Das Peer-Leader-Konzept
Der Peer-Ansatz basiert auf folgenden Grundannahmen:
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Kinder und Jugendliche nehmen Botschaften und Informationen der Suchtprävention besser auf, wenn sie ihnen von Gleichaltrigen übermittelt werden. Die Annahme ist, dass Kinder und Jugendliche Werte und Normen wesentlich durch die Orientierung an Vorbildern in ihrer eigenen Altersgruppe übernehmen. Umso besser wird die Vermittlung solcher Orientierungen in „natürlichen“ Umgebungen wie Jugendzentren oder anderen in der Freizeit besuchten Orten funktionieren. |
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Suchtprävention kann nur begrenzt sucht- und drogenspezifisch durchgeführt werden. Vielmehr muss sie auf die Vielzahl möglicher Suchtgefahren eingehen können. |
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Effektive Suchtprävention stellt die Förderung schützender Faktoren in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Damit wird ein positiver Ansatz verfolgt. Eine negative Vorgehensweise, die ausschließlich auf bestehende Risikofaktoren hinweist, ist weniger erfolgversprechend. |
Von Peer-Leadern wird weder Allwissenheit noch eine quasi-missionarische Haltung erwartet. Hingegen sollen sie dem, was in ihrem Umfeld passiert, nicht gleichgültig gegenüber stehen und mit ihren Altersgenossen gegebenenfalls das Gespräch über Sucht- und Drogenfragen suchen.
Den Peer-Leadern sollen in den von den Trainern durchgeführten Schulungen verschiedene persönliche Fähigkeiten vermittelt werden, die als Schutzfaktoren gegenüber Suchtmittel- und Drogengefährdungen wirksam werden können:
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Selbstgefühl entwickeln, |
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Gefühle ausdrücken lernen, |
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Handlungskompetenz verstärken, |
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Lebensbewältigung und Selbstreflexion entwickeln, |
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Alternativmodelle zum Konsum kennenlernen, |
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Fähigkeiten trainieren, mit Gruppendruck und Autoritäten fertig zu werden, |
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Einstellungen zu Drogen erforschen und in Frage zu stellen, |
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Genussfähigkeit erhöhen, |
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Lernen, wie man unangenehme Situationen meistert, |
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Interpersonale Fähigkeiten verbessern, |
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Demokratiemöglichkeiten nutzen, |
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Sich zuzutrauen, Lebensbedingungen zu beeinflussen, |
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Lernen, wie man mit den regionalen sozialen Gegebenheiten umgehen soll. |
Diese Lernziele müssen für den persönlichen Bereich natürlich auch den Peer-Leader-Trainern vermittelt werden.
Weitere Informationen zu den Projekten erhalten Sie bei:
Wolfgang Rometsch
Tel.: 0251 591 4710
Fax: 0251 591 5499
E-Mail: wolfgang.rometsch@lwl.org
