat garantierte) Freiheit wirtschaftlichen Handelns voraus (-> Liberalismus) und zugleich den Wettbewerb der Produzenten, um einen für die Verbraucher günstigen Preis zu erzielen. Der Staat gibt dabei für Kaufleute und Produzenten die gesetzlichen Regeln vor, die für alle gleich sein müssen. Gegenüber der „freien“ M., die staatliche Regelungen auf ein Minimum beschränkt und auch das Verhältnis zwischen Arbeitern und Unternehmern freien Absprachen überläßt, herrscht heute in Mitteleuropa eine sog. „soziale“ M. mit Regelungen des Arbeitsrechts, des Arbeitsschutzes sowie mit der an Arbeitsentgelte geknüpften Daseinsvorsorge (für Krankheit und Alter).
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Maschine
Eine von Menschen gebaute Vorrichtung zur Übertragung von Energie (Arbeitsmaschinen) oder zur Erzeugung von Kräften (Antriebs- oder Kraftmaschinen). Arbeitsmaschinen gibt es seit der Stein- und Bronzezeit (Tierfallen, Drehbohrer, Töpferscheibe usw.). Frühe Kraftmaschinen, die eine Energieart in eine andere umsetzen, waren z.B. Göpel (von Pferden oder Menschen gedrehte Hauptwelle, über die mit einem Gestänge eine Arbeitsmaschine betrieben wird, als Tret- oder Rundganggöpel z.B. zum Betrieb von Pumpen), Wasser- und Windmühlen (seit dem 11./13. Jahrhundert). Im späten 18. Jahrhundert kam die -> Dampfmaschine, um 1900 der Verbrennungs- und der Elektromotor als Kraftmaschinen hinzu.
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Massenproduktion
Massenhafte Herstellung eines Produktes, in der Regel mithilfe von à Maschinen in einer à Fabrik.
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Mechanisierung
Ersetzung von Handarbeit in der Landwirtschaft und von handwerklichen Produktionsweisen durch den Einsatz von -> Maschinen
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Mediatisierung
Unterstellung eines reichsunmittelbaren, das heißt nur dem Kaiser untertanen -> Reichsstandes, zum Beispiel einer kleineren Herrschaft, Reichsstadt oder Grafschaft, unter die Landeshoheit eines anderen Reichsstandes
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Menschenrechte
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Merkantilismus
Bezeichnung für die Wirtschaftpolitik im Zeichen des Absolutismus, die das wirtschaftliche Interesse des Staates auf eine positive Handelsbilanz mit möglichst hohen Überschüssen ausrichtet, um Geld in das Land zu holen und so möglichst hohe Geldmittel für staatliche Ausgaben für Hof, Armee und Verwaltung zu gewinnen und den Staat so zu kräftigen. Die Ziele dieser Politik sind Bevölkerungsvermehrung, wirtschaftliche Autarkie (Freiheit von Importen), Aufbau einer großgewerblichen, exportorientierten Produktion, auch und in staatlicher Regie, und die Verarbeitung von Rohstoffen im Lande; Mittel sind eine Handels- und Schutzzollpolitik, Auswanderungsverbote, Verbesserung der Verkehrswege, Privilegien und Subventionen für Manufakturgründungen. Der Begriff wurde von den Gegnern geprägt, den französischen Physiokraten, die die landwirtschaftliche Produktion als Grundlage des Nationalreichtums ansahen, und von Theoretikern des -> Liberalismus wie Adam Smith.
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Migration
Text folgt
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Mobilität
Text folgt
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Modern, Moderne, Modernisierung
Siehe „Begriff Moderne / Modernisierung“
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Mythos
Mythos (griech. Erzählung, Sage) hat verschiedene Bedeutungen: zum einen sind damit Götter- und Heldensagen gemeint, die Weltschöpfungs- und Weltuntergangssagen, die in der Mythologie als primitive Weltbetrachtung, als Ausdruck eines archetypischen Stadiums der Bewusstseinsentwicklung verstanden werden. Zum anderen versteht man unter Mythos aber auch das legendäre Bild einer welthistorischen Persönlichkeit oder eines welthistorischen Ereignisses. Mit Mythos werden ebenso „mythisierte“ politische Begriffe, wie Nation oder Reich, verbunden.
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N
 
Nahrungsprinzip
Grundprinzip der Zunftverfassung: Jeder Zunftmeister soll von seinem Gewerbe leben und seine Familie ernähren können (-> Zunft).
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Nation
Text folgt
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Nationalismus
Haltung, die den Wert der eigenen Nation vor anderen Nationen überbetont.

