Der evangelische Religionsunterricht wird in der Regel von einer Lehrkraft des Klassenteams durchgeführt. Die Grundlagen des Unterrichts sind die Inhalte der Heiligen Schrift bzw. die spezifischen Richtlinien für evangelische Religionslehre in NRW.
Im Unterricht wird in besonderer Weise Rücksicht genommen auf die Umstände und Gegebenheiten der ganz individuellen Schülerschaft der Kb-Schule. Der Unterricht wird so elementarisiert , dass der einzelne Schüler gefordert und nicht überfordert wird. Der Unterricht kann auch aktuelle Inhalte (z.B. Katastrophen, Todesfälle) in Projektform behandeln, um den Schülern Orientierungshilfen und Transfer für ihr (späteres) Leben zu geben.
Der katholische Religionsunterricht wird klassenübergreifend angeboten. Zur Zeit treffen sich acht Schülerinnen und Schüler der Klassen 2 bis 10 einmal wöchentlich. Wir erschließen handelnd christliche Themen, entwickeln Lösungsmöglichkeiten für ein verständnisvolleres Miteinander und setzen uns mit konkreten Alltagssituationen der Kinder und Jugendlichen auseinander. Die Schüler können den in der Familie gelebten Glauben mit seinen spezifischen Riten und Gebräuchen vertiefen und ein Gefühl der Zugehörigkeit entwickeln. Im Jahr 2003 gingen vier Schüler unserer Schule zur ersten Heiligen Kommunion. Die Vorbereitung darauf fand im Religionsunterricht statt. Diese Feste konnten in der Heimatkirche am Weißen Sonntag bzw. an einem gesonderten Termin gefeiert werden.
In enger Kooperation mit der ev. Kirche in Eidinghausen (dem Stadtteil von Bad Oeynhausen, dem unsere Schule angehört), erteilen zwei kompetente Kollegen unserer Schule in einem Zeitraum von zwei Schuljahren einmal wöchentlich Konfirmandenunterricht - zusätzlich zum Religionsunterricht. Auch Schwerstmehrfachbehinderte können auf Wunsch der Eltern an der Vorbereitung zur Konfirmation teilnehmen. Diese Möglichkeit wurde bereits vor über 30 Jahren als Novum von unserem Schulleiter Herrn Brüggemann angeboten. Die Einsegnung unserer Schule kann, je nach Wunsch, entweder in der Heimatgemeinde erfolgen oder auch gemeinsam mit den Konfirmanden in Eidinghausen. Ein besonderer Gottesdienst ist nicht vorgesehen, denn:
Es ist ganz normal, anders zu sein!
Wie im täglichen Leben können Behinderte und Nichtbehinderte so früh wie möglich voneinander lernen, um miteinander zu leben. Und welcher Raum, wenn nicht der geschützte Raum der Kirche, böte sich für ein Miteinander besser an?