Gedichte

Diese Gedichte stammen

von Schülerinnen und Schüler der Klasse 10B


Das Gedicht

Wenn er kommt, der Lehrer in der Schule,

Der Strenge und mich fragt,

Dann sag ich ihm, dass ich keine Hausaufgaben habe.

Dass ich gestern einfach keine Lust hatte.

 

Dass ich kein Nerv hatte, ein Gedicht für Deutsch zu schreiben.

Dass ich nicht weiß,

Warum ich es letztendlich doch getan habe.

Dass ich den Sinn meines Lebens mehr in anderen Dingen gesehen habe.

 

Dass ich viel mehr an andere Sachen gedacht habe.

Dass ich kein Bock dazu hatte,

Aber es doch geschrieben habe.

Dass ich mir noch Mühe gegeben habe,

Dass ich mit meinen Gedanken doch nur noch dabei war.

 

Zufrieden?

Niklas


Der Freund

Wenn er kommt, der Freund

Der aufgebrachte Freund und mich fragt,

Dann bekenne ich ihn,

Dass ich wenig Zeit habe

Für keine unnötigen Gespräche

Dass ich keine Geduld mehr habe

Keine nerven mehr dafür habe

Dass ich nicht weiß,

Warum ich mich weiter mit ihm unterhalte, weil es mir kein Vergnügen mehr macht

Dass ich den Sinn meines Lebens nicht verstehe

Und mich immer noch mit ihm unterhalte

Das ich einfach keine Lust mehr habe

Dass ich nur noch meine Ruhe will

Aber das ich es trotzdem nicht lassen kann

Dass ich keinen Streit mehr will

Dass ich weiß dass ich ihn trotzdem noch liebe


Die Wahrheit

Wenn er kommt, der gute Freund.

Der interessierte und mich fragt,

Dann erzählst du wie es wirklich war.

Dass ich immer noch kein Haus Besaß,

keine Karre die davor Parkt,

kein Geld zum Rumschmeißen habe.

Dass ich nicht weiß warum Geld allein nicht glücklich macht.

 

Dass ich nicht weiß, warum ich Hausaufgaben abgöttisch hass,

wahrscheinlich weil es mir kein Vergnügen macht.

Dass ich den Sinn des Lebens nicht kenne,

aber das Leben genießen Lernen will.

Dass ich enttäuscht wurde, viel zu oft.

Dass ich an vielen Orten zu Hause war,

aber kein Heimatrecht besaß.

 

Dass ich mich nach dem Paradies und Wohlstand sehne.

Dass ich kein Beispiel geben kann als dieses:

Immer noch alles offen.

Sven


Der Lehrer

Wenn er kommt, der schlaue Lehrer,

Der zu mir an das Pult kommt und mich fragt,

Dann bekenne ich ihm, dass ich die Aufgabe nicht habe.

Dass ich die Aufgabe nachhole.

Dass ich als Grund habe, das ich viel zu tun hatte.

Dass ich nicht weiß,

Warum ich auch zu spät zum Unterricht komme.

Dass ich den Sinn meines Lebens verstanden habe.

Dass ich jeden Tag in meinem Leben genieße.

Dass ich jeden Tag mein Leben lebe.

Aber das ist keine Entschuldigung.

Dass ich meine Hausaufgaben nicht gemacht habe.

Dass ich aber dazu bereit bin, sie nachzuholen.

Valentina


Das Gespräch

Wenn  er  kommt,  der  Psychologe,

der  dann  viel  erzählt  und  mich  fragt,

dann  erzähle  ich  über  mein  Leben,

dass  ich  lieber  schreibe  anstatt  zu  reden.

Dass  ich  mein  Leben  komplett  gedreht  habe,

aber  ich  nicht  weiß  wo  ich  steh  gerade.

Dass  ich  nicht  weiß,

warum  ich  so  bin  wie  ich  bin,

warum  ich  statt  Bewerbungen  zu  schreiben  lieber schwimm.

Dass  ich  den  Sinn  meines  Lebens  niemals  finden  werde

und  das  das  Leben  hart  ist  auf  dieser  Erde.

Dass  ich  nicht  weiß  was  ich  machen  soll,

dass  ich  nicht  weiß  ob  ich weinen  oder  lachen  soll.

Aber  ich  weiß,  dass  ich  niemals  aufgebe

dass  ich  kämpfe  bis  ich  draufgehe,

dass  ich  aufstehe  und  rausgehe

um  es  mir  selbst  zu  beweisen…

 

Gabriel


Leben?!

Wenn er kommt, der Punkt in meinem Leben,

Der erschreckende und rätselhafte zugleich und mich fragt,

Dann werde ich sagen: „Der Sinn des Lebens wurde mir noch immer nicht gegeben.“

Dass ich nicht weiß, ob es eine Aufgabe gibt, oder ob es überhaupt der Sinn des Lebens ist,

Aufgaben nur so nach zu streben.

Dass ich nicht weiß, ob es richtig oder falsch gibt.

Oder ob von oben doch nur irgendwer auf mich eintritt.

Dass ich nicht weiß,

Warum ich noch sitze und schreib,

Wenn es doch garkeinen Inhalt hat.

Dass ich den Sinn meines Lebens immer noch nicht gefunden hab.
 

Dass ich Schutz suche wenn ich Angst habe.

Dass ich aufgab, obwohl es nicht zu Ende war,

Aber trotzdem gewann.

Dass ich mich fürchte vor dem was kommt.

Dass ich trotzdem noch gar nicht richtig weiß,

„Ob ich lebe.“

 

 

Joana Marie