Struktur und Umsetzung der Soforthilfe
Die Soforthilfekoordinationskräfte sind grundsätzlich unmittelbar beim jeweiligen Träger der Drogenberatungsstelle anzubinden, um eine hinreichende Trennung von den Aufgaben der Drogenberatungsstelle sicher zu stellen. Die Soforthilfeangebote sind niedrigschwellig zu gestalten:
An den Soforthilfestandorten sind "Clearingteams" eingerichtet. Sie bestehen aus
Weitere Berufsgruppen (z.B. Ärzte) können das Team ergänzen. Die "Clearingteams" unterstützen die Soforthilfekraft bei ihrer Vermittlungsarbeit. Vor der Vermittlung in den Qualifizierten Entzug werden durch das "Clearingteam" die für den Hilfesuchenden in Frage kommenden Kosten- und Leistungsträger ermittelt. Die Leistungsträger halten hierfür entsprechende Service-Einrichtungen (z.B. Hotlines) vor und stellen die für die Entzugsbehandlung notwendigen Kostenübernahmeerklärungen unverzüglich (binnen 24 Stunden) bereit. Die bei den Landschaftsverbänden Westfalen-Lippe und Rheinland eingerichtete und auf den jeweiligen Landesteil bezogene "Soforthilfe - Koordinationsstelle" übernimmt übergreifende Koordinationsaufgaben, die Unterstützung der Soforthilfestellen sowie die Projektevaluation.
Vermittlung in weiterführende Angebote
Vermittlungen in weiterführende Angebote können auch von Einrichtungen des Qualifizierten Entzugs vorgenommen werden. Im Rahmen dieses Soforthilfeangebotes werden Entwöhnungsbehandlungen als medizinische Leistung zur Rehabilitation im Anschluss an den Entzug ausschließlich von dort aus vermittelt. Durch die Träger der Rehabilitation wird bei Bedarf ein nahtloser Übergang in die Entwöhnung sichergestellt. Der Zugang in die qualifizierte Drogenentzugsbehandlung erfolgt durch ärztliche Einweisung als Direktzugang (Notaufnahme etc.) oder durch das Soforthilfesystem.
Weitere Informationen zu den Projekten erhalten Sie bei:
Wolfgang Rometsch
Tel.: 0251 591 4710
Fax: 0251 591 5499
E-Mail: wolfgang.rometsch@lwl.org
