Ferien

Hätte man mich, als ich noch kleiner war, gefragt was ich mit dem Wort „Ferien“ verbinde, hätte ich wahrscheinlich nur einen Urlaubsort, an der schönen Ostsee, genannt, an dem ich einst das Laufen am Strand lernte. Grömitz.

In alten Zeiten sind wir jeden Sommer dort hingefahren. Mit „wir“ meine ich meine Großeltern, meine Geschwister und meine Mutter. In diesen besagten Sommern habe ich mich, unausgeschlossen, jedes Mal so wohl gefühlt. Ich kenne mich in dieser Stadt aus, wie bei mir Zuhause. Der Unterschied besteht nur darin, dass ich Grömitz mit einer Art Leichtigkeit verbinde und meine Heimatstadt mit einer Art Schwerfälligkeit...

In dieser Ferienzeit konnte man sich einfach fallen lassen und vor allem abschalten! Die alltäglichen Sorgen hat man einfach Zuhause gelassen und man ist völlig frei ans Meer gefahren. Damals war das Gefühl von Familienzusammenhalt noch so stark. Alles war einfach schön, wunderbar und vor allem unbeschwert!

Ich denke die Unbeschwertheit ist da das Stichwort. Mittlerweile ist es nicht mehr so, dass wir jeden Sommer nach Grömitz fahren oder zusammen sind. Und es ist auch lange nicht mehr so, dass ich die Welt durch eine Art rosa-roten Brille sehe, wie es vielleicht ein Kind tut. Aber was nach wie vor ganz unverändert bleibt, ist, dass Ferien für mich Unbeschwertheit bedeuten.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Ferien. Doch wie sie letztendlich aussehen ist ganz egal. Das Wichtigste dabei ist, dass man sich Zeit für sich nimmt. Dass man sich einfach fallen lassen kann.

Abschalten. Zurücklehnen. Wohl fühlen. Unbeschwert sein!

Von Doro M. :-)