RAR (Rapid Assessment and Response)
RAR steht für „Rapid Assessment and Response“. Die Methode eignet sich für die schnelle Einschätzung einer Situation oder eines Problems und gibt Hinweise darauf, wie möglichst rasch und effektiv darauf reagiert werden kann. Der RAR-Einsatz im Projekt SeM bot sich an, weil sich SeM an eine Gruppe richtet, über deren Drogen- und Suchtproblematik bislang vorwiegend Annahmen existieren.
Mittels RAR können in kurzer Zeit auch mit knappen Mitteln Art, Entstehungsgeschichte und Umfang eines sozialen oder gesundheitlichen Problems ermitteln werden. Mit dem Wissen über unterschiedliche Hintergründe, Wahrnehmungen und Interessen von Betroffenen können Interventions- oder Vorbeugungsmaßnahmen zielgenauer geplant werden. Anders als in großen empirischen Studien können mit RAR auch Informationen über komplexe Phänomene gewonnen werden, die nicht in Zahlen auszudrücken wären.
Im Projekt SeM wurden mittels RAR Informationen über Art und Ausmaß des Suchtmittel- und Drogenmissbrauchs unter den jungen Münsteraner Spätaussiedlern gewonnen . Des weiteren wurden Aspekte zu Alters-, Geschlechts- und Gruppenstrukturen der Zielgruppe erfasst. Schließlich wurde mit der RAR-Methode das Ziel verfolgt, herauszufinden, wie der Zugang zur Zielgruppe gelingen kann.
Die RAR-Methode wurde für die Zwecke der Suchtprävention im Rahmen der von der LWL-Koordinationsstelle Sucht (KS) geleiteten europäischen Projekte SEARCH und SEARCH II angepasst. Im Rahmen dieser Projekte hat die KS ein RAR-Handbuch herausgegeben, das die Anwendung des Konzeptes darstellt.
Das RAR-Handbuch steht hier zum Download bereit:
Weitere Informationen zu den Projekten erhalten Sie bei:
Wolfgang Rometsch
Tel.: 0251 591 4710
Fax: 0251 591 5499
E-Mail: wolfgang.rometsch@lwl.org
