Altertumskommission für Westfalen
 

Foto vom ersten Vorsitzenden der Altertumskommission, F. Philippi
F. Philippi, Vorsitzender/Geschäftsführer der Altertumskommission von 1897-1903.

Geschichte

1. Gründung

Auf der Generalversammlung des "Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens" am 19.1.1896 wurde die Einrichtung zweier wissenschaftlicher Kommissionen beschlossen: der Historischen Kommission und der Altertumskommission. Sie sollten die landesgeschichtliche Arbeit des Vereins auf historischem bzw. archäologischem Gebiet intensivieren und ergänzen.

Die konstituierende Sitzung der Altertumskommission fand am 30.12.1897 statt. Der Archivrat Dr. F. Philippi wurde aus der Gruppe der Gründungsmitglieder zum Vorsitzenden und Geschäftsführer gewählt. Von nun an sollte die Kommission die Koordination bestehender punktueller Forschungstätigkeiten übernehmen und die Ergebnisse so darstellen, dass sie für die Landesgeschichte ausgewertet werden konnten. Alle seine Amtsnachfolger setzten diese Arbeiten im Sinne der westfälischen Landesgeschichte fort.

In der Gründungsphase der Altertumskommission gab es in Westfalen weder eine übergreifende Institution wie die heutige Bodendenkmalpflege noch ein Museum, in dem die Funde aus den gelegentlichen Grabungen des "Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens" ausgestellt wurden. Damit war die Altertumskommission die erste wissenschaftliche Einrichtung in Westfalen, die sich mit der systematischen und einheitlichen Erfassung und Erforschung archäologischer Hinterlassenschaften beschäftigte. Zur Gewährleistung ihrer wissenschaftlichen Unabhängigkeit gab sich die Kommission eine eigene Satzung.

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