Jugendliche von 12 bis 18 (24) Jahre:
Diese Gruppe ließ sich in drei weitere Untergruppen unterteilen:
Stammbesucher der städtischen Jugendtreffs „Lorenz Süd“ in Berg Fidel und „Fachwerk Gievenbeck“. Bei den meisten Angehörigen dieser Gruppe war eine erfolgreiche Integration erkennbar. Alkoholkonsum wurde beobachtet, Haschischkonsum wurde vermutet.
Mehrere kleinere Gruppen von Jugendlichen, die sich außerhalb der genannten Jugendeinrichtungen versammelten. Die Gruppen ließen sich zumeist gemäß ihrer Altersstruktur bestimmen. Treffpunkte waren Parkplätze, Parks oder Einkaufszentren. Mitglieder dieser Gruppen übten einen riskanten Konsum von Alkohol und Haschisch aus und wurden von den Streetworkern vor Ort betreut.
Junge Erwachsene, die sich in Zweier- oder Dreier-Gruppen aufhielten und kaum Kontakt zu den ersten beiden Gruppen pflegten. Diese Gruppe konsumierte zum Teil exzessiv Alkohol. Haschischkonsum sowie der Gebrauch weiterer Drogen wurde beobachtet.
Key Persons: Key Persons sind Personen, die Kontakt zu den Jugendlichen haben und von diesen akzeptiert werden. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendtreffs in den Stadtteilhäusern, Streetworker aus den Stadtteilen, Betreuerinnen und Betreuer der Hausaufgabenhilfe sowie ehrenamtlich tätige Studierende.
Mehr zum Konzept der Key Persons erfahren Sie unter dem Menüpunkt Methoden.
Eltern und Angehörige: Eltern und Angehörige gehören zu den wichtigsten Bezugspersonen der Jugendlichen. Der familiäre Zusammenhalt besitzt in der Kultur der spätausgesiedelten Menschen eine besondere Bedeutung.
Die Zielgruppe der Eltern und Angehörigen bildet den Kreis der wichtigsten Bezugspersonen der Jugendlichen. Im alltäglichen Leben kommt dieser Gruppe die Meinungsführerschaft zu. Hier sind die Chancen groß, dass über die Familie Einfluss auf das Konsumverhalten der Jugendlichen genommen werden kann. Die Eltern-Generation der Spätaussiedler ist durch Bildungsangebote, die mit dem Besuch von öffentlichen Veranstaltungen verbunden sind, nicht zu erreichen. Um ihnen den Zugang zur suchtpräventiven Information zu erleichtern und die Veränderungsbereitschaft zu fördern, wurde im Projekt die Methode Homeparty gewählt. Hier trafen sich die Eltern in einer zwanglosen Situation privat, um von einem Präventionsmitarbeiter über Sucht- und Drogenfragen informiert zu werden.