Der richtige Methoden-Mix ist wichtig
Wer erwartet hatte, dass SEARCH oder SEARCH II zu grundlegend neuen methodischen Erkenntnissen in der Suchtpräventionsarbeit mit Flüchtlingen, Asylsuchenden und illegalen Einwanderern kommen würde, wurde enttäuscht. Deutlich ist hingegen geworden, dass vorhandene Konzepte der interkulturellen Suchthilfe und -prävention erweitert und angepasst werden müssen, und zwar um Bausteine für die Arbeit mit den Zielgruppen von SEARCH: den Flüchtlingen, Asylsuchenden und illegalen Einwanderern.
Jeglicher Methodenwahl sollte eine umfassende Kulturanalyse vorausgehen. Das betrifft die Klärung der eigenen wie auch der kulturellen Verwurzelung der Migranten.
Bei der suchtpräventiven Arbeit mit Migranten können scheinbar „veraltete“ Methoden sehr sinnvoll sein. Das betrifft v.a. die so genannten Furchtappelltechniken. Viele Methoden sind besonders dann erfolgreich, wenn sie von vertrauenswürdigen Personen vermittelt werden.
Der weitere Methodeneinsatz muss den richtigen Mix finden aus:
|
|
Training von Gleichgestellten (Peer Education), |
|
|
Lebenskundlichen Ansätzen (Life Skills Training) und |
|
|
Risikokompetenz-Orientierung. |
Die genannten methodischen Ansätze müssen unter dem Blickwinkel interkultureller Kompetenz darauf hin untersucht werden, ob sie für die Präventionsarbeit mit Flüchtlingen, Asylsuchenden oder illegalen Einwanderern angemessen sind. Vielfach werden diese Ansätze entsprechend angepasst werden müssen.
Weitere Informationen zu den Projekten erhalten Sie bei:
Wolfgang Rometsch
Tel.: 0251 591 4710
Fax: 0251 591 5499
E-Mail: wolfgang.rometsch@lwl.org
