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Natürlicher Körper

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Der „natürliche“ Körper
 
Die „Wiederentdeckung“ der Antike verband sich eng mit einem „Zurück zur Natur“. Der Hauptprotagonist des Natürlichkeitspostulates, Jean-Jacques Rousseau, berief sich vor allem auf antike griechische Vorbilder. Natürlichkeit und Einfachheit wurden gegen aristokratische Affektiertheit ausgespielt, die Entsprechung von äußerer Erscheinung und innerem Wesen wurde zum gängigen Denkmodell.
 
Natürliche und affektierte Handlungen, 1779
„Natürliche und affectirte Handlungen des Lebens“, 1779
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Mit dem Bestreben bürgerlicher Intellektueller nach größerer Naturnähe trafen sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts moralische Bedenken gegen den Kleiderluxus und medizinische Erkenntnisse. Veränderte Lebensbedürfnisse verstärkten den Trend zu einfacher körpergerechter Kleidung. Vorbild wurde die englische Mode des späten 18. Jahrhunderts – auch bei der Kinderkleidung: der „Skeleton“ war das erste, nur für Kinder entwickelte Kleidungsstück, in dem der Nachwuchs auch porträtiert wurde. Kleidung durfte die Freiheit des Kindes nicht mehr einschränken. Gefördert werden sollten eine kindgerechte „natürliche“ Erziehung, die Entwicklung von Körper und Geist.
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