Erhebung der aktuellen Situation
Die RAR-Methode gehört zu den neu entwickelten qualitativen Forschungsmethoden, die besonders hilfreich für den Einsatz im Bereich des Gebrauchs verbotener Substanzen und der Prävention sind. Die Bewertungs- und Interventionsmodelle der RAR-Methode ermöglichen ein schnelles Reagieren auf Trends und veränderte Bedarfe.
Das RAR-Team im Projekt bestand aus dem Leiter des Projekts, der Projektkoordinatorin und der Projektassistentin. Das Team blieb während der Untersuchung unverändert. Die Projektkoordinatorin stellte im Untersuchungsfeld die Kontakte zur Zielgemeinschaft her und führte die Interviews durch. Die Durchführung der RAR – Untersuchung bestand aus folgenden Modulen:
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Sammlung von Kontextinformationen Hier bestand die Aufgabe des Teams in der Sammlung von Hintergrundinformationen über die Zielgruppe, ihre Merkmale und ihr soziales Umfeld, ihre Integration im Stadtteil und in der Stadt insgesamt. Folgende Informationen wurden zusammengetragen: wissenschaftliche Forschungsberichte, Berichte aus anderen Facheinrichtungen bzw. Fachstellen der Suchthilfe und Gesundheitsfürsorge sowie Presseartikel. Für das Team waren Fragen der sozioökonomischen und kulturellen Situation der Aussiedler aus Russland allgemein und in der Stadt Münster von besonderem Interesse. Sehr wichtig waren Informationen über durchgeführte Integrationsprojekte; Initiativen oder Eigenaktivitäten der Russlanddeutschen in den Stadtteilen, aber auch Angaben über die suchtpräventive Arbeit vor Ort. |
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Zugang zur Zielgruppe Die Durchführung des Projektes SeM konzentrierte sich auf zwei Stadtteile Münsters, Berg Fidel und Gievenbeck. In diesen Stadtteilen sind Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion überproportional vertreten. Den Zugang zu den Personen, die in einer ersten Runde befragt wurden, hat das RAR-Team über die Stadtteilhäuser gesucht. Die Mitarbeiter dieser Häuser lieferten Informationen über Einrichtungen oder Personen, die im Stadtteil bekannt waren und als potentielle Interviewpartner in Frage kamen. Nach der ersten Kontaktaufnahme gewann die Projektkoordinatorin einen Einblick in die Strukturen der Stadtteile und konnte ein erstes Beziehungsnetz zu Bewohnern und Mitarbeitern professioneller Dienste aufbauen. Weitere Kontakte entwickelten sich nach dem Schneeballsystem. |
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Durchführung von semistrukturierten Interviews (freies Gespräch nach festgelegten Fragen) Nachdem die gesammelten Hintergrundinformationen analysiert worden waren und das Team die Lage vor Ort kennen gelernt hatte, wurde ein Fragebogen für die teilstrukturierte Interviews entwickelt. 20 Fragen wurden in folgende Segmente eingeteilt: Substanzgebrauch in der Gemeinschaft der Russlanddeutschen, gebrauchte Substanzen, Gefährdung der Gruppe der ausgesiedelten Jugendlichen, Definition substanzbezogenen Probleme, Ursachen des Substanzmissbrauchs, Prävention. Von besonderen Bedeutung waren die Information über die vorhandene Vorbeugungsmaßnahmen und neue Vorschläge, die mit Berücksichtigung von Besonderheiten der Gruppe der ausgesiedelten Jugendlichen gemacht wurden. Dieser Fragebogens basiert auf dem semistrukturierten Fragebogen, dargestellt im Handbuch „Rapid Assessment and Response“ (RAR) für problematischen Substanzgebrauch unter Flüchtlingen, Asylbewerbern und illegalen Einwanderern. (LWL, 2004). Für die Befragung in den teilstrukturierten Interviews wurden in beiden Stadtteilen je zwölf Personen aus der Zielgruppe und aus ihrem Umfeld ausgesucht. Es waren Bewohner der Stadtteile Berg Fidel und Gievenbeck (ausgesiedelte Jugendliche und Erwachsene, „alt eingesessene“ Bewohner) und Angestellte der vor Ort tätigen Institutionen, Einrichtungen und Geschäfte. |
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Fokusgruppen Die Fokusgruppen (jeweils eine pro Stadtteil) wurden in der Phase der Untersuchung unmittelbar nach den Interviews durchgeführt, um die gewonnenen Informationen zu prüfen und abweichende Informationen in beiden Stadtteilen zu erklären. Teilnehmer der Fokusgruppen waren ausgewählte Interviewpersonen und nichtbefragte Multiplikatoren aus den Stadtteilen. Hier wurden ausgewählte Schlüsselfragen, zu denen ein Klärungs- bzw. ein Vertiefungsbedarf bestand, diskutiert. |
1. Konsumbezogene Ergebnisse
Im Modul Teilstrukturierte Interviews (freies Gespräch nach festgelegten Fragen) wurden Jugendliche, Eltern und Angehörige, Jugendsozialarbeiter und Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen, di
2. Ergebnisse zu soziokulturellen Rahmenbedingungen
3. Ergebnisse zu erfragten Erklärungsansätzen
4. Ergebnisse zu geschlechtsspezifischen Unterschieden
5. Ergebnisse zu (möglichen) protektiven Faktoren
6. Ergebnisse zu suchtpräventiven Arbeitsansätzen
Weitere Informationen zu den Projekten erhalten Sie bei:
Wolfgang Rometsch
Tel.: 0251 591 4710
Fax: 0251 591 5499
E-Mail: wolfgang.rometsch@lwl.org
