Interkulturelle Kompetenz
Alle Projekte in SEARCH und SEARCH II befassten sich mit Suchtvorbeugung für Menschen, die aus anderen Ländern kommen. Viele kamen sogar aus anderen Kulturkreisen. Leitmotiv aller Aktivitäten war deshalb ein Konzept, das in ganz Europa unter den Namen Interkulturelle Suchthilfe oder Interkulturelle Kompetenz verfolgt wird. Der Ansatz Interkultureller Kompetenz umfasst folgende für die Suchtprävention bedeutsame Anforderungen:
Suchthilfe soll:
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so früh wie möglich nach der Ankunft der Flüchtlinge, Asylsuchenden und illegalen Einwanderer im Aufnahmeland einsetzen. |
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langfristig angelegt sein. |
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ihre Ziele und Methoden kultursensibel und -respektvoll einsetzen. |
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auf einem soliden Wissen über die jeweiligen Herkunftskulturen basieren. Besonders die kulturspezifischen Schutzfaktoren müssen für Präventionskonzepte berücksichtigt werden. |
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immer überprüfen, ob die einzusetzenden Methoden vor dem kulturellen Hintergrund der Migranten angebracht erscheinen. Flüchtlinge kommen oft aus Regionen, in denen die Person mehr zählt, die etwas vermittelt, als das dem zugrundeliegende Konzept. Die Beziehungsebene ist oft wichtiger als die Sach- oder Methodenebene. |
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die doppelte Tabuisierung von Suchtproblemen beachten. Oft werden entsprechende Probleme in den Herkunftsländern der Flüchtlinge nicht thematisiert. Hinzu kommt, dass die Migranten häufig befürchten, ein Eingeständnis ihres Suchtproblemes könnte ihren Aufenthaltsstatus im Aufnahmeland gefährden. |
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Integrationsarbeit leisten. Bestehende Angebotsstrukturen sind zu nutzen und durch Netzwerkarbeit zu erschließen. |
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partizipativ angelegt sein. Diejenigen, an die sich Präventionsangebote richten, müssen soweit wie möglich in die Planung und Durchführung der Aktivitäten einbezogen werden, ohne ihnen die Übernahme der kulturellen Normen des Aufnahmelandes aufzuzwingen. |
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die Erziehungskompetenz der Eltern stärken. |
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mit spezifischen Ansätzen für Migranten in den Schulen verankert sein. Das gilt für den Fall, dass die betroffenen Migranten-Kinder überhaupt Schulen im Aufnahmeland besuchen dürfen. |
Weitere Informationen zu den Projekten erhalten Sie bei:
Wolfgang Rometsch
Tel.: 0251 591 4710
Fax: 0251 591 5499
E-Mail: wolfgang.rometsch@lwl.org
