AVerCA
Aufbau einer effektiven Versorgungsstruktur zur Früherkennung und Frühintervention jugendlichen Cannabismissbrauchs
Laufzeit:
Das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderte Projekt wurde für 21 Monate (01.03.2008 bis zum 30.11.2009) bewillig.
Antragsteller:
Deutsche Haupstelle für Suchtfragen e.V. (DHS), Hamm, www.dhs.de
Ansprechpartnerin: Christina Rummel
Westenwall 4
D-59065 Hamm (Westf.)
Tel: +49 (0)2381 90 15-24
Fax: +49 (0)2381 90 15 –30
E-Mail: rummel@dhs.de
Projektpartner:
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Koordinationsstelle Sucht
Ansprechpartner: Wolfgang Rometsch
Warendorfer Str. 27
D-48133 Münster
Tel: +49 (0)251 591 4710
Fax: +49 (0)251 591 5484
E-Mail: wolfgang.rometsch@lwl.org
Hintergrund:
Cannabis gilt weiterhin als Nr. 1 der illegal konsumierten Drogen. Sein Konsum ist eher eine Angelegenheit Jugendlicher und junger Erwachsener; dies zeigt auch die Repräsentativbefragung der BZgA. In den letzten 30 Tagen konsumierten insgesamt 3,4 % der Jugendlichen mindestens ein Mal Cannabis. Regelmäßiger Cannabiskonsum, d.h. der Gebrauch von Cannabis mit einer Häufigkeit von mehr als zehn Mal im Jahr, wurde bei 2,3 % der 12- bis 19-jährigen Jugendlichen ermittelt. Viele Einrichtungen der Suchthilfe begegnen der wachsenden Anzahl von hilfesuchenden Cannabiskonsument/innen und deren Angehörigen mit guten Ideen und Konzepten.
Vor diesem Hintergrund ist Ziel des Projektes AVerCa, die Hilfeangebote flächendeckend und dauerhaft mit Hilfe effektiver und effinzienter Interventionen auszubauen, die sich
sowohl auf Cannabiskonsument/innen als auch deren erwachsene Angehörige beziehen.
AVerCa basiert auf den Ergebnissen der Expertise “Zugang zu jungen Cannabiskonsument/innen” die im Auftrag der LWL-Koordinationsstelle Sucht von der Gesellschaft für Forschung im Gesundheits- und Sozialbereich mbH (FOGS) erarbeitet wurde.
Die Expertise enthält u.a. eine Vielzahl von Erfahrungen, Hinweisen und Handlungsvorschlägen für den erfolgreichen Zugang sowie die Arbeit mit jungen Cannabiskonsument/innen und ihren Angehörigen.
Schwerpunkt von AVerCa sind differenzierte Qualifikationen u.a. auf Träger- als auch auf Mitarbeiterebene von Einrichtungen der Suchthilfe.
Unter dem Leitgedanken „von der Praxis für die Praxis“ werden den Trägern und Facheinrichtungen „Werkzeuge“ für die (Weiter-)Entwicklung von Prävention und Hilfen für die Zielgruppe junger Cannabiskonsument/innen zur Verfügung gestellt.
Vorhandene Arbeitsansätze sollen dazu aufgearbeitet und verfügbar gemacht werden. Nach der Erhebung von „good practice“ sieht das Projekt die Bündelung der Erfahrungen in Form einer umsetzungsbezogenen Arbeitshilfe sowie Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen vor. Dabei soll die „Toolbox“ mehr sein als eine reine Loseblattsammlung. Ihre Entwicklung und Pflege dient der Qualitätsentwicklung in der Arbeit mit (jungen) Cannabiskonsument/innen und hat damit auch die Funktion eines Qualitätsleitfadens.
Ein weiteres Ergebnis der o.g. Expertise und anderer Studien ist, dass Eltern jugendlicher Cannabismissbraucher, die Kontakt zum Hilfesystem haben, oft die Initiatoren dieser Kontakte sind.
Ein wichtiger Bereich im Projekt ist daher auch die Arbeit mit Eltern „Arbeit mit Eltern“ konsumierender Kinder und Jugendlicher. Demzufolge wird eine Bestandsaufnahme bewährter Elternprogramme mit Daten zur Anzahl und zur Qualität dieser Konzepte durchgeführt. Dabei wird anhand bekannter und zu ermittelnder Daten auch geprüft, inwiefern Elternarbeit tatsächlich als gelingender Zugangsweg anzusehen ist.
Mit dem Projekt soll die Verbesserung der Versorgungsstruktur für jugendliche Cannabiskonsument/innen erreicht werden, um eine größere Problemausprägung in einem frühen Konsumstadium zu verhindern und bereits eingetretenen gravierenden Probleme angemessen und erfolgreich begegnen zu können.
Informationen zum Projekt AVerCa finden Sie auch auf der Projektseite der DHS.
Im Rahmen des Projektes werden zwei Verfahren angewendet, die unter Leistungsmodul 1a (Toolbox / Qualitätsleitfaden) und Leistungsmodul 1b (Elternarbeit – Recherche und Bestandsaufnahme) näher beschrieben sind.
Fragen zu diesem Projekt beantwortet Ihnen
Wolfgang Rometsch
Tel.: 0251 591 4710
Fax: 0251 591 5499
E-Mail: wolfgang.rometsch@lwl.org
Marion Hölscher
Tel.: 0251 591 5994
Fax: 0251 591 5499
E-Mail: ma.hoelscher@lwl.org
