Männersache Sucht
Plakate und Karten
Als Arbeitsergebnis des Arbeitskreises "Männersache Sucht", der durch die LWL-Koordinationsstelle Sucht organisiert wird, sind unter anderem Themenplakate und -karten entstanden, die das Themenfeld aufgliedern.
Landschaftsverband Westfalen-Lippe -
URL: http://www.lwl.org/LWL/Jugend/lwl_ks/Publikationen/materialien/Plakate_Karten_Maennersache_Sucht
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Als Arbeitsergebnis des Arbeitskreises "Männersache Sucht", der durch die LWL-Koordinationsstelle Sucht organisiert wird, sind unter anderem Themenplakate und -karten entstanden, die das Themenfeld aufgliedern.
Lust und Frust der Männerrolle.
Was ist die Grundlage einer vertrauensvollen Beziehung zum Therapeuten und zur Gruppe? Dieses Modul beschäftigt sich mit der Einführung in die Männerthematik „Lust und Frust der Männerrolle“. Zu den Aufgaben der Suchttherapie und -beratung gehört es, den männlichen Patienten gesundheitsförderlich zu bestärken. Dieses schließt auch ein „Update“ der Männerrolle unter Berücksichtigung neuer gesellschaftlicher Realitäten ein.
Cool und trinkfest.
Herausarbeiten des Zusammenhangs von Männlichkeitskonstruktion und Rausch bzw. Sucht: Suchtmittel dienen häufig als Linderungsmittel für die Belastungen der Männerrolle. Hier geht es um die Analyse der vielen Funktionen der Suchtmittel für das eigene „Mannsein“.
Wo warst Du?
Zurück zu den eigenen männlichen Wurzeln: Inwieweit war der Vater ein positiv besetztes Modell oder ein negatives Vorbild für die eigene Männlichkeit?
Es geht darum, Gefühle gegenüber dem Vater zuzulassen, die bei Suchtkranken von unerfüllter Sehnsucht – gepaart mit Trauer – geprägt sein können. Kognitiv geht es um eine Annäherung an einen Elternteil, der zumindest als negatives Modell eine immense Wirkung hatte. Übergeordnetes Ziel ist die Akzeptanz von Ähnlichkeiten, von unerfüllten Wünschen und, falls möglich, eine Aussöhnung mit dem Vater.
Nur nicht zu nah!
In diesem Modul geht es um die Beschäftigung von Männern mit ihren eigenen Erfahrungen, Erlebnissen und Erinnerungen an freundschaftliche Kontakte mit
Jungen/Männern in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter. Es soll ermöglicht werden, im unmittelbaren Kontakt mit anderen Männern eigene Gefühle wie Ängste, Aggressionen oder auch Zuneigung, Sympathie und Freude wahrzunehmen und zu thematisieren. Männer sind einsamer, verletzlicher und anfälliger für Abhängigkeit, wenn sie keine feste Freundschaft mit anderen Männern haben.
Frauen wollen immer dasselbe!
Beziehungen zu Frauen: Mütter, andere weibliche Bezugspersonen, Ehefrauen, Partnerinnen und das Frauenbild im Allgemeinen. Auf emotionaler Ebene geht es darum, Gefühle der Verletzung innerhalb und nach Partnerschaften zuzulassen, eigene Anteile und suchtbedingte Ursachen herauszuarbeiten. Kognitiv geht es um eine Auseinandersetzung mit eigenen Frauenbildern, dem eigenen Verhältnis zu Frauen im Allgemeinen und geliebten Frauen insbesondere. Dabei sollen Haltungen und Wertschätzungen dem anderen Geschlecht gegenüber deutlich werden.
Was von selber kommt,
geht auch von selber wieder weg.
