Seit ihrem Bestehen hat die LWL-Koordinationsstelle Sucht rund 36 Modellprojekte durchgeführt. Damit werden neue Wissens- und Praxiswege für die Suchthilfe erschlossen und beispielhaft und detailliert dokumentiert. Diese Dokumentationen sind für jedermann kostenfrei erhältlich.
Mit einem Auftaktworkshop am 14./15. Dezember in Münster startet die Koordinationsstelle des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL-KS) in Kooperation mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) das vom Bundesgesundheitsministerium geförderte Projekt „Eltern.aktiv - Pro-aktive Elternarbeit in der ambulanten Suchthilfe“. Acht deutschlandweite Standorte der Suchthilfe nehmen teil. An einem vom LWL geförderten Projekt, das parallel zum Bundesprojekt durchgeführt wird, beteiligen sich vier Jugendämter aus Westfalen-Lippe.
Mit dem PEER-Projekt soll in Fahrschulen eine zusätzliche Interventionsmöglichkeit geschaffen werden. In Form einer von Angehörigen der Altersgruppe (PEERs) „Junge Fahrer/innen“ geleiteten Kurzintervention zum Schwerpunkt Alkohol- und Drogenkonsum bei motorisierter Verkehrsteilnahme, richtet sich das suchtpräventive Angebot direkt an die Zielgruppe der Fahrschüler/innen. Junge Menschen, die in Grundlagenseminaren geschult wurden, gehen in Fahrschulen in denen sie Gesprächsrunden zum Schwerpunkt „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ gestalten.
Ziel des am 1. Januar 2008 gestarteten Projektes ist es, erstmals wegen Suchtmittel-Missbrauchs auffällig gewordenen Jugendlichen Frühinterventionsmaßnahmen anzubieten. Basis des Projektes ist das deutsche, von der LWL-KS entwickelte Modellprojekt "FreD". Die Zielgruppe wird erweitert und das Projekt zudem in 17 europäischen Ländern durchgeführt.
...mehr Informationen
Cannabis gilt weiterhin als Nr. 1 der illegal konsumierten Drogen. Sein Konsum ist eher eine Angelegenheit Jugendlicher und junger Erwachsener; dies zeigt auch die Repräsentativbefragung der BZgA. In den letzten 30 Tagen konsumierten insgesamt 3,4 % der Jugendlichen mindestens ein Mal Cannabis. Regelmäßiger Cannabiskonsum, d.h. der Gebrauch von Cannabis mit einer Häufigkeit von mehr als zehn Mal im Jahr, wurde bei 2,3 % der 12- bis 19-jährigen Jugendlichen ermittelt. Viele Einrichtungen der Suchthilfe begegnen der wachsenden Anzahl von hilfesuchenden Cannabiskonsument/innen und deren Angehörigen mit guten Ideen und Konzepten.
Weitere Informationen zu den Projekten erhalten Sie bei:
Wolfgang Rometsch
Tel.: 0251 591 4710
Fax: 0251 591 5499
E-Mail: wolfgang.rometsch@lwl.org
