Altertumskommission für WestfalenVon Osnabrück nach Wuppertal-Beyenburg
Der erste Abschnitt des Weges beginnt am Dom in Osnabrück und führt in fünf Etappen (Eine Etappe führt jeweils von Ort zu Ort; es handelt sich nicht um Tagesetappen mit einer bestimmten Kilometerzahl) bis nach Münster.
Dabei durchqueren Pilger das südliche Osnabrücker Land und gelangen - bevor sie bei Lengerich den Teutoburger Wald überqueren - zum Stift Leeden. Hinter Lengerich führt der Weg über Ladbergen und Greven-Schmedehausen durch das überwiegend flache Münsterland mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten in Form von Herrenhäusern, Mühlen sowie Burg- und Schlossanlagen.
Der Weg folgt weitgehend dem Friedensreiterweg (X 1648), dessen Grundlage dieselbe historische Straße bildet. Auf dieser Straße ritten jedoch nicht nur im 17. Jahrhundert die für die Friedensverhandlungen während des Dreißigjährigen Krieges wichtigen Boten zwischen Münster und Osnabrück hin und her. Diese Fernhandelsstraße geht in sehr viel ältere Zeit zurück und wurde im Mittelalter bereits von Kaufleuten und Pilgern benutzt.
Im Norden schließt der von Bremen kommende Weg der Jakobspilger an, der von der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft, Region Norddeutschland ausgearbeitet wurde.
Hier die Wegbschreibung für den ersten Abschnitt herunterladen

Der zweite Abschnitt des Weges führt vom Domplatz in Münster in vier Etappen nach Lünen.
Es handelt sich um Flachetappen ohne nennenswerte Steigungen durch die Münsterländer Bucht. Rinkerode kann von Münster aus entlang der Bahnlinie oder durch das Wasserschutzgebiet der Hohen Ward erreicht werden. Durch die typische Münsterländer Landschaft mit verstreuten Höfen, kleinen Waldstücken und viel Ackerflächen führt der Weg über Herbern und das sehenswerte Schloss Westerwinkel nach Werne. Von hier aus lohnt ein Abstecher zum Schloss Cappenberg, das als ehemaliges Stift mit Hospital Pilgern im Mittelalter Unterkunftsmöglichkeiten bot. In Lünen überquert der Weg schließlich die Lippe.
In der Benediktkirche in Herbern finden Pilger eine Stempelstation vor, und in Werne hat sich ein Förderverein Jakobsweg mit Sitz im Kapuzinerkloster gebildet. Das Kloster bietet eine geringe Zahl an Übernachtungsmöglichkeiten im Pesthäuschen.
Hier die Wegbeschreibung für den zweiten Abschnitt herunterladen

Der dritte Abschnitt des Weges führt in sechs Etappen von Lünen bis nach Wuppertal-Beyenburg.
Mit dem Überqueren der Lippe in Lünen erreicht der Weg das Ruhrgebiet. Weitgehend durchs Grüne wird die knapp 600.000 Einwohner zählende Ruhrgebietsstadt Dortmund gequert. An der Hohensyburg, einer ins Frühmittelalter zurückgehenden Burganlage, erwartet die Pilger ein steiler Abstieg ins Ruhrtal, um dann gemütlich am Hengsteysee entlang nach Herdecke mit der alten Stiftskirche zu gelangen. Der Weg, der westlich an der Industriestadt Hagen vorbeiführt, erreicht hier das Bergisch-Sauerländische Gebirge mit einigen Steigungen. Über den Südhang des Ennepetals wird Gevelsberg erreicht, von da aus geht es über Schwelm nach Wuppertal Beyenburg.
In Beyenburg befindet sich die Anschlussstelle an den rheinischen Weg, der weiter nach Köln führt.
Hier die Wegbeschreibung für den dritten Abschnitt herunterladen