Nach den Kriegen gegen das napoleonische Frankreich wurde in den deutschen Staaten der Wunsch nach einem -> Nationalstaat laut, dem der 1815 gegründete -> Deutsche Bund nicht gerecht werden konnte. Die deutschen Fürsten und Monarchen waren nicht bereit, ihre souveränen Staaten zu einem einzigen zusammenzuschließen und so an Macht einzubüßen.
Zu Anfang des 19. Jahrhunderts waren es vor allem liberale, bürgerliche Kreise, und vor allem Studenten die gemeinsam mit der Forderung nach politischer Mitbestimmung auch den Ruf nach einem gesamtdeutschen staat erhoben. Am nächsten war man diesen Zielen 1848, doch die Revolution, die zu einer konstitutionellen deutschen Monarchie führen sollte, scheiterte am Widerstand der Fürsten. Erst 1871 nach dem Krieg gegen Frankreich, wurde ein Nationalstaat gegründet.
Zwar waren nicht alle Deutschen Bürger dieses neuen Staates, da Österreich nicht beitrat, und es lebten große Gruppen anderer Nationalitäten im Reich, so etwa in den polnischen Gebieten Preussens, aber der Wunsch der Nationalisten war erfüllt.
In der Folge wandelte sich der Nationalismus. Hatte man vor der Reichsgründung mit dem Begriff den Wunsch nach einem Nationalstaat verbunden, so wurde nach der Reichsgründung der Nationalismus zu einem Überlegenheitsgefühl über andere Nationen. Waren es zu Anfang des 19. jahrhunderts die liberalen Bürger und Akademiker gewesen, die national gesinnt waren, so waren es am Ende des Jahrhunderts die Konservativen, der Adel und das Militär.
Der Begriff des Nationalismus in seiner heutigen negativen Bedeutung geht auf diese Epoche zurück.
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Nationalökonomie
Text folgt
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Nationalstaat
Ein Staat, der von einer -> Nation getragen wird, im Gegensatz zum Vielvölkerstaat. Idealerweise umfasst ein Nationalstaat alle Mitlieder des Staatsvolkes und keine anderen Nationalitäten. Im 19. jahrhundert entstand in Deutschland ein -> Nationalismus, der sich gegen die Zersplitterung in viele Kleinstaaten wandte und einen gemeinsamen Staat aller Deutscher forderte. Erst mit der Reichsgründung von 1871 wurde der Wunsch nach einem deutschen Nationalstaat weitgehend erfüllt.
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Nationalversammlung
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Naturrecht
Text folgt
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O
 
Öffentlichkeit
Unter „Öffentlichkeit“ versteht man im weitesten Sinne alles, was nicht privat ist. Sämtliche Angelegenheiten, die mit dem Staat, politischen, religiösen oder kulturellen Gemeinschaften, oder mit der Bevölkerung als ganzer zu tun haben, nennt man öffentlich.
Dieser Bereich umfasst also alles, was theoretisch jedem Menschen offensteht. Jeder könnte in einen Verein eintereten, mit einer Behörde zu tun haben, in ein Theater gehen oder ähnliches, weshalb diese Einrichtungen alle als öffentlich bezeichnet werden.
Unter „öffentlicher Hand“ versteht man die „Hand“ des Staates. Der Ausdruck wird vor allem in Wirschaftsbelangen benutzt, wenn z.B. die „öffentliche Hand“ Aufträge an Unternehmen vergibt. „Die Öffentlichkeit“ im engeren Sinne umfasst die Medien - also Zeitungen, Rundfunk und Internet - sowie ihre Benutzer. Jemand der „an die Öffentlichkeit geht“, wendet sich an die Leser/ Zuschauer/ Zuhörer des Mediums bzw. der Medien an die er sich richtet.
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P
 
Pauperismus, Pauperisierung
(von lat. pauper = arm) Verelendung der unteren Bevölkerungsschichten in der Zeit der Vor- und Frühindustrialisierung, die bereits im -> Vormärz mit dem Begriff P. bezeichnet wurde. Diese Massenarmut enstand vor dem Hintergrund einer explosionsartigen Bevölkerungsvermehrung, gerade in der Phase des Übergangs von der alten Wirtschaftsordnung (-> Grundherrschaft, -> Zunft) zu neuen Ordnungen und Produktionsweisen. Erst langsam seit Mitte des 19. Jahrhunderts, mit der Durchsetzung und Verbreitung industrieller wie neuer agrarischer Produktionsweisen, konnte die Massenarmut schrittweise überwunden werden.
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Pietismus
Text folgt
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Pressefreiheit
Meinungsfreiheit der Presse, d.h. keine Einschränkung durch ->Zensur und keine Manipulation der Berichterstattung durch staatliche Organe.
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Preußische Reformen
Text folgt
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Privilegien
Text folgt
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Proletariat
Begriff für die verarmte Industriearbeiterschaft. Der einzige Reichtum der Industriearbeiter sind danach die Kinder, die zum Unterhalt der Familie durch Fabrikarbeit beitragen müssen.
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Propaganda
Von lat. "propagare", verbreiten, ausdehnen. Unter Propaganada versteht man allgemein das gezielte Verbreiten von Informationen um andere zu einem bestimmten Handeln zu bewegen. Ob die gestreuten Informationen objektiv wahr oder falsch sind, ist unterschiedlich - wahre Behauptungen sind oft trotzdem sehr einseitig, sie haben, wie auch gezielt lancierte falsche Behauptungen das Ziel, das eigene Handeln zu rechtfertigen und Genger zu diffamieren.
Propaganda findet sich vor allem im politischen Bereich, im Kampf zwischen Parteien um die öffentliche Meinung oder im Konflikt zweier Staaten.
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Protoindustrie, Protoindustrialisierung
Text folgt
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Puddelverfahren
1783 von Henry Cort in Fontley bei Portsmouth entwickeltes und 1784 patentiertes Verfahren zur Erzeugung von Schweiß- oder „Puddel“-Stahl aus Roheisen durch Oxydation der im Roheisen enthaltenen Begleitelemente. Die Eisenmasse wurde erhitzt und im zähflüssigen Zustand unter konstantem Rühren (engl. „puddle“) entkohlt.
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Q
 



 
R
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Restauration
Text folgt
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S
 
Säkularisation
Text folgt
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Säkularisierung
Text folgt
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Souveränität
Text folgt
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Soziale Frage
Text folgt
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Sozialismus
Text folgt
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Sozialpolitik
Text folgt
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Sparkasse
Text folgt
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Staat
Text folgt
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Staatsbürger
Siehe Bürger, Bürgertum
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Stände, Ständegesellschaft