Altertumskommission für Westfalen
 

Aufgaben

Als der Verein für Geschichte und Altertumskunde die Bildung einer Altertumskommission beschloss, verfolgte er das Ziel, "Forschungen an den stummen Zeugen der Vergangenheit systematischer anzuregen, einheitlicher zu fördern."

Auf der Gründungssitzung am 30.12.1897 wurde entschieden, sich vor allem auf "die aus älteren Zeiten auf uns gekommenen Erdbefestigungen" zu konzentrieren.

In §1 der Satzung von 1995 der Kommission heißt es: "Die Altertumskommission für Westfalen hat im Rahmen der landeskundlichen Kommissionen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe die Aufgabe, sich mit archäologischen Fragen Westfalens zu befassen und die Ergebnisse ihrer Arbeit zu veröffentlichen."

Die Betreuung und Förderung von Publikationen mit westfälischen Themen gehört heute tatsächlich zu einer der wichtigsten Aufgaben der Altertumskommission. Mit der Herausgeberschaft von zwei Reihen findet sie in Fachkreisen und bei interessierten Laien große Anerkennung. Soweit die personelle und finanzielle Lage es zulassen, wird jeweils mindestens eine Publikation im Jahr herausgebracht.

Weitere Aufgabenfelder bilden zur Zeit die Burgenforschung und die Wegeforschung.

Im Laufe der Geschichte der Altertumskommission ist es mehrfach zu Verschiebungen im Aufgabenfeld gekommen. Anfangs war sie die einzige übergreifende Einrichtung in Westfalen, die sich systematisch mit archäologischen Hinterlassenschaften beschäftigte. Zu dieser Zeit gehörten auch denkmalpflegerische (Rettungsgrabungen, Nachuntersuchungen) Arbeiten in ihren Tätigkeitsbereich. Mit der Einrichtung des heutigen Westfälischen Museums für Archäologie und des Amtes für Bodendenkmalpflege 1934 wurden diese Arbeiten von hauptberuflichen Archäologen übernommen. Dadurch konnte die Altertumskommission sich von da an wieder auf die reine Forschungsarbeit konzentrieren. Diese erfolgte eigenständig, um die anfänglichen Ziele weiterzuverfolgen, oder ergänzend und in Zusammenarbeit mit der Bodendenkmalpflege, um aus bedrohten Fundstellen die bestmögliche Erkenntnis über die Ur- und Frühgeschichte Westfalens zu gewinnen.

Das Zusammenwirken der Altertumskommission und des WMfA/AfB zeigt sich deutlich in der gemeinsamen Bibliothek und den benachbarten Räumlichkeiten an der Rothenburg sowie dadurch, dass viele der beim WMfA/AfB beschäftigten Wissenschaftler gleichzeitig auch Mitglieder der Altertumskommission sind und diese aktiv durch ihre Beiträge unterstützen.

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