BINAD-INFO 25
Was wird aus der Vielfältigkeit der Suchthilfe? / Wat blijft er in de toekomst over van de veelzijdigkeid van de verslavingszorg?
Inhalt:
Die redaktionelle Arbeit am BINAD-INFO 25 wurde begleitet von immer wieder neuen Hinweisen auf geplante und damit auch mögliche Mittelkürzungen durch das Land NRW im Bereich der ambulanten Sucht- und Drogenhilfe. Zum Teil radikale Einschnitte wurden angekündigt und schließlich auch umgesetzt: Ab Januar 2004 werden in mehreren Schritten (mit Wirkung ab dem 01.01. 04, 01.07.04 bzw. 01.01.05) in NRW verschiedene Bereiche der Arbeit betroffen sein – die Prävention, niedrigschwellige Einrichtungen, die JVA-Arbeit ... Betroffen sind im Übrigen – zum Teil mit weit größerer Flächenwirkung - auch andere Felder der sozialen Arbeit: die Jugendarbeit sowie unterschiedlichste Beratungsdienste. Der Staat zieht sich aus seiner Rolle als Garant der Hilfsangebote für Menschen in sozialen Notlagen mehr und mehr zurück. Das BINAD-INFO 25 war eigentlich geplant als kleine „Jubiläumsnummer“, doch Grund zu feiern gibt es wahrlich wenig. Denn auch BINAD ist von den Kürzungen massiv betroffen: Für das Jahr 2004 wird eine Kürzung um 50 % der Mittel vorgenommen, ab 2005 wird die Förderung beendet. Damit endet zum 01.01.2005 die Arbeit der Fachstelle. Da auch auf niederländischer Seite bereits ab Januar 2004 keine Mittel mehr für das Büro in Enschede zur Verfügung gestellt werden und da – vor dem Hintergrund der auslaufenden Finanzierung - ein BINAD-Mitarbeiter die Fachstelle ab Januar 2004 verlässt, wird die Arbeit der Fachstelle auf die Schultern nur noch einer Mitarbeiterin gelegt, was natürlich eine massive Einschränkung der Möglichkeiten bedeutet. (siehe hierzu auch „Aktuelle Informationen aus der Fachstelle grenzübergreifende Zusammenarbeit – BINAD“ >mehr<) Nun gut, dennoch gibt es ein BINAD-INFO mit einem Bündel von interessanten Beiträgen, ohne dass allerdings diese Ausgabe unter einem Schwerpunktthema steht. Der Titel „Was wird aus der Vielfältigkeit der Suchthilfe“ bezieht sich natürlich auf die finanzielle Situation der Suchthilfe und die schwierigen Perspektiven, die sich für weite Bereiche der Arbeit daraus ergeben – immer mit dem Blick darauf, dass nicht in erster Linie die Fachkräfte der betroffenen Bereiche der Suchthilfe sondern vielmehr die Menschen, für die die Suchthilfe Beratung, Betreuung und andere Hifen anbietet, die Leidtragenden sind. Unsere gesellschaftlichen Probleme werden sich mit diesen Einsparungen nicht lösen lassen, sie werden dadurch wohl eher verstärkt.
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