Schwestern forever

Meine Schwester Marie ist wie eine beste Freundin für mich. Im Februar 2011 hat alles angefangen. Ich war mit meiner Mutter bei einem Frauenarzttermin. Es scheint eine ganz normale Untersuchung zu sein…aber…Moment!!! Da ist doch ein kleines Baby zu erkennen. Das heißt…ICH WERDE SCHWESTER! Ich brauche unbedingt ein Taschentuch für meine Freudentränen. An diesem Tag hat sich mein Leben komplett verändert. Der Umzug war dadurch noch viel stressiger geworden. Die Wochen und Monate waren auch sehr stressig. Alles was man für ein Baby braucht und natürlich ein Namenbuch für Babys. Mama hat sich ganz schön den Kopf darüber zerbrochen, wie denn nun das Baby heißen soll. Schließlich kam mein Vater und sagte: ,,Ich hab den perfekten Namen gefunden. (zu diesem Zeitpunkt wussten wir, dass es ein Mädchen wird) Sie wird Marie heißen!“. Wie er auf den Namen gekommen ist? Eine Reporterin im Radio hieß so und als er das gehört hat, hat es bei ihm Klick gemacht. Am 28. Oktober war es dann soweit. Meine Mama war wieder bei einer Rutine-Untersuchung, sie klagte aber über Unterleibschmerzen. Ich wartete neben dem Untersuchungsraum und setzte mich auf einen der freien Plätze. Als letzten Satz hörte ich nur noch: „Dann können Sie ja schon mal rüber ins Krankenhaus gehen. Wir sehen uns dann im Kreißsaal!“. Ich dachte, ich hör nicht richtig. Es trifft mich wie ein Schlag und mir kamen die Tränen aus den Augen geschossen. Ich war überfordert. Es war total komisch zu wissen, dass ich in wenigen Stunden Schwester werde. Ich rief zuerst meinen Vater an und er machte sich sofort auf dem Weg. Er packte erst noch ein paar Sachen für Mama ein bevor er ins Krankenhaus kam. Er kam zu mir und Mama. Papa und ich mussten allerdings für ein paar Minuten raus, weil eine Krankenschwester und die Hebamme Mama vorbereiten sollten. Kurze Zeit später war es dann soweit. Mama wurde in den Kreißsaal gefahren (mit dem Bett, indem sie lag). Mein Herz pochte immer mehr. Eine der Schwestern brachte mir ein Glas Wasser und ein Brot mit Nutella, denn ich hatte den Tag noch nix gegessen. Ich wurde gebeten, das Schildchen zu beschriften, welches dann um den Arm meiner Schwester kam. Ich habe natürlich „ja“ gesagt. Nach der Geburt wurde sie erst einmal vom Kinderarzt untersucht und nach der Untersuchung durfte ich die erste sein, die sie baden durfte. Es ist so ein schönes Gefühl Schwester zu sein und Verantwortung zu tragen. Sie ist jetzt schon vier Jahre alt. Etwas nervig aber ich habe sie sehr lieb. Sie ist mit einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben.

 

Jennifer :-)