Gefriertrocknung

Die Vakuum-Gefriertrocknungsanlage des LWL-Archivamtes für Westfalen dient der objektschonenden Trocknung von wasser- oder feuchtigkeitsgeschädigtem Schriftgut. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht in der direkten Umsetzung von Eis in Wasserdampf (Sublimation) unter Umgehung der flüssigen Phase.

Das gefrorene Schriftgut wird im LWL-Archivamt in vier Stahlschränken mit einem Gesamtvolumen von 3 m3 einem Unterdruck von etwa 4 mbar ausgesetzt. Der Wasserdampf wird kontinuierlich abgesaugt und schlägt sich erneut als Eis in der auf – 55°C gekühlten Kältefalle nieder (vgl. Abb.). Im Anschluss an den mehrtägigen Trocknungsvorgang nach Entnahme aus den Schränken muss das Papier seine ursprüngliche Materialfeuchte von 5 – 10 Gewichtsprozent durch Aufnahme aus der Umgebungsluft wieder erlangen.

Die Kosten der Gefriertrocknung bestimmen sich nach Umfang und Nässegrad der Materialien (Preise auf Anfrage). Nach der Trocknung können erforderliche Reinigungs- und Konservierungsarbeiten in der Restaurierungswerkstatt des LWL-Archivamtes durchgeführt werden.

Vakuum-Gefriertrocknungsanlage

Links die Kältefalle, an deren Kühlschlange sich der abgepumpte Wasserdampf abscheidet. Mittig die zur Erzeugung des Unterdrucks erforderliche Vakuumpumpe. Rechts der Schrank, in dem sich das Schriftgut befindet.

Kältefalle

In der Kältefalle scheidet sich der aus dem Papier sublimierte Wasserdampf als Eis ab.

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