Das Projekt FreD goes net ist im November 2007 gestartet und endet im Oktober 2010.
Den Auftakt bildete eine Konferenz mit allen Pilot- und assoziierten Partnern in Warschau (Polen).
In den beteiligten Ländern wird nach dem Start des Projektes vier Monate lang eine Recherchearbeit zu projektbezogenen Fragen durchgeführt (z.B. Zahlen konsumierender Jugendlicher, Gesetzeslagen, Interviews mit Schlüsselpersonen). Dabei kommt die RAR-Methode zum Einsatz, die sich besonders gut zur qualifizierten und schnellen Informationsgewinnung eignet. Neben der Erhebung der Ausgangssituation im jeweiligen Land geht es um die Beantwortung der Frage, ob eine Auffälligkeit mit Drogen bei der Polizei bzw. Justiz der geeignete Zugangsweg ist, um konsumierende Jugendliche mit einer Frühintervention zu erreichen oder ob ein anderes Setting gewählt werden sollte wie z.B. die Auffälligkeit in Schule oder Betrieb.
Die Ergebnisse des RARs fließen ein in das Handbuch zum FreD goes net Projekt. Grundlage dazu bietet das Manual des deutschen Bundesmodellprojektes FreD. Dieses wird im Verlauf des Projektes hinsichtlich der Zugangswege, Zielgruppen und Implementierung sowie der praktischen Umsetzung des Gruppenangebotes an die verschiedenen europäischen Gegebenheiten angepasst.
In einem nächsten Schritt wird FreD goes net in den elf Pilot-Partnerländern fortgesetzt. Dabei werden die Fachkräfte für die FreD Kurse zunächst in Linz (Österreich) ausgebildet, um dann zwischen Dezember 2008 und Dezember 2009 die Kurse in den Pilotländern durchzuführen.
Im letzten Drittel des Projektes findet ein Treffen mit allen Partnerländern in Maribor (Slowenien) statt. Die Pilotländer präsentieren ihre Erfahrungen mit der Durchführung der Kurse, die wiederum zur Anpassung des FreD goes net Manuals dienen.
In der Endphase des Projektes liegt der Schwerpunkt auf der weiteren Verbreitung dieses Frühinterventionsansatzes in Europa. In Transferveranstaltungen wird einerseits den assoziierten Partnerländern die Methodik tiefergehend vermittelt, andererseits sollen weitere nationale und regionale Kooperationspartner in europäischen Ländern geworben werden, die nicht am Projekt teilgenommen haben.
Durch die europaweit ausgeschriebene Abschlußkonferenz in Münster (Deutschland) wird die Verbreitung und nachhaltige Implementierung des FreD-Ansatzes gesichert.
FreD goes net wird seit Beginn vom Institut FOGS (Köln, Deutschland) wissenschaftlich begleitet. Die Wirkung des Gruppenangebotes als Interventionsmaßnahme für auffällig gewordene Jugendliche wird unter anderem durch Befragung von mindestens 900 europäischen Teilnehmern der Kurse überprüft werden.
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Wolfgang Rometsch
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