Förderung der Wahrnehmung eigener Befindlichkeiten: Männer sollten selbstbewusst und verantwortlich ihre eigene Gesundheit durch aktives Handeln in allen Lebensbereichen in die eigenen Hände nehmen und Manager ihrer eigenen Gesundheit werden. Im Umgang mit sich und ihrem Körper sind suchtkranke Männer es gewöhnt, eher schädigend als fördernd mit sich umzugehen. Wichtig: Wenn von Gesundheit die Rede ist, wird häufig über Krankheit gesprochen. Die Absicht ist in diesem Modul, den Fokus auf die gesundheitsfördernden Ressourcen zu richten.
Männer zwischen Herzinfarkt,
Freizeitstress und Langeweile.
In diesem Modul soll der Zusammenhang zwischen Sucht und Arbeit thematisiert werden. Es geht kognitiv um eine Auseinandersetzung mit oft übermächtigen
Ansprüchen des Mannseins an Erwerbsarbeit und beruflichen Erfolg. Es soll deutlich werden, dass beides häufig nur im Rahmen von Alkohol- und Drogenkonsum erreicht werden konnte. Auf emotionaler Ebene geht es darum, Gefühle der Entwertung durch den Verlust des Arbeitsplatzes deutlich werden zu lassen und verloren gegangene
Fähigkeiten bewusst zu machen.
Hardware, Software oder Heartware?
Das Thema Sucht und Sexualität soll aus der Tabu-Ecke geholt und besprechbar gemacht werden, ohne ein „Thekengespräch“ daraus zu machen. Tatsache ist, dass Suchtmittel, beispielsweise Alkohol, zu gravierenden sexuellen Veränderungen wie Erektionsproblemen führen.
In diesem Modul soll die Fähigkeit von Männern gefördert werden, mit anderen Männern offen über das Thema Sexualität zu kommunizieren. Insgesamt wird eine Einstellungsänderung gefördert, Sexualität weniger unter dem Leistungsaspekt zu betrachten, sondern zu lernen, anspruchsvoller zu sein und Lust im Kontext von Bindung, Nähe und Liebe zu sehen.
Die Überwindung von Hilflosigkeit
oder Kraft konstruktiv nutzen
In diesem Modul soll der Zusammenhang von Gewalt und Alkohol- und Drogenkonsum thematisiert werden: Gewalt gegen andere Männer. Gewalt in der Familie. Gewalt gegen sich selbst. Es geht darum, Männer als Täter und Opfer zu begreifen, Tabus zu brechen, die eigene Hilflosigkeit einzugestehen und nach konstruktiven Konfliktlösungen zu suchen.
Neue Väter braucht das Land.
Die eigene Vaterrolle erkennen und beschreiben: Die eigene Vaterschaft ist eng mitden Erfahrungen verbunden, die mit dem eigenen Vater gemacht wurden. Männer mit einem belasteten Hintergrund erleben nicht selten eine Wiederholung in der eigenen
familiären Situation. Hier soll verdeutlicht werden, dass die Generationenreihe wesentlichen Einfluss auf die eigene Vaterrolle hat, indem die teilnehmenden Väter erkennen, welche Verhaltensweisen sie gegenüber ihren Kindern zeigen, die sie selbst von ihrem eigenen Vater erfahren haben und welche Verhaltensweisen sie völlig anders praktizieren.
Die unbekannte Dimension.
In diesem Modul geht es darum, die eigenen spirituellen Anteile zu entdecken und zu entwickeln. Da „Steine nicht saufen“, sind es durchaus Männer mit ausgeprägten Gefühlszuständen, die trinken. Der Umgang mit Gefühlen und das Füllen einer von
suchtkranken Männern als unangenehm beschriebenen Leere sowie eine individuelle
Sinnfindung sind hier die Themen. Suchtkranke Männer müssen in besonderem Maße eine Ausdrucksfähigkeit und Verarbeitungsfähigkeit von Gefühlen erwerben, um ihre Krankheit besser bewältigen zu können.
Diese Grafiken können Sie in folgenden Formaten bestellen: