BINAD INFO 23
Drogenhilfe in Europa /Drugshulpverlening in Europa
Oktober - Dezember 2002
Inhalt:
Natürlich, eine Publikation der Fachstelle grenzübergreifende Zusammenarbeit - BINAD kann und muss sich auch mal mit einem Blick auf die Drogenhilfe in Europa befassen. Mit 17 Beiträgen zu diesem Schwerpunktthema ergibt sich im INFO 23 ein recht vielfältiger Blick auf die Situation bzw. die Entwicklung in einigen osteuropäischen Ländern, in den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz, Italien sowie auf die im europäischen Zusammenhang notwendige Netzwerkarbeit und die Bedeutung, die das Internet dabei hat. Eingeleitet durch den Bericht eines US-Amerikaners über eine drogenpolitisch orientierte Reise nach Europa und seine Wahrnehmung der Entwicklung hier (er sieht zwar noch großen Handlungsbedarf in Europa, schätzt jedoch den gegenüber den USA ausgeprägteren europäischen "Geist der Freiheit"), kann diese Darstellung nicht wirklich erschöpfend sondern lediglich ausschnitthaft sein. Letztendlich ist es gerade die Vielfalt, die Europa so interessant macht: Da ist nach der Öffnung Osteuropas gewiss die Zunahme der Herausforderungen oder auch der Probleme zu nennen. Da ist aber auch - trotz zum Teil widriger Begleitumstände - der Wille nach umsetzbaren lösungsorientierten fachlichen und politischen Ansätzen sichtbar. Kreative, kritische "Geister" werden erkennbar und lassen hoffen auf die Weiterentwicklung konstruktiver Drogenpolitiken - siehe auch das "Podium" mit der Darstellung von "Leitlinien einer neuen Drogenpolitik" aus niederländischer Sicht. Es soll und wird keineswegs mit hoffnungsvollen Beiträgen von den Schwierigkeiten und politischen Unabwägbarkeiten abgelenkt- beides gehört zum Leben der Drogenhilfe in Europa und sollte entsprechend dargestellt werden. Unterm Strich scheint übrig zu bleiben, dass wir uns mit der Besinnung auf das Notwendigste ab zu finden haben: gerade in Deutschland sind wohl die "fetten Jahre", in denen wir aus dem Vollen schöpfen konnten, vorbei und wir beginnen hier zu ahnen, unter welchen Bedingungen Kolleginnen und Kollegen gerade in Osteuropa ihre Arbeit verrichten. Und dort tun sie dies mit großem Einsatz, Engagement und - wenig finanziellen Mitteln.
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