Ergebnisse des Bundesmodellprojektes
Die Ergebnisse des Modellprogramms zeigen u. a., dass mit dem FreD-Angebot:
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junge Konsumenten illegaler Drogen frühzeitig mit einem (sucht-)präventiven Angebot erreicht werden können, |
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das Modellkonzept mit einem Erstgespräch und Kursangebot, das von qualifizierten und erfahrenen Fachkräften durchgeführt wird, tragfähig im Hinblick auf die Teilnahmebereitschaft ist, |
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Wirkungen erzielt werden können, die sich in der durch die Teilnehmer/innen konstatierten persönlichen Bedeutung der Teilnahme ebenso ausdrücken wie in der Verbesserung des Wissensstands zu gesundheitlichen, sozialen und rechtlichen Aspekte des Drogenkonsums, einer verbesserten Risikoabschätzung, der Anwendung von Gebrauchsregeln oder auch im Konsumverzicht. |
Die Ergebnisse im einzelnen
Die Teilnehmer/innen waren durchschnittlich 17,7 Jahre alt und hatten hauptsächlich Cannabis (95,8 %) konsumiert. Darüber hinaus hatten sie neben Alkohol vor allem (gelegentliche) Konsumerfahrungen mit MDMA/Ecstasy (11,5 %), Pilzen (7,7 %) und Amphetaminen (6,7 %) gemacht, Heroin und Kokain hatten lediglich einzelne Jugendliche bereits einmal konsumiert. Ein Drittel der Befragten hatte die hauptsächliche konsumierte illegale Droge in einem 30-Tage-Zeitraum an bis zu sieben Tagen konsumiert, immerhin 24,8 % gaben einen täglichen Konsum an. Als Gründe für ihren Drogenkonsum gaben die Teilnehmer/innen überwiegend hedonistische Motive an wie "Spaß haben" (77,7 %), "genießen" (70,9%) bzw. stimmungsregulierende Aspekte wie "Entspannung" (65,9 %) an. Problembezogene Gründe wie z. B. "Schmerz empfinden" (6,1 %) spielten bei den Befragten eine nachgeordnete Rolle. Ganz überwiegend (89 %) hatten die Teilnehmer/innen bisher keine Hilfen im Zusammenhang mit ihrem Drogenkonsum in Anspruch genommen. Die soziale Situation der Teilnehmer/innen war vergleichsweise stabil und entsprach der ihrer Altergenossen. Sie lebten entsprechend ihrem Alter überwiegend bei ihren Eltern (83,1 %). Sie gingen entweder zur Schule (48,6 %) oder befanden sich in einer Berufsausbildung (23,4 %) oder waren arbeitslos (7 %).
Von 514 Personen, denen im Erstgespräch eine Kursteilnahme empfohlen wurde, haben 446 Personen an den Kursen teilgenommen. Etwa jeder/jedem achten Gesprächspartner/in wurde die Nutzung weiterer spezifischer Hilfen angeraten. Von den Kursteilnehmer/innen haben 83,3 % den Kurs regulär beendet, was vor dem Hintergrund einer Freiwilligkeit der Teilnahme und der Altersstruktur der Teilnehmer/innen als ein gutes Ergebnis zu bewerten ist. Mit den Kursinhalten und der Kursdurchführung waren die Teilnehmer/innen weit überwiegend (sehr) zufrieden, entsprechend fiel die Bewertung des Angebots aus: Das Kursangebot wurde von 87,5 % der Befragten mit (sehr) gut beurteilt, drei Viertel sind darüber hinaus bereit, das Angebot weiterzuempfehlen. Zur Umsetzung des Angebots war eine enge Abstimmung zwischen der Drogenhilfe als Träger des Angebots und der Polizei und Staatsanwaltschaft erforderlich. Dabei zeigen die Modellerfahrungen, dass insbesondere in den Regionen die Umsetzung gelungen ist, in denen transparente und verbindliche Absprachen zwischen den Beteiligten getroffen wurden und ein pragmatisches und zielorientiertes Vorgehen gewählt wurde, das von gegenseitiger Akzeptanz und der Anerkennung der jeweils spezifischen Aufgaben und Kompetenzen geprägt war.
Weitere Informationen zu den Projekten erhalten Sie bei:
Wolfgang Rometsch
Tel.: 0251 591 4710
Fax: 0251 591 5499
E-Mail: wolfgang.rometsch@lwl.org
