30.000 DM vom LWL für Sturmflutopfer
Auch LWL-Bedienstete spendeten 1962 für Hilfsmaßnahmen an der ostfriesischen Küste
Westfalen-Lippe (lwl). Am 16. Februar jährte sich zum fünfzigsten Male die wohl schwerste Sturmflut des 20. Jahrhunderts an der deutschen Nordseeküste und Teilen des Binnenlandes. Nicht nur Hamburg, auch die ostfriesische Küste war massiv betroffen.
Der LWL pflegte zu dieser Zeit enge Beziehungen zum höheren Kommunalverband Landschaft Ostfriesland. Die Verbundenheit Westfalens mit Ostfriesland drückte der LWL durch eine unbürokratische und schnelle Spende von 30.000 DM für Hilfsmaßnahmen aus. Die Spende erfolgte im Rahmen eines Dringlichkeitsbeschlusses vom 23. Februar 1962 durch den Landesdirektor und dem Vorsitzenden des Landschaftsausschusses. Der Landschaftsausschuss nahm in seiner Sitzung vom 2. März 1962 zur außerplanmäßigen Ausgabe zustimmend Kenntnis.
Über diese offizielle Hilfe hinaus führte auch der Personalrat eine Spendensammlung bei den Bediensteten des LWL durch. Dabei stellten beispielsweise das Personal und die erwachsenen Bewohner in der damaligen Blindenanstalt Soest Finanzmittel als Spende zur Verfügung, die ursprünglich im Haushaltsplan für Gemeinschaftsveranstaltungen vorgesehenen waren.
Die Sturmflut von 1962 verwüstete auch große Teile der ostfriesischen Küste. (Foto: NLWKN Betriebsstätte Aurich)