Altertumskommission für Westfalen

Willkommen in Westfalen-Lippe

Die Altertumskommission erforscht, dokumentiert und präsentiert seit ihrer Gründung im Jahr 1897 die archäologischen Hinterlassenschaften in Westfalen.

Aktuelles

Stellenausschreibung

Die Altertumskommission für Westfalen sucht zum 01.06.2015 eine wissenschaftliche Volontärin/einen wissenschaftlichen Volontär für die Dauer von zwei Jahren. Der Schwerpunkt des Volontariats liegt im Bereich Redaktion.

Zur Stellenbeschreibung


Und das dritte Heft im Bunde über das Erdwerk in der "Rotenbreite".


Ebenfalls ganz aktuell eingetroffen: Heft 37 unserer Burgenreihe über die Bumannsburg.


Ganz frisch aus der Druckerei: die zweite, völlig überarbeitete Auflage unseres Burgenhefts zum Desenberg.


Pünktlich zu Weihnachten erschienen: die neue Archäologie in Westfalen-Lippe.


Torsten Capelle

Altertumskommission trauert um ihren ehemaligen Vorsitzenden Prof. Dr. Dr. h.c. Torsten Capelle

Am 9. Juli 2014 verstarb der ehemalige Vorsitzende der Altertumskommission Prof. Dr. Dr. h.c. Torsten Capelle nach kurzer schwerer Krankheit.

Torsten Capelle war ein hochgeschätzter Wissenschaftler, engagierter akademischer Lehrer und Kollege. Er promovierte 1966 über wikingerzeitlichen Metallschmuck aus Haithabu und habilitierte sich 1969 mit dem Thema „Studien über elbgermanische Gräberfelder der ausgehenden Latènezeit und älteren römischen Kaiserzeit“. Seit 1966 lehrte er am Seminar für Ur- und Frühgeschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, zunächst als Assistent, seit 1970 als Professor.

Seine Forschungsinteressen waren weit gestreut von der Bronzezeit bis in die Neuzeit hinein. Seine umfassende Bibliographie spiegelt auf beeindruckende Weise die Bandbreite seines Wissens. Capelles humorvolle Art kommt besonders in der 1990 erschienenen, nichtwissenschaftlichen Publikation "Rettet dem Dativ", einer Sammlung von Studentensprüchen auf Hörsaalbänken, zum Ausdruck.

Schwerpunkte seiner Arbeit waren archäologisch-historische Forschungen zum Frühmittelalter in Nordeuropa und – vor allem in den letzten Jahren – Untersuchungen zu obertägig sichtbaren Bodendenkmälern in Westfalen. Seine langjährigen wissenschaftlichen Aktivitäten und Kontakte nach Skandinavien führten 2004 dazu, dass er zum Ritter 1. Klasse des Königlich Schwedischen Nordsternordens durch S. M. den König von Schweden Carl XVI Gustaf ernannt wurde. Im Jahr 2005 verlieh ihm die Universität Lund die Ehrendoktorwürde.

Nach langjähriger Mitgliedschaft in der Altertumskommission wurde er 2005 zum Vorsitzenden der Kommission gewählt. In seiner Amtszeit initialisierte und förderte er zahlreiche Forschungsprojekte, die die Kommission entscheidend voranbrachten. Hierzu gehören die Einführung der erfolgreichen Publikationsreihe „Römerlager in Westfalen“, die Dokumentation und Aufarbeitung von mittelalterlichen Burganlagen und Landwehren, die Wegeforschung mit ihrem Leuchtturmprojekt „Wege der Jakobspilger in Westfalen“ sowie das Projekt zu frühmittelalterlichen Spathen in Westfalen. Seit 2011 führte Capelle als stellvertretender Vorsitzender sein Engagement in Bezug auf die westfälische Archäologie ungebrochen fort und stand als kompetenter und verlässlicher Ansprechpartner und Ratgeber jederzeit zur Verfügung. Er war präsent in zahlreichen Fachverbänden, Beiräten und Vorstandsgremien, Projektsteuerungsgruppen sowie bei der wissenschaftlichen Vorbereitung von Ausstellungen aller Art, darunter auch internationale Großprojekte wie die Ausstellung Credo 2013 in Paderborn.

Torsten Capelles Tod bedeutet einen großen Verlust für die internationale Forschungsgemeinschaft sowie für die westfälische Archäologie im Allgemeinen und die Altertumskommission im Speziellen. Seine Präsenz, seine stete Hilfsbereitschaft, seine zuverlässige Unterstützung in allen Belangen und sein immer souverän überlegter und besonnener Rat werden schmerzlich fehlen.