Homeparties
Zur Schulung der Eltern kam im Projekt SeM das Konzept der „Homeparty“ zum Einsatz. Eltern versammelten sich in zwangloser Atmosphäre, um sich über Sucht- und Drogenfragen zu informieren. Die Homeparty ist eine wenig kognitiv geprägte Schulungsmethode und eignet sich für Gruppen, die durch herkömmliche Bildungsangebote nur schwer erreicht werden können.
In der Gruppe der jungen Spätaussiedler spielt die Familie eine besondere Rolle. Gerade im alltäglichen Leben kommt ihr die Meinungsführerschaft zu. Die Chancen sind groß, dass über die Familie Einfluss auf das Konsumverhalten der Zielgruppe im Projekt SeM genommen werden kann.
Die Homeparty ist eine Methode für das Anwerben und Aufklären schwer erreichbarer in- und ausländischer Eltern im Umgang mit ihren Kindern zur Thematik Alkohol, Drogen sowie Glücksspiel. Entwickelt und erprobt wurde das Konzept vom niederländischem Präventionszentrum „De Grift“. Die Methode ist im „Drehbuch Homeparty“ von H. Riper, L. Bolier und M. de Vocht beschrieben und wendet sich an erfahrene Praktikerinnen und Praktiker aus dem Suchtpräventionsbereich.
Inspiriert ist die Homeparty vom wohlbekannten Konzept der Tupperparty. In der vertrauten Atmosphäre eines privaten Wohnzimmers einer Familie mit Kindern treffen sich verschiedene eingeladene Eltern. Durchgeführt wird das Treffen von einem Präventionsmitarbeiter oder einer -mitarbeiterin. Die Fachkraft informiert zunächst über Alkohol und Drogen und geht dabei auf die Fragen und Bedürfnisse der anwesenden Eltern ein. Die Schwerpunkte des Treffens liegen auf der Informationsvermittlung und der Stärkung der Erziehungskompetenz sowie allgemein dem Verhaltenstraining für die Eltern.
Mehr über diese Methode erfahren Sie
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Die deutschsprachige Broschüre erhalten Sie in der Koordinationsstelle Sucht unter der Telefonnummer 0251 - 591 5538. |
Weitere Informationen zu den Projekten erhalten Sie bei:
Wolfgang Rometsch
Tel.: 0251 591 4710
Fax: 0251 591 5499
E-Mail: wolfgang.rometsch@lwl.org
