Das Bundesmodellprojekt "FreD" hat von 2000 bis 2002 ein spezifisches (suchtpräventives) Angebot für 14- bis 18-Jährige und junge Erwachsene bis zum 25. Lebensjahr erprobt, die zum ersten Mal wegen des Konsums illegaler Drogen polizeilich auffällig geworden sind. Im Jahr 2003 schloss sich eine einjährige Transferphase an.
Im Rahmen des Modellprojektes wurden an 15 Modellstandorten bei Trägern der Sucht- und Drogenhilfe FreD-Angebote angesiedelt. Es bestand aus einem Einzelgespräch (In-Take-Gespräch) und einem insgesamt achtstündigen Kursangebot unter der Leitung von (Präventions-)Fachkräften.
Auf die FreD-Angebote sollten die Jugendlichen bei der polizeilichen Erstvernehmung oder in der Zeit bis zur Mitteilung der (abschließenden) Entscheidung durch die Staatsanwaltschaft hingewiesen werden.
Erstauffällige Drogengebraucherinnen und -gebraucher sollten:
Mittlerweile ist FreD in ganz Deutschland verbreitet. Mehr als 120 verschiedene Projekte verzeichnet die Datenbank der LWL-Koordinationsstelle Sucht.
Eine Nachbefragung im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums ergab, dass eine Erweiterung des FreD-Konzeptes angebracht erscheint. Deswegen wurden aus Anlass des europäischen Projektes "FreD goes net" Konzepte für FreD-Angebote für riskant Alkohol konsumierende Jugendliche erarbeitet. Die Zuweisung in die FreD-Kurse geschieht nun außerdem auch vom Arbeitsplatz oder der Schule aus, wenn junge Menschen dort wegen des Konsums von Alkohol oder illegalen Drogen auffällig geworden sind.
Die LWL-Koordinationsstelle Sucht (LWL-KS) bildet Trainerinnen und Trainer für die Durchführung von FreD-Kursen aus. Damit sichert die LWL-KS die Qualität bei der Implementierung des Modellkonzeptes in ganz Deutschland. Das Manual, das als Hervorbringung des Projektes "FreD goes net" komplett überarbeitet wurde, wird ausschließlich in Verbindung mit den Zertifikatsausbildungen oder "Updates" für erfahrene FreD-Fachkräfte ausgegeben.
Weitere Informationen zu FreD Deutschland bei:
Wolfgang Rometsch
Tel.: 0251 591 4710
Fax: 0251 591 5499
E-Mail: wolfgang.rometsch@lwl.org
FreD-Projekt melden
Sie betreiben mit Ihrer Einrichtung oder in Ihrer Kommune auch ein Projekt, das auf dem FreD-Ansatz basiert? Dann teilen Sie uns dies mit. Mit dem Online-Formular FreD-Projekt melden.
Ihr Projekt führen wir dann gegebenenfalls in unserer Liste Wer macht FreD.
FreD-Trainer/in
Die Qualität von FreD sichert die LWL-Koordinationsstelle Sucht, indem sie die Zertifikatsausbildung zum/zur FreD-Trainer/in anbietet. Über Inhalte und die nächsten Termine erfahren Sie mehr auf der Seite Zertifikatsausbildung.
