Arbeitskreis

Mann & Sucht

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Nächster Arbeitskreis-Termin:

Der XVII. LWL-Arbeitskreis findet
am 28. Oktober 2014 in der JVA Bielefeld statt.

Gender Mainstreaming,...

...die Strategie für mehr Geschlechtergerechtigkeit, erreicht zunehmend die Praxis der Suchthilfe. Standen lange Zeit frauenspezifische Aspekte im Vordergrund der Diskussionen, so mehren sich heute die Forderungen nach einer stärker männerspezifischen Betrachtung der Beratungs- und Therapiemaßnahmen.

Viele Männer sind heute mit der Forderung konfrontiert, sich in ihrem Beziehungsverhalten zu ändern, eine andere Rolle einzunehmen, sich stärker zu hinterfragen - dieses verunsichert MANN. Die Ursachen für viele Probleme liegen aber nicht nur in individuellen Verhaltensmustern, sondern sind Ausdruck der veränderten gesellschaftlichen Ansprüche an die Männer. Das findet zunehmend auch in der Arbeit mit suchtkranken Männern seinen Niederschlag.

Aber: Was ist überhaupt männerspezifisch? Wie kann sich dieses in der konkreten therapeutischen Arbeit darstellen? Welche Konsequenzen müssen möglicherweise gezogen werden; evtl. auch aus der jungenspezifischen Präventionsarbeit?

Auf der am 29. September 2004 durchgeführten Fachtagung "MÄNNERSACHE - Brauchen wir eine männerspezifische Suchthilfe?" haben sich - nach einem umfassenden Überblick über den Forschungs- und Diskussionsstand - ganz konkret 50 (Fach-)Männer zusammgefunden, die sich mit der praktischen Arbeit auseinandersetzen wollen. Dabei wird auf Männer mit Migrationserfahrung noch einmal gesondert eingegangen. Referenten aus Deutschland, der Schweiz sowie den Niederlanden haben ihre Konzepte vor- und zur Diskussion gestellt